Willi Olbrich

05. September 2016

 

Abschied von 

Willi Olbrich


Vor fast vier Jahren, am 7. Oktober 2012, ist unser Freund Willi Olbrich von uns gegangen. Als ob er gespürt hätte, dass der Tod schon auf dem Weg war, hat mich der Sammlerfreund eine Woche vor seinem unerwarteten Herzversagen in seine Karl May Stube geladen. Wir haben zusammen die Sammlung angesehen, und ich habe da und dort mein Interesse angemeldet, sollte er sich von dem einen oder anderen Sammlerstück trennen können.

Es kam nicht dazu! Der Tod hat ihn vorher eingeholt. Die Sammlung blieb nun fast vier Jahre lang intakt - so wie er sie aufgebaut hat. In memoriam! Nun es aber soweit: Ein Nachkomme mit Kindern zieht in das Haus ein. Das Karl-May-Zimmer wird gebraucht; es muss auch renoviert und umgebaut werden. Dies ist der Augenblick, wo sich eine Sammlung in Einzelteile auflöst. Verkäuflich, unverkäuflich, interessant, weniger interessant... Wer will da entscheiden? Willi Olbrich hat ähnlich gesammelt, wie ich sammle: Der Inhalt war ihm viel wichtiger als die Form. Der Inhalt eines Buchs war für ihn entscheidender als der Goldschnitt. Das ehrt ihn, erschwert aber die Auflösung der Sammlung. Weiter lesen hier

10. Oktober 2012

 

Willi Olbrich hat uns verlassen

 

Willi Olbrich ist tot. Er, der die Schule des Fährtenlesen in seinen historischen Dimensionen beherrschte – wohl besser noch als Winnetou und Old Shatterhand in Karl Mays imaginären Welt – musste die Fährte verlassen: plötzlich, unerwartet – für uns, die wir uns noch auf irdischen Fährten bewegen – unglaublich brutal.


„Und doch sollte man am Grabe eines guten Menschen nie trauern; der Tod ist ja der Bote Gottes, welcher uns nur naht, um uns empor zu führen zu lichten Höhen…. Das Leben ist ein Kampf, man lebt um zu kämpfen, und man stirbt um zu siegen.“ (Karl May in „Von Bagdad nach Stambul“)

Willi, jetzt hast Du um mit Karl May zu sprechen – gesiegt!

 

Alle Freunde und Bekannte von Willi Olbrich können sich hier in das Kondolenzbuch der Karl May Freunde eintragen.

www.karlmayfreunde-schweiz.eu

17. Oktober 2012

 

Wiler-Zeitung

 

Tagblatt Online, 16. Oktober 2012 01:35:00

Abschied von Willi Olbrich

Zoom

SONY DSC (Bild: Jörg Roth)

 

Zahlreiche Menschen nahmen gestern auf dem Friedhof Wil von Willi Olbrich Abschied. Olbrich starb am 7. Oktober 78jährig. Der gebürtige Oberösterreicher lebte nicht nur in Wil, er befasste sich als «Geschichtenforscher» intensiv mit der Äbtestadt. Bekannt war er auch als grosser Karl- May-Fan. Dessen Werk und Wirken begeisterten ihn seit seinem 13. Lebensjahr. (red.)

15. Oktober 2012

 

Willi Olbrich hat uns verlassen

 

 

Adieu Willi.

Du wirst weiterleben -  in unseren Herzen

Wir danken Dir!

 

17. Oktober 2012

 

Kurze Meldung im Wiler-Tagblatt (Online) 


Willi Olbrich zum Gedenken. Hier seine letzte irdische Fährte. Sie wird noch lange lesbar und wegweisend sein!

Abschied

 

Am Montag, 15. Oktober 2012 um 14.00 Uhr nehmen wir Abschied
von Willi auf dem Friedhof Wil (SG).

Anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofkapelle Will.


Die Karl-May-Freunde, welche Willi auf der letzten Fährte

begleiten, treffen sich um 13 Uhr im Rest. Stadthalle Wil, vis-a-vis Bahnhof.

Nachruf auf den Tod von Willi Olbrich (Freie Presse)
.
HOHENSTEIN-ERNSTTHAL

Stadt trauert um ihr Karl-May-Double

Der Tod von Willi Olbrich löste bei vielen Hohenstein-Ernstthalern Entsetzen aus.Der Schweizer war mehr als nur ein Fan.
Willi Olbrich (freie-presse).pdf
Adobe Acrobat Dokument 327.0 KB
Bild: Walter Suter
Willi Olbrich (Bild Walter Suter)

12. Oktober 2012

 

Auf Seite 9 der „Wiler Nachrichten“ erschien am 12. Oktober eine Würdigung von Walter Sutter. Hier der Wortlaut. Der Artikel ist auch auf www.wiler-nachrichten.ch abzurufen.

 

Willi Olbrich zum Gedenken

 

WIL Am vergangenen Sonntag ist der Wiler Geschichtsforscher Willi Olbrich im Alter von 78 Jahren verstorben. Der in Wels, Oberösterreich, aufgewachsene Wiler Bürger – seit 1972 – ist vor allem durch seine zahlreichen, lokalgeschichtlichen und intensiv recherchierten Publikationen über Wil bekannt geworden. Die Liebe zu Wil liess ihn Geschehnisse vergangener Zeiten – wie auch der Gegenwart – besonders interessant darstellen. Sein in der Bevölkerung wohl bekanntestes Werk, das er in Zusammenarbeit mit Werner Warth und Roland Stadler herausgegeben hat, ist «GastlichesWil» (1989).

Willi Olbrich war auch ein bekennender Karl May-Liebhaber. Verschiedene Male weilte er in Ernstthal (D), dem Geburtsort von Karl May. Ein Höhepunkt war zweifelsohne, als er wegen seiner offensichtlichen Ähnlichkeit als Karl-May-Double am Jubiläumsumzug teilnehmen durfte. Er schrieb auch das Theaterstück «Die gestohlene Taschenuhr», das biografische Züge von Karl May aufzeigte. Willi Olbrich war aber auch uns Journalisten gegenüber stets aufgeschlossen und hilfsbereit. Er stand zur Verfügung, wenn sein umfangreiches Wissen gefragt war. Wir werden Willi vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. (Abdankung: Montag, 15. Oktober, 14 Uhr, Friedhof Wil; anschliessend Trauergottesdienst in der Friedhofkapelle)

12. Oktober 2012

Fährtenlese

Hier werden - in loser Folge - Stationen von Willis Leben und Schaffen aufgezeigt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Einfach Wegsteine in seinem Leben, vor allem in den letzten Jahren.

Anerkennungspreis der Stadt Will an Willi Olbrich


Werner Warth stellt an der feierlichen Preisübergabe den Autor und Historiker Willi Olbrich ausführlich vor. Der heute 77-Jährige wurde in Wels, Oberösterreich, geboren und ist seit 1976 Wiler Ortsbürger. Er identifiziert sich mit seiner neuen Heimat, was man aus der langen Liste der Publikationen über Wil sieht: Befestigungsanlagen der Stadt Wil, Gastliches Wil, Die Friedhöfe von Wil, Johann Georg Müller, Architekt-Maler-Dichter, Der Wiler Bürgertrunk, und andere mehr.
Willi Olbrich sei auch ein exzellenter Kenner von Karl May – wahrscheinlich der beste im europäischen Raum. Werner Warth stellte die Werke von Willi Olbrich als wertvolle „Trüffel“ dar. Nur mit unendlicher Geduld und Hartnäckigkeit hätten die erforderlichen Informationen aufgespürt und ausgegraben werden können. „Es braucht Spürsinn, eine 'Nase', um bei der Suche nach Dokumenten fündig zu werden. Und Sinn und Nase hat Willi Olbrich wie wohl kein Zweiter! Und er hat reichlich Funde gemacht.

(Auszug aus „info-Wil“ vom 18.12.2011)

12. Oktober 2012

 

Winnetous letzter Zweikampf

 

Eine Geschichte, erdacht von Willi Olbrich. Sie handelt von der letzten Begegnung Old Shatterhands mit Winnetou. Es ist ein Hörspiel, welches Meike Anders diesen Frühling veröffentlicht hat. Der letzte Zweitkampf wurde unerwartet zum Testament Willis für seine Karl May Freunde.

 

Die Erzählung stellt eine Fortsetzung von "Winnetou 3" sowie "Winnetous Erben" der Gesammelten Werke dar.


Handlungsorte:
Karl Mays Studierstube und am Grab Winnetous. Winnetou, Häuptling aller Apatschenstämme, ist tot!
Karl May erzählt seiner Frau Klara von einem Geheimnis, dass er seit 35 Jahren mit sich herumträgt und eng mit Winnetous Tod verwoben ist. Er hat sich wegen der vielen Anfeindungen gegen ihn nie getraut, dieses Erlebnis zu erzählen, doch nun möchte er seine Seele davon befreien und gibt Einblicke in intimste Bereiche und Bindungen der beiden Blutsbrüder.
Auch klärt er, warum er nie auf das Felsenschloss von Tatellah Satah durfte, obwohl Winnetou diesen so oft darum gebeten hatte und ob Winnetou wirklich ein Christ war, wie er mit den letzten Atemzügen behauptete.
Hohe Mächte und tiefe Verzweiflung liefern sich ein packendes Duell, welches zum hundertsten Todestag von Karl May nicht spannender sein könnte

Dass Hörspiel kostet ca. 16 € und ist erhältlich:

http://www.karl-may-hoerspiele.de/german/shop.html

http://www.karl-may.de/modules/produkt.php?nummer=A-51811

12. Oktober 2012

 

Letzter öffentlicher Auftritt von Willi Olbrich am
15. September in Wien.  Das Thema:

 

Wie modebewusst war Karl May?
oder
„Karl May und die Wiener Mode“

 

Der Titel weckt Neugier, erzeugt Spannung. Wir wissen aus sicheren Quellen, dass Karl May nicht nur ein gutes Gedächtnis hatte, sondern bei seinem umfangreichen Werk zwangsläufig auch Orientierungshilfen beizog. Wobei er auch wissen musste, wo diese zu finden waren. Herr Olbrich zeigte, bevor er auf das eigentliche Thema einging, kurz zwei Beispiele von Mays Wissen auf, die er glaubwürdig in die Handlungen mit einbezog:

 

  • Im Band 4 der Radebeuler Ausgabe „In den Schluchten des Balkan“ setzt er z.B. im Kapitel Der Vampyr auf Seite 414 wie ganz selbstverständlich folgenden Satz ein: "Dann brachte der Kerl jenes sausende Geräusch hervor, welches ich einmal im Wiener Wurstelprater gehört hatte, als im Kasperltheater der Teufel den Doktor Faust holte". Glaubwürdiger geht es wohl nicht mehr!
  • •Das zweite Beispiel seines Wissens liefert May im „Winnetou I“ (Radebeul), im Kapitel „Ein Greenhorn“ auf Seite 68: "Wenn Ihr es euch wirklich in den Kopf gesetzt habt, als Ritter aufzutreten, so spielt den Ritter Toggenburg, aber keinen anderen..." Ritter Toggenburg ist eine Ballade von Friedrich Schiller, die May gekannt haben muss, ohne irgendwo nachzusehen.

Dann leitete Herr Olbrich über zur "Wiener Mode" in „Der Weg zum Glück“, wobei er vermutlich erstmals ein Thema aufgriff, das seines Wissens bislang wenig Beachtung fand: Die Damen- und Herrenmode wie sie May, bzw. der Illustrator, in der in Wien um 1888 spielenden Handlung skizziert. Ist es reine Fantasie, wenn
er vom "feschen Wiener Anzug nach dem allerneusten Schnitt" schreibt, oder "...streng zugeknöpft zeigt sich die Sängerin Ubertinka"? Herr Olbrich zeigte kurz auf - nicht rein wissenschaftlich -, woher Karl May diese  Informationen bezog, wobei sein näheres Umfeld, sein Bekanntenkreis, sicher auch den Blick auf seine
Modewelt, seinen Habitus, beeinflusste.

Die ganze Zusammenfassung des Vortrags ist hier herunterzuladen:

Wie modebewusst war Karl May ?
Letzter Vortrag von Willi Olbrich in Wien
Wie_modebewusst_war_Karl_May_2.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.8 MB