Gedanken und Reaktionen

30. März 2012

 

Gestern vor hundert Jahren......

 

ist Karl May gestorben. Er hat ein Werk hinterlassen, das - marathonmässig ohne Unterbruch gelesen - 51 Tage (und Nächte) ausfüllt (Weltrekord im Dauerlesen). Wie habe ich einst - als Kind - die Figuren von Karl May geliebt und gehasst, dann aus den Augen verloren und vierzig Jahre später wederentdeckt. Ich bin ihnen begegnet beim Stöbern in einer Bücherkiste vor eine Buchhandlung in Hamburg. Zugegeben, die Gestalten und Landschaften waren nicht mehr jene der Kindheit. Sie sind mit mir erwachsen geworden. Als Erwachsener bin ich also wieder eingestiegen in das Abenteuer Karl-May. Mein Abenteuer besteht aus einer Sammlung: zuerst die Bücher, dann die Filme, später die Elastolin-Figuren, die Comics, die Starschnitts, die Erstausgaben, die Lieferungshefte..... Es hört nicht mehr auf... Und dies ist nur eine meiner mit Leidenschaft aufgebauten Sammlungen. Nicht einmal die grösste, sicher aber die vielfältigste. Eine Sammlung, die mich (und viele mit mir) in Welten entführt, die es so nicht gibt, und die doch ganz real sind... in Alltag, in unseren Begegnungen, in unserem Verlangen, in unseren Hoffen und Lieben.

Meine Homepage "sammlerfreak.ch" befasst sich also nicht nur mit Karl May, auch mit Wein, mit Kugelschreibern, mit Kunstausstellungs-Katalogen, mit Weihnachtskrippen, mit Santons...

Meine vielen Sammlerfreunde mögen mir verzeihen, hundert Jahre sind aber ein Markstein, der es wert ist, das Thema Karl May für einmal in den Mittelpunkt zu stellen. Für kurze Zeit. Denn ich werde den Wettbewerb zum Thema Karl May weiterführen, über Veranstaltungen berichten, eine umfassende Liste der Medienberichte zusammenstellen, und, und, und...

Vor allem werde ich einen Teil meiner Sammlung in einer Ausstellung "im Grünen" zeigen, in einer Gärtnerei - nicht in einem Literaturhaus. Zwar ist inzwischen Karl May mit seiner ganzen Phantasiefamilie auch bei den Literaten angekommen. Endlich - möchte man sagen.

Doch mein Karl May lebt im Grünen, in der Natur, dort wo sich Pfützen noch in Silberseen verwandeln lassen und das Moor zum Salzsee wird. Darum muss der andere Karl May - jener meiner Sammlung - für einmal auch hinaus, wenigstens für drei Wochen...

Ich widme meine bescheidene Ausstellung - ohne grosses pädagogisches Konzept - allen Menschen mit Phantasie, den echten Erben von Karl May.

In diesem Sinn lege ich - ohne grosses Pathos - eine Blume auf das Grab des Schriftstellers (in der Phansie natürlich) und es darf sogar eine Rose sein.

Herzlich

Ihr/Euer Peter (Züllig).

 

Zu den Medienberichten

23. Januar 2012

 

Aufruf - Start des Wettbewerbs

 

Am 30. März 1912 – also vor hundert Jahren – starb in Radebeul Karl Friedrich May. Er war und ist (wohl bis heute) der meistgelesene deutsche Schriftsteller. Hinterlassen hat er ein riesiges, faszinierendes Werk, das auch heute noch gelesen, neu aufgelegt und unglaublich kontrovers besprochen wird. „Karl May bleibt aktuell, weil er mit seinem Werk das Weltbild seiner Lesermassen auch jenseits seiner Zeit geprägt hat.“(Zitat Süddeutsche Zeitung, 6.12.2011)

 

Auch ich habe etwas mitbekommen von dieser Prägung. Einerseits - als ich damals als Schüler seine Bücher verschlungen hatte. "Mein roter Bruder Winnetou" wurde zu meinem besten Freund. Dann habe ich ihn, Winnetou, aber auch Karl May und all seine Gestalten aus den Augen verloren, jahrzehntelang. Bis ich eines Tages als leidenschaftlicher Sammler seine Spuren wieder entdeckt habe, ihnen gefolgt bin, wenn möglich bis in die verstecktesten Winkeln der Wälder, Wüsten und Prärien.

 

So ist meine Karl-May-Sammlung entstanden. In diesem Jubiläumsjahr möchte ich nun die interessantesten Objekte einem grösseren Kreis bekannt machen. Vielleicht - wenn ich ein geeignetes Ausstellungslokal finde - durch eine Ausstellung nach einem längst vorhandenen eigenen Konzept.

 

Auf meiner Homepage veröffentliche ich in diesem Jahr auch Hinweise, Besprechungen, Bilder und Hinweise auf Veranstaltungen und Diskussionen in sozialen Netzwerken (Internet).  

 

Vor allem aber beginne ich heute unter dem Titel „Mein roter Bruder“ einen Wettbewerb, der wöchentlich erneuert wird und immer mit einem kleinen Preis verbunden ist.

 

Zum Wettbewerb

Zu den bisherigen Fragen - Auflösung und Erklärung