Zeitdokument 27 : Langstrasse

26. November 2016

 

«Von zwölf bis zwölf» – 24 Stunden Langstrasse (1971)
(Schweizer Fernsehen 19. November 1971)
                                 
Archiv/youtube/Tagesanzeiger

 

Aufgegriffen hat die Geschichte der Tagesanzeiger; die Geschichte eines Dokumentarfilms, von der (fast) niemand mehr etwas weiss oder wissen wollte,

Hier zuerst einmal das Filmdokumtent aus dem Jahr 1971 (Archiv: Schweizer Fernsehen)

Bericht von David Sarasin, Redaktor Zürich
25. 11. 2016:

Die unbekannte Langstrasse

Die Dokumentation «Zwischen 12 und 12» von 1971 wirft einen ungeschönten Blick auf den Kreis 4. Die Musik lieferte Jazzer Spoerri.

Der Film wurde wieder entdeckt.

Die "Räuberhöhle" - Heimat und Zufluchtsort vieler "Gestrandeter". (Bild: Screenshot «Zwischen 12 und 12» )
Die "Räuberhöhle" - Heimat und Zufluchtsort vieler "Gestrandeter". (Bild: Screenshot «Zwischen 12 und 12» )

"Verschollen" war der Film eigentlich nicht. Er landete nur im "Giftschrank" des Fernseharchivs oder wurde einfach als "unauffindbar" erklärt, weil man die entsprechenden Dateikärtchen aus dem Archivschubladen entfernt hat. Damals war das Archiv längst nicht digitalisiert und basierte auf einem Karteikarten-System, das nach verschiedenen Kriterien (Titel, Sendung, Autor, Thema etc.) angelegt war. Etwas verschwinden lassen, oder eben in den "Giftschrank" legen war noch einfach. Die Filme oder Sendungen blieben zwar (meist) physisch erhalten, niemand wusste aber so richtig wo. Zu dieser Art von Filmen gehörte auch dieser Dokumentarfilme von Gianni Paggi (Regie und Autor) und Max Rüeger (Text). Grund der "Verbannung" des Films war die Intervention des damaligen Stadtprädienten von Zürich, Sigmund Widmer. 
Ich selber war nicht an diesem Projekt beteiligt (ich arbeitete damals als Journalist in der Regionlsenudung von SFR "Antenne", hatte aber im gleichen Jahr (1971) mit der gleichen "Verbannung" zu kämpfe, wegen eines kurzen Berichts über die gepante Waldstadt, "Sigi-Ville mit U-Bahn Anschluss", der nicht gerade positiv ausfiel. Vor allem aber war ich über viele Jahre mit mit fast allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Produktion über Jahre befreundet. Wir haben damals viel über den Film (und die Umstände der Produktion und des "Verschwindens" gesprochen.

Weiterlesen hier - mit Link zur Sendung "Von Zwölf bis Zwölf"

Innerhalb von zehn Stunden das Dokument (Es wurde am 25.11.2016 im Archiv SRF veröffentlicht) rund 5'000 Zugriffe und knapp 50 "likes".

Ich werde in der Folge noch einige Erinnerungen, Dokumente und Hinweise zu dem damaligen Schaffen am SFR hier einstellen. Dranbleiben!