Pinotage - der Ungeliebte (Weinrallye #76)

25. August 2014

 

Nachtrag zur Weinrallye #76 – Pinotage, der Ungeliebte


Spontan hat uns Red Simon – der Anbieter südafrikanischer Weine – für den besten Beitrag im Rahmen dieser Weinrallye ein Pinotage-Paket zur Verfügung gestellt. Sechs Weine, vom Einstiegswein bis zur Pinotage-Vollendung (die Vollendung bei Ungeliebten ist etwas schwierig).


Der Preisträger
Blog: „La gazetta del vino“ von Philipp Erik Breitenfeld
Autor: Marc Kevin Dröfke
Beitrag: Marry had a little LAM

Folgendes Paket geht an den Autor:


Spier Signature Range Pinotage (Link)
The Owl Post (Link)
Beyerskloof Reserve (Link)
Beyerskloof Rosé (Link)
Frans Malan (Link)
Warwick Old Bush Vines (Link)

 

Pinotage! Zugegeben: ein etwas schwieriges Thema, den “Ungeliebten” geht man ja in der Regel aus dem Weg. Umso mehr freut es mich, dass die Rallye so erfolgreich abgeschlossen werden kann. Dem Unternehmen Red Simon danke ich im Namen der Rallye-Gemeinschaft ganz herzlich. Ich hebe das Glas (natürlich gefüllt mit einem tiefroten Pinotage von Beyerskloof) und wünsche mir, dass sich dieser spezielle Wein vermehrt vom Ungeliebten zum Geliebten wandelt. Dies liegt – die Beiträge zeigen es – nicht am Wein, vielmehr an der Einstellung von uns Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber zu den südafrikanischen Weinen.
Zum Wohl
Peter Züllig (sammlerfreak.ch), der die Rallye #76 ausgerichtet hat


(Entschuldigung, dass dieser Abschluss erst heute vollzogen wird. Doch sowohl der Preisträger als auch ich waren in den letzten Wochen unterwegs)

01. August 2014

 

Abgeschlossen

 

Weinrallye #76: Pinotage - der Ungeliebte
 
Die Weinrallye vom Juli ist vorbei. Hier nochmals die Liste der Teilnehmer

                                                                    und die Verlinkung mit den Beiträgen.

 

Es sind 12 Beiträge veröffentlicht worden. So unbeliebt scheint der "Ungeliebte" doch nicht zu sein, denn alle 12 Autorinnen und Autoren können dem Pinotage durchaus etwas - bis viel - abgewinnen. Der Pinotage aus der Südpfalz (!!) von Dorst & Bietighöfer wurde in zweimal zum Thema. Hier: wiesengenuss und 25cl. Der spontane Ausruf von Kaya Ute :Mangold: "jössas, was eine Würze!" und "die Aromen kommen zur Nase heraus wie Pulverdampf!" ist für mich zur Aussage dieser Rallye geworden. Besonders interessant war auch das spontane Interview mit Petra Mayer auf Winzerblog. Den Vogel aber hat Susanne Werth-Rosarius mit ihrem überzeugenden Versuch Pinotage - das Experiment  abgeschossen. Aber auch alle andern, die das Thema aufgegriffen haben, sind lesenswert. überzeuge dich selber! Hier die Links auf Facebook!

Es folgt in Kürze noch der von Red Simon spontan gestiftete Preis (Pinotage Paket) für einen der Blog-Beiträge. Berichterstattung und Begründung demnächst hier.

 

25. Juli 2014

 

Die Weinrallye ♯76 ist gestartet

 

Heute ist die Weinrallye unterwegs. Hier die aktuellen Informationen und die Links (soweit bekannt).

 

Grundtext (wie er als Information den Beiträgen anzufügen ist)

"Die Weinrallye ist ein Blogevent, das jeden Monat einmal stattfindet (in der Regel am letzten Freitag im Monat). Einer der teilnehmenden Blogs übernimmt die Führung, bestimmt das Thema, lädt ein, verlinkt die Beiträge und erstellt eine Zusammenfassung. Sinn und Zweck einer Weinrallye ist einzig und alleine der Spass und die Motivation, schöne Themen aufzuarbeiten. Bei der Weinrallye darf jeder mitmachen, egal ob Weinblogger oder nicht. Auch Nichtbloggern bieten die Gastgeber immer die Möglichkeit ihre Beiträge auf ihrem Blog zu veröffentlichen. Allgemeine Informationen und Logos findet man auf den entsprechenden Seiten von Thomas Lippert (dem Gründer des Events) auf Winzerblog: http://winzerblog.de/weinrallye/ Wer gerne einmal selbst als Autor/Themengeber mitmachen möchte, findet alle Infos und die kommenden Themen auf der Weinrallye auf Facebooks, Gruppe weinrallye"

Stephanie Helmig

One Moment in Wine

 

Eine Rebsorte als Botschafterin Südafrikas

 

 

 

Peter Züllig

Sammlerfreak

 

Pinotage - der Geliebte

 

 

 

 

 

 

 

Susanne Werth-Rosarius

hundertachzig°

 

Pinotage - das Experiment

 

 

 

 

 

 

Cordula Eich

http://www.superschoppen.com

 

Bremsspuren im Glas

Cordula schreibt: "umständehalber ist es leider gerade nicht möglich, dass ich mich mit einem neuen Beitrag an der Weinrallye beteilige.
Gerne stelle ich aber diesen Beitrag vom letzten Jahr zum Lesevergnügen zur Verfügung."

 

 

 

 

Kaya Ute Mangold

Wiesengenuss

 

Ein PINOTAGE aus der Südpfalz

 

 

 

 


Birgit Lorz

Edelste Weine

 

„ einerseits und andrerseits und außerdem “

 

Autor:

 

 

 

Daniel Villbrandt:

RED SIMON thinks

 

Pinotage und der berühmte Cape Blend

 

 

 

 

 


Thomas Lippert

25cl

 

Eine Orgie feiern mit einem Pfälzer Pinotage

 

 

 

 

 


Thomas Lippert

Winzerblog

 

Ein paar Fragen an Petra Mayer zum Thema Pinotage

 

 

 

 

 
Joachim Kaiser

Vinositas

 

Von wunderbar bis widerlich

 

 

 

 

 

 

Marc Kevin Dröfke

La gazzetta del vino

 

Marry had a little LAM!

 

 

 

 

 

 

 

Andreas Jordan

Gastbeitrag bei sammlerfreak.ch

 

Erinnerungen an meine ersten Pnotages

 


27. Juli 2014

 

Ein Gastbeitrag von Andreas Jordan

 

Erinnerungen an meine ersten Pinotages

 

Es war Ende 2013, im Wiesbadener Weinkreis wurde "Südafrika" als das Thema für das Januar-Treffen festgelegt. Dabei stand die Bemerkung "Aber bitte nicht nur Pinotage" im Raum und es klang so etwas wie "sonst haben wir nur grauenvolle Weine" mit.

Einige Teilnehmer hatten wohl schon schlechte Erfahrungen mit der Rebsorte gemacht - oder einfach noch keinen guten Pinotage gefunden. Ich hatte bis dahin noch gar nichts von dieser Rebsorte gehört und bei "bitte nicht nur" dachte ich sofort "aber dann auf jeden Fall" - dann möchte ich schon wissen, wie ein Pinotage denn so schmeckt. Denn das ist ja der Vorteil an einem Weintreffen in geselliger Runde, man ist nicht allein mit den neuen Aromen sondern kann sich ein wenig Hilfe bei der Einordnung holen.

 Also habe ich mich auf die Suche gemacht, zuerst mal natürlich im Internet. Drei Seiten fand ich wohl so interessant, dass sie in meinem Evernote-Notizbuch gelandet sind. Einmal "Der Rheingauer Weinschmecker in Südafrika" (http://wuertz-wein.de/wordpress/2013/12/18/der-rheingauer-weinschmecker-in-suedafrika/) und zwei Artikel auf dem inzwischen wohl nicht mehr vorhandenen Blog "Generation Wein" (einer davon wurde im Rahmen der Weinrallye #45 geschrieben).

Nach kurzem Verfügbarkeits-Check der interessanten Weine bei verschiedenen Weinhändlern war klar:

Der 2011er Pinotage von Kanonkop aus Stellenbosch sollte es sein. In der Probe hatten wir dann insgesamt vier Weine aus Pintage, hier schnell als Liste mit den Kurznotizen der Gruppe: 2012er Windmeul Reserve (viel Frucht, angenehme Tannine, nicht sehr vielschichtig, nur Frucht, sehr modern)

2012er Diemersfontein (zuerst rauchig aber die Rauchnote verfliegt mit der Zeit, bzw. verwandelt sich zu einer Kaffeenote, würzig, Räucherspeck, Vanille, Leder, Kardamom, Pfeffer, vielschichtig, verändert sich mit der Zeit) 2011er Kanonkop (schwarze Beeren, Tabak, angenehme Tannine, stimmig, harmonisch) 2011er Fairview Primo (europäischer Wein, nicht zu viel Holz, rund, harmonisch)

Mich persönlich haben die Weine begeistert. Nicht alle in gleichem Maße, aber so war auch erkennbar welche unterschiedlichen Weine (besser: unterschiedlich komplexen Weine) aus dieser Rebsorte entstehen können.

 

Ich hätte jetzt gerne eine weitere Flasche des 2011er Kanonkop geöffnet und meine Eindrücke hier niedergeschrieben, aber leider steht der Wein bis heute auf der "noch nachkaufen"-Liste. So bleibt mir nur, mich an dieser Stelle für die Beiträge aus der Weinrallye zu bedanken. Ganz besonders für den Beitrag zum Pinotage aus der Südpfalz, der es in mein Evernote-Notizbuch und auf die "wenn möglich mal verkosten"-Liste geschafft hat. Vielleicht habe ich ja doch bald mal wieder einen Pinotage im Keller...

Viele Grüße

Andreas

18. Juli 2014

 

Weinrallye 76:

 

Pinotage - der Ungeliebte

 

 

Bilder zumThema Pinoage:


Hier eine erste Serie von Bildern

Eine zweite Serie von 13 Weingütern hier onlne

 

Die Bilder zum Thema südafrikanische Weine stehen zur freien Verfügung. Wer für seinen Blogbeitrag noch Bilder sucht, hier zwei Angebote. Weitere Bilder von ca. 10 Weingütern folgen.

 

Wie finde ich in kurzer Zeit einen Pinotage?

 

Wohl die schnellste und beste Adresse für Internetbestellungen ist::

http://red-simon.com/wein-suedafrika

Sendung in viele europäsische Länder zu genau fixierten Preise

 

http://www.wein-deko.de/weinlaender/suedafrika.html.

Sehr vielfältiges Angebot

 

http://www.ewine.eu/de/weinlander/sudafrika/

 

Ein paar Gedanken zum Pinotage

(Zusammengefasst aus *The Wall Street Journal"

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Der Pinotage wurde in den letzten zehn Jahren entscheidend aufgewertet: Er verlor seine Härte und Rauheit, näherte sich mehr dem beliebten Pinot Noir, ohne seine Eigenständigkeit, ja, Eigenwilligkeit aufzugeben. Doch die Konsumenten haben bis heute noch das „alte Bild“ vom Pinotage, das gastronomisch gesehen fast ein hoffnungsloses Unterfangen darstellt. Der immer wieder zitierte Lackspray und die versengten Reifen werden auch festgestellt, wo es sie längst nicht mehr gibt. Die Pinotage-Bändigung hat nur bei den Trauben und beim Wein stattgefunden, nicht in den Köpfen der Konsumenten und Konsumentinnen. „Anscheinend bin ich nicht die einzige, die erst vom Charme des Weins überzeugt werden muss“, stellt die Kolumnistin im „Wall Street Journal“ fest.

 

Pinotage in Südafrika: eine eigene Handschrift oder ein schlechter Weinbotschafter (Foto: P. Züllig)

Doch der Pinotage ist weitgehend in Südafrika zu Hause geblieben. Es gibt zwar ein paar eher bescheidene Anbaugebiete in Kalifornien, Neuseeland, Australien, Washington und sogar  in Deutschland (ein einziger Winzer).

Der Pinotage ist und bleibt das Flaggschiff Südafrikas, das ins Schlingern geraten ist. Doch auch die Qualität der traditionell angebauten und vinifizierten Pinotages ist massiv verbessert worden. Daraus ist ein Wein geworden, der auch als die „Urgewalt des Pinotage“ bezeichnet werden kann, die „ihre schwarze grimmig-animalische Seele abgelegt hat“ und auch für den Weinliebhaber eine Alternative darstellt zu den Weinen, die sich immer mehr ähneln, ob sie nun aus Frankreich, Kalifornien, Australien und auch Südafrika kommen.

Inzwischen wurde beim Pinotage auch ein Stil entwickelt, der schon fast mehrheitsfähig ist, der „Schokoladenwein“. Der Weinkritiker und -autor Sigi Hiss spricht von „Mokka und Räucherspeck“ und von einer „überfallartigen Invasion von Espresso,“ die den Pinotage mit seinem schokoladenen Anstrich einem breiten Publikum näher bringen kann. 

12. Juli 2014

 

Noch 13 Tage, dann startet die Weinrally schon wieder. Kaum ist das Thema „Vinocamp“ etwas verklungen, nimmt die Weinrallye (Ausgabe 76!) Fahrt auf. Diesmal in den weiten, weiten Süden, nach Südafrika.


Dort wurde in den Zwanzigerjahren eine Rebsorte gezüchtet, deren Qualität bis heute (in Weinkreisen) umstritten ist. Für die einen gehört Pinotage, so heisst die Rebsorte und der daraus erzeugte Wein, zum besten, was an neuen Rebsorten in den letzten 50, 100 Jahren eingeführt wurde; für andere ist Pinotage ein Irrweg, eine schlechte (oder überflüssige) Anekdote in der neueren Weingeschichte.
Die aktuelle Ausgabe der Weinrallye schlängelt sich wohl dazwischen hindurch. Es wird spannend, was die Rallye-Teilnehmerinnen und –Teilnehmer dazu meinen.


Start:             Freitag, 25. Juli 0.00 Uhr,
Zieleinfahrt:   Freitag, 25. Juli 24.00 Uhr
Rallye-Betreuer: Peter Züllig auf www.sammlerfreak.ch und auf der für alle offenen Facebook-Seite „Wein im Gepäck“.

 

Es lohnt sich, den sicher spannenden Anlass nicht zu verpassen. Hier und auf unserer Gruppenseite auf Facebook alle Informationen und am Rallyetag sofort alle Links zu den Beiträgen in euren Blogs.

Er ist weder hässlich, noch rüpelhaft, weder uncharmant noch charakterschwach, er kann sogar leidenschaftlich sein – und trotzdem wird er kaum geliebt. Nur eines ist er nicht: lieblich. Er stellt seinen Mann in (fast) in allen Lagen, zeigt Farbe, hat Substanz, Kraft und Volumen. Wenn man ihm begegnet, erinnert man sich lange an ihn. Pinotage, die Rebsorte, der Wein aus Südafrika.
1924 erblickte er in Stellenbosch die Welt. Sein Vater hiess Cinsault, sein Mutter Spätburgunder, Hebamme war der Önologe Professor Abraham Isak Perold an der Universität Stellenbosch. Es dauerte fünfunddreissig Jahre bis der Pinotage flügge wurde und eigenständig in der südafrikanischen Weinwelt auftreten durfte. Alle Versuche, auch international – vor allem in Europa – Wurzeln zu schlagen, sind (mehr oder weniger) gescheitert. So ist er halt in Südafrika geblieben. Bis heute!
Doch als Wein kommt zu uns. Nicht in allzu grossen Mengen, aber gut organisiert, leicht erhältlich in Fachgeschäften, die sich auf südafrikanische Weine spezialisiert haben. Er ist – im Verhältnis zur Qualität – nicht speziell teuer, dafür speziell eigenständig. Da gibt es sogar Leute, auch Weinkenner, die setzen ihn an die Spitze der südafrikanischen Weine.
Irgendwie passt er nicht in ein Links-rechts-, Unten-oben-, Vorne-hinten-Schema. Gehört er gerade deshalb zu meinen hochgeschätzten Weinen? Da gibt es viel zu reden, zu schreiben, zu diskutieren, zu verkosten. Es könnte eine interessante Rallye werden!