Wein Rally #54 - Region im Glas

Michaela Loidl:

 

Bio Wein Online

Weinrallye #54 Region im Glas

 

Kärnten. Ein Bundesland das bei vielen nicht wirklich gute Emotionen auslöst. So auch bei mir, aber es geht ja nicht um Politik sondern um Wein. Seit einigen Jahren gibt es nun Kärntner Wein. Angebaut wird auf fruchtbaren Land ein wildes Rebsortentohuwabohu. Von Riesling bis Veltliner, von Sauvignon bis Gewürztraminer bis hin zum Müller Thurgau. Rot schaut das Bild nicht viel anders aus, es gibt Zweigelt und Blaufränkisch, einiges an Roesler, Blauburger und Merlot…

Stefan Schwytz:

 

baccantus

Weinrallye #54 – Region im Glas – La Clape

 

La Clape, eine besonders reizvolle Region, die einige außerordentlich bemerkenswerte Weine hervorbringt, ist das kleine Kalkstein-Bergmassif La Clape. Mit ca. 15‘000 ha liegt es im Departement Aude zwischen Narbonne, Gruissan und dem Mittelmeer.

Christian Lersch:

 

weinreich-blog

Weinrallye #54 – Region im Glas: Apfeldessertwein aus dem Westerwald zu Crêpe gefüllt mit Erdbeeren, Minz-Pesto und Vanilleeis im Pistazienmantel

 

Dieses mal haben wir das Wein-Thema mal ein wenig weiter gefasst und ich nehme dieses mal nicht Wein von Trauben sondern von Äpfeln. Und zwar nicht weil mir zu diesem Dessert kein süßer Wein aus Trauben eingefallen wäre, sondern weil dieser Wein mindestens genauso gut zu dem Thema Region im Glas passt.

Julia Richter:

 

German Abendbrot

Weinrallye #54: Region im Glas mit – natürlich! – Riesling aus dem Rheingau

 

“Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muß mähen.
Und wer mäht, muß säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.”

So schreibt Erich Kästner in seinem Monatsgedicht “August”, an das ich mich in diesem heißen, faulen, taumeligen Monat oft erinnert habe. Und wie das Jahr die Sommertage gemäht hat! Mit Temperaturen bis zu 40 Grad hat die Jahreszeit noch mal versucht, ihre Ehre wieder herzustellen, nachdem Juni und Juli ja eher so lala waren.

 Joachim Kaiser:

 

Vinositas

Terroir, mon amour et ma peine

 

Mit der Hacke in der Hand lauscht der Winzer schweigend dem verzweifelt-hoffenden Dialog einer Pflanze mit ihrem Schöpfer, verwurzelt in der Tiefe, auf der Suche nach ihrem Selbst, einer Pflanze, die ihr Leiden überwindet und sich dem Terroir hingibt wie einer Erlösung.“ (Jean-Michel Deiss, biodynamischer Winzer, Zit. Tino Seiwert)

26.05.2012

 

Weinrallye ≠51 Zusammenfassung und Verlinkung

 

Zusammenfassung und Abschluss der Rallye durch den Gastgeber

 

Eigener Kommentar:

Die „Domina“ hat die Blogger und Bloggerinnen offensichtlich nicht allzu sehr angeturnt. Waren es beim Naturwein (Weinrallye #50) noch mehr als 30 Beitrage, so habe ich bis heute nur deren sieben zur Domina gefunden. Auch das mit dem „Verlinken“ klappte nicht gerade vorzüglich. So musste ich die Beiträge ordentlich „zusammenkratzen“. Vielleicht habe ich den einen oder anderen auch übersehen. Ich werde jedenfalls – mit der Zusammenfassung des Gastgebers – nochmals auf das Thema zu sprechen kommen. Hier nur so viel: Die Domina ist offensichtlich:

 

a) in gewissen Gegenden schwierig aufzutreiben

b) eine nicht überall bekannte Rebsorte

c) bei Weinliebhabern nicht allzu sehr beliebt

 

Ich meine aber, gerade solche Themen sind besonders interessant und anregend. Für mich viel interessanter als der x-te Aspekt betreffend Rieslinge, Bordeaux, Pinot Noir etc. Hoffentlich trudeln noch einige Nachzügler ein. Jedenfalls ist das Thema für mich noch nicht abgeschlossen.

 

Verlinkung der Beiträge

 

Siegfried Pedrini (Gastgeber der Rallye #51): Domina, wie sie mich heute dominierte…

Torsten Goffin: Veronica Ferres, halbtrocken…

Carsten Henn (Vinum): Domina – Die Herrin Frankens

Peter Züllig: (K)eine Liebesgeschichte in drei Akten

Sanny Krug: Domina – eine herrische Rebsorte

Cordula Eich: Domina

Victoria Hendgen: Ahrtaler-Domina-Zwiebel-Chutney

25. Mai 2012

 

Weinrallye  ≠ 51: Domina

 

(K)eine Liebesgeschichte in drei Akten

 

 

Erster Akt

 

Es war vor gut zehn Jahren, als ich ihr zum ersten Mal begegnet bin, der Rebdame Domina. Ich gebe zu, es war auch bei mir vor allem ihr Name, der mein Interesse weckte, sonst wäre ich wohl an ihr vorbeigegangen, wie an so vielen Dingen der Natur, des Lebens und des Genusses. Meine Freunde verkosteten auf einem ausgezeichneten fränkischen Weingut Rieslinge; mir – dem Rotweintrinker – schenkte die Winzerin ihre „Domina“ ein. Der Name war attraktiver als der Wein, doch dies liess die Hausherrin nicht auf sich beruhen. Der erste Akt endete in einer heftigen Diskussion, in der wir nicht zusammen kamen; wir: die Winzerin, der Wein und ich. Eine Flasche der Domina nahm ich mit in die Schweiz - um bei Gelegenheit in aller Ruhe ein nächster Annäherungsversuch zu wagen. Dazu kam es nicht, ich habe sie schnöde im Keller liegengelassen, gar nicht galant.

Zweiter Akt

 

Etwa fünf Jahre später. Wir waren eingeladen bei Freunden. Der Hausherr, ein Opernliebhaber und Wagner-Fan, soeben zurück aus Bayreuth, wollte mir, dem Weinliebhaber, etwas ganz besonderes bieten, einen Wein, den er in Franken kennen und lieben gelernt hat, die Domina. Meine Miene verriet mich. Eigentlich wollte ich höflich sein, alle Vorurteile ablegen, die Geste des Gastgebers anerkennen, dem Wein eine Chance geben. Verlorene Liebesmühe. Die Flasche (oder waren es Flaschen?) – extra aus Franken importiert – wurden von den andern Gästen mit Genuss getrunken, von mir aber ohne Begeisterung. Seither hat man mir nie mehr eine Domina aufgetischt. Auch bei meinen Wagnerfreunden nicht. Ende des zweiten Aktes.

Dritter Akt

 

Die Weinrallye wurde – vor ein paar Monaten – wieder zu neuem Leben erweckt. Ich habe mir vorgenommen, immer dabei zu sein. Doch schon das dritte Thema liess mich „erzittern“ und an meinem Vorhaben zweifeln: Domina. Was haben wir uns zu sagen oder gar zu schreiben? Nach langem Zögern – sozusagen im allerletzten Augenblick – versuchte ich in der Schweiz die Dame aufzutreiben. Noch rechtzeitig vor dem Rallye-Start. Und siehe da, ein Internetanbieter offerierte eine Domina (er ist der einzige, den ich in der Schweiz gefunden habe): Schloss Castell, Domina trocken 2008, zu 15.70 SFr. Ich möchte zwei Flaschen bestellen. Der Versuch endet beim Hinweis: Mindestbetrag für eine Bestellung: 50 Franken. Was tun? So bestelle ich eben vier Flaschen, zum Gesamtbetrag von 62.80 SFr. und warte nun auf die Dame, die in vierfacher Ausführung noch rechtzeitig vor der Rallye bei mir eintreffen sollte. Dabei überlege ich mir bereits, was ich mit ihr anstelle, wenn sich meine gesammelten Vorurteile bestätigen sollten. Einen Trost habe ich jetzt schon: „meine“ Domina ist von fürstlicher Herkunft.

Epilog

 

Das war knapp. Gestern sind die vier Flaschen – gerade noch rechtzeitig – angereist. Am Abend, beim „Souper sur l’herbe“, kam die Domina ins Glas. Ein nicht ganz freiwilliges Wiedersehen nach vielen Jahren. Und? Ihr Ruf hat sich deutlich verbessert, auch bei mir. Der auf unserem Tisch ungewohnte Bocksbeutel war wohl ein Symbol für das Besondere. Inzwischen habe ich auch gelernt, das Nicht-ganz-Alltägliche, das Besondere zu anerkennen, als belebende Abwechslung auch beim Weinkonsum. Tatsächlich verfügt diese (meine) Domina über ein Aromenspiel, das den Gaumen durchaus beleben kann durch die in allen Beschreibungen erwähnte Kirsche, etwas Brombeeren, leicht schokoladene (nicht süsse) Anklänge, Paprika und – vielleicht weil er gerade blüht – Holunder. Wenn ich es mir überlege: so aussergewöhnlich ist dies nicht. Ähnliches habe ich schon in vielen andern Weinen gefunden. Doch dann (vielleicht) die Erleuchtung. Meine Frau kam darauf: dieser Domina fehlt der Charme. Ja, das ist es wohl, was meine Beziehung zur strengen Dame so belastet: der Charme. Darum endet diese Geschichte ohne Happy-End.

NB. Drei weitere Flaschen warten jetzt in meinem Keller auf nächste Rendezvous.

 

Dies ist ein Beitrag zur Weinrallye #51 , geführt wird sie von

Siegfried Perini

 

27. April 2012

 

Weinrallye ≠ 50: Naturweine

 

Ein Unikat - zwanzig Jahre jung

 

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Bereits vor vier Jahren stand diese Flasche neben dem Computer auf meinem Pult. Ich wollte über den Wein schreiben, zögerte dann aber die Flasche zu öffnen. Es ist ein Unikat - in doppelter Hinsicht. Der Wein gehört zu den ersten Bio- oder Naturweinen der Schweiz, in die Flasche gebracht von einem Winzer, der heute als Bio-Heiliger geradezu verehrt (oder belächelt) wird.

Guido Lenz aus dem thurgauischen Islikon (Schweiz) begann schon 1980, also vor 32 Jahren, mit seinen Experimenten im Anbau und der Weinproduktion nach ökologischeren und ganzheitlicheren Methoden. Nach einigen Misserfolgen war es dann – nach fast 10 Jahren – so weit, dass auch wirklich gute, eigenständige, mitunter auch eigenwillige Weine entstehen konnten. Aus dieser Periode stammt die Flasche auf meinem Pult. Aber auch sie, die Flasche selber – zumindest das Etikett – ist ein Unikat.

 Vor vier Jahren schrieb ich in meiner Kolumne bei Wein-Plus: „Die Flasche ist mit einem handgemalten und signierten Bild des Künstlers Luciano Capello geschmückt. 1020 Bilder hat er gemalt und damit die Ernte 1991 des Ostschweizer Kleinwinzers zum Unikat gemacht: „Die Farben sind wasserfest, so dass die Etikette abgelöst und gerahmt werden kann”, steht auf dem Begleitblatt. Dieses Ablösen habe ich nicht übers Herz gebracht. Die Etikette gehört zum Wein, der Wein zur Etikette, denke ich und lagere beides weiterhin ungetrennt in meinem Weinkeller.“

Nun aber ist der „Tag der Wahrheit“ gekommen. Das Thema „Naturwein“ ist zu attraktiv, als dass ich darauf verzichten möchte, einen 21jährigen Wein vorzustellen, der aus „einem Naturrebberg, der nicht auf Maximalertrag ausgelegt ist, sondern das ökologische Gleichgewicht und Harmonie aller Lebewesen ins Zentrum des Wirtschaftens stellt.” (aus dem Leitbild des Weinguts). Heute wird die Flasche also geöffnet. Was erwartet mich? Ein längst abgebauter oder gar oxidierter, vielleicht sogar untrinkbarer Wein?

Untrinkbar ist er nicht. Wir beide – meine Frau und ich – haben ihn getrunken. Die ganze Flasche. Das will etwas heissen, denn unser weinverwöhnter Gaumen verweigert ab und zu den Zugang. Wir haben dem Wein Respekt gezollt, sogar Achtung. Mehr aber nicht. Da sind zuerst einmal die etwas gewöhnungsbedürftigen Aromen der eher seltenen Rebsorte Marechal Foch, die etwa vor etwa hundert Jahren im Elsass gezüchtet wurde. Sehr viel Zimt würde ich sagen, nur noch eine leise Spur von Kirschen, die Würze abgeschliffen, in der Harmonie von leisen Reifetönen aufgesogen. Ein gealterter, runder, aber nicht aufregender Wein.

Nein – zwanzig Jahre kann man, soll man ihn nicht lagern. Vielleicht ist es auch die ungewohnte Aromatik, die zusätzlich verwirrt. Die Schweiz hat – verglichen mit andern Ländern – ein wohlwollendes Weingesetz. Da werden interspezifische Sorten (PIWI) wie Maréchal Foch, Léon Millot, Cabertin, Monarch etc. kaum eingeschränkt oder gar verboten. Viele Biowinzer haben deshalb ihre Rebberge neu bepflanzt, fast ausschliesslich mit pilzresistenten Sorten. Nur so ist es möglich – sagen sie – in den doch eher kühleren Gegenden ohne Pestizide naturnah zu arbeiten.

Die entscheidende Frage aber ist: lassen sich diese Weine – die meist ausserhalb der internationalen Weingeschmacksnormen liegen – auch vermarkten? Guido Lenz, der Bio-Pionier hat kaum Mühe. Seine Weine transportieren auch ein gutes Stück Ideologie. Als selbsternannter Schamane wendet er sich an „Menschen, die sich für gesunden Boden und Schönheit in der Landwirtschaft interessieren. Menschen, die sich für Rituale im Weinberg und Heilarbeit interessieren.“ Aus diesem Grundgedanken sind interessante Projekte entstanden, wie Engelwurz (ein soziales Projekt mit Jugendlichen), Vogelgespräche (Wohnen im Zirkuswagen und Vögel vom Traubenfrass abhalten), Froschtage (24 Stunden in der Natur leben) und, und, und….

Ich begreife all die, denen da zu viel Ideologie dahinter steckt. Mir jedenfalls geht es so. Ich möchte einen guten Wein trinken, mit viel – um den Modebegriff zu verwenden – Terroir, Eigenständigkeit, Authentizität; ein Produkt, das gewachsen, gereift ist, die Natur noch spüren lässt. Einen ideologischen Überbau brauche ich eigentlich nicht. Im Gegenteil: er stimmt mich skeptisch, lässt mich zurück, drängt mich zum Aussteigen

Deshalb habe ich mir wieder einmal drei Rotweine aus dem Weingut von „biolenz“ besorgt und getrunken. Ja, getrunken und nicht nur verkostet: „Isslisberger Assemblage“, „Muscat bleu“ und „Cuvée Barrique Isslisberg“. Und? Ehrlich gesagt: irritiert war ich schon, als ich zuerst die Isslisberger Assemblage im Glas hatte. Er war einfach so ganz anders. Im Hinterkopf tickte es: „naturnah, naturnah, naturnah….“. In der Nase aber hatte ich wenig, der „fruchtige Gesamteindruck vom Isslisberg“ wollte sich mir einfach nicht mitteilen. Bin ich schon so an gängige Nase von Pinots, Bordeaux, Merlots etc. gewöhnt? Hat sich die Vorstellung, wie ein Wein sein muss, schon so tief in mir eingenistet?

Verunsichert habe ich den Wein dem Gaumen zugeführt, getrunken… Und? Es sind wohl vor allem die Rebsorten, welche die Andersartigkeit ausmachen. Alles „Piwie“, pilzresistente Sorten: „Baco Noir“ eine junge, kanadische Züchtung, „Leon Millot“ und „Maréchal Foch“ beides alte Züchtungen von Kuhlmann aus Frankreich. Vielleicht ist es dieses „andere Geschmacksbild“, das mir den Zugang zum „naturnahen Wein“ nicht gerade erleichtert.

Mit der Zeit – im Verlauf des Abends – habe ich mich daran gewöhnt. Doch ich gebe zu, es fällt mir nicht leicht, zur Beschreibung des Weins die richtigen Begriffe zu finden. „Paranuss“ steht in Detailbeschrieb einer Önologin. Hilfe! Was ist Paranuss – vor allem: wie riecht sie? Keine Ahnung. Auch googeln hilft da nicht viel weiter. Eigentlich bin ich eher mit dieser Andersartigkeit beschäftigt, als mit der Naturnähe.

 Nicht viel anders geht es mir beim zweiten Wein, dem „Muscat bleu“. Bisher noch gehört, noch nie getrunken. Eigentlich eine Tafeltraube, die nur selten gekeltert wird. Und der Wein? Die Önologin muss mir helfen: „In der Nase begrüssen Rose, Muskat und Marzipan wie aus 1001 Nacht – Amaretto, Süss- und Sauerkirsche und schliesslich trumpft der Holunder auf. Im Mund schmeichelt ein leichter fruchtiger Cassis, die rote Johannisbeere und eine Überraschung aus Lavendel….“ „Tausend und eine Nacht“, ich muss es gestehen, ist mir vertrauter, in die Nähe des Weins habe ich die legendäre Märchensammlung bisher noch nie gestellt. Doch der Schamane sagt: „Es ist ein Meditationswein und öffnet das dritte Auge. Die Gaben vom „Muscat bleu“ sind Transparenz und Erhöhung.“ Das dritte Auge hat sich bei mir noch nicht geöffnet. Und Transparenz? Lass der Meditationszeit, die sicher noch kommen wird. Beim dritten Wein, der „Cuvée Barrique“, sind mir zumindest die Holznoten vertraut. Auch für die übrigen Aromen finde ich eher wieder vertraute Begriffe, wie Kaffee, rote Früchte, schwarze Schokolade….

Himmel, auf was habe ich mich da eingelassen? Auf Naturweine, auf Ideologie, auf „Bio“, auf interspezifische Rebsorten, auf „neue“ Weine? Ich weiss es nicht. Wohl von all dem etwas. Doch ich bin dankbar für die Erfahrung. Ob ich ab und zu bei diesen Weinen bleibe, noch mehr Erfahrungen mit anderen „Naturweinen“ suche, weiss ich nicht. Jedenfalls habe ich einen gewaltigen Sprung gemacht, vom ersten „Naturwein“ bis zum jüngsten Wein des gleichen Winzers. Heimlich freue ich mich, dass ich von jedem der drei Weine nicht nur eine, nein drei Flaschen gekauft habe. Sechs stehen also noch im Keller. Dazu drei weisse Weine, die ich noch nicht angetastet habe. Es steht mir also noch einiges bevor. Vielleicht wächst – wie so oft im Leben – die Liebe mit der Gewöhnung.

Herzlich

Peter

Hier die Links:

Das besprochene Weingut Biolenz 

Diskussion zum Thema Naturwein auf Wein im Gepäck

Federführender Blog: Weingut Lisson

Alles über die Weinrallye: Winzerblog

Auf Facebook: Weinralley

 

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16. März 2012

 

Weinrallye # 53 Schweizerwein

 am 20. Juli 2012 von 0.00 uhr bis 21. Juli 2012 0.00 Uhr

 

auf www.facebook.com/sammlerfreak

 

Auf den ersten Blick vielleicht ein etwas exotische Thema. Doch es gibt ihn, den Schweizerwein, allen Unkenrufen zum Trotz. Die Schweiz ist mit knapp 15‘000 Hektaren Rebland ein kleiner und wenig bekannter Weinproduzent, vor allem im Vergleich mit Nachbarn wie Frankreich und Italien. Nur ein ganz kleiner Teil der Gesamtproduktion von Schweizerwein wird exportiert (gerade mal 2-5 %). Schweizerweine sind also ausserhalb der Schweiz nur schwer erhältlich. Sozusagen eine Rarität.

Quinten: Rebberg "ennet em See" - nur mit dem Schiff zu erreichen
Quinten: Rebberg "ennet em See" - nur mit dem Schiff zu erreichen

Also ein (zu) sperriges Thema, für eine Wein-Rallye? Ich glaube nicht! Vor allem weil ich das Thema gern breit fassen würde: Nicht nur Wein aus der Schweiz, vielmehr die Schweiz in der grossen Weinwelt. Also Erfahrungen mit der Schweiz, mit Schweizern und ihrem Verhältnis zum Wein. Da hat – so meine Erfahrung – fast jeder etwas zu erzählen. Sei es vom Urlaub in der Schweiz, von Erfahrungen in den Schweizer-Restaurants, von Weinerlebnissen, von den Bergen, in denen es ganz spezielle Weine gibt, und, und…

Der eine oder andere Schweizerwein gelangt sogar ins Ausland. Gantenbein ist so ein Vorzeigeprodukt. Aber auch die Walliser-Weine oder der Tessiner Merlot, der (vor allem in Deutschland) oft geschmähte Chasselas aus der „Welschschweiz“ oder der Müller-Thurgau aus der Ostschweiz, der hier noch standhaft mit Riesling-Silvaner bezeichnet wird.

Am Genfersee
Am Genfersee

Vielleicht hat der eine oder andere sogar Erfahrung mit Kauf- oder Verkauf von Weinen in der Schweiz; mit Präsentationen von Weinen bei den doch eher als konservativ verschrienen Eidgenossen; mit Verkostungen oder Wettbewerben im Vergleich mit andern Ländern oder Rebsorten; mit Begegnungen im Handel, in der Wein- oder Winzerszene.

Ich meine sogar, Themen wären zugelassen, wie: „was trinke ich zu speziellen Schweizergerichten?“ Zu der Berner-Rösti, dem Züri-Geschnetzelten, dem Käse-Fondue, den Älplermagaronen…? Gerichte, welche die Schweizer-Grenzen längst überschritten haben und auch in andern Ländern auf der Speisekarte stehen. Passt dazu nur ein Schweizerwein oder gibt es andere Weine, die besonders gut mit diesen Gerichten harmonieren.

So weit gefasst ist das Thema nicht nur machbar – auch für jene, die keine Schweizerweine „beim Händler ihres Vertrauens“ oder gar in den Regalen des Discounters finden können. Zudem gibt es auch in Deutschland Online-Shops – wie zum Beispiel „Lionhouse“, die rasch und zuverlässig gute (und weniger gute) Schweizerweine liefern, ohne lästige Zollbehinderungen durch die Schweizer EU-Abstinenz.

Ich freue mich natürlich auf ein möglichst breit gefächertes Spektrum und die Teilnahme von vielen Weinliebhabern aus andern Ländern, denn als Schweizer Rallye-Fahrer kenne ich auch in meiner Beziehung zum Wein keine Grenzen. Hoffentlich geht es möglichst vielen Mitfahrern ebenfalls so.

Herzlich

Peter

09. März 2012

 

 

Wein-Rallye #49 - Müller-Thurgau

ausgerichtet von http://cucina-casalinga.blogspot.com  (Alle Beiträge verlinkt!)

 

    Mein Beitrag:

    Das ungeliebte Kind

 

Mein Beitrag, die Zusammenfassung und die Links zu allen TeilnehmerInnen sind hier zu finden.

13. Februar 2012

 

Hurra, die alte Weinrallye

ist fast wieder da!

 

Sang- und klanglos ist sie eingeschlafen, die alte, beliebte Weinrallye. Niemand wusste so genau warum. Einfach weg. Adee! Schüchterne Nachfragen auf der Rallye-Seite von facebook.com blieben ungehört.

 

Dann aber kam eine weniger schüchterne Anfrage. Und nun rollt sie doch  wieder. Vielleicht in etwas anderer Form. Wenn ich die Botschaft von Thomas

(dem Initiant der Rallye) fei interpretiere, dann steckt doch ziemlich viel Frust und Enttäuschung dahinter. Ich kann da nachfühlen. Oft geht es mir genau so. Einst versackte das wein-plus-forum zu einem recht müden Haufen letzter Mohikaner. Zwar viel gelesen, aber kaum zur echten Dislkuission benutzt. Und es öffnet sich ein Blog nach dem andern, eine Homepage löst die nächste ab, neue Events werden geschaffen und verschwinden wohl auch wieder.

 

Ich gebe zu: ich müsste von Blog zu Blog, von Website zu Website hüpfen, wollte ich all die vielen Kontakte und Freundschaften aufrecht erhalten, die sich einst gebündelt auf wein-plus getroffen haben. Vielleicht jetzt einmal jährlich im noch jungen Vinocamp Deutschland real treffen.

 

Ich wäre zum dauerndhüpfenden Wesen mutiert. Nein - das wollte ich nicht. Später hat das Rallye einiges wieder gutgemacht. Es war ein gezieltes Wandern und dosiertes Hüpfen. So hat es wieder Spass gemacht. Dann aber war es weg, von einem Monat auf den andern. Und mit ihm auch der Spass.

 

Da ich ausser Wein noch ein paar aufwändige andere Hobbies pflege blieb mir fast nur noch übrig, meine eigene Website zu eröffnen, die eigentlich kein Blog ist, sondern versucht, die Sammlerfreaks besser miteinander zu vernetzen. Wein ist nur ein kleiner Teil dieser Homepage, für mich ein wichtiger, vielleicht sogar ein gewichtiger. Mein "Getrunken" erscheint fast täglich und sammelt meine Weingeschichten (es sind keine expliziten Beurteilungen), verknüpft und vernetzt sie mit Bildern und Links.

 

Für die Weinrallye habe ich eine eigene Gruppe in facebook.com - auf Vorschlag von Thomnas - eröffnet. Wein im Gepäck heisst sie und ist mit der Weinrallye #48 auch eingeschlafen, nein stecken geblieben.

 

Jetzt also geht es also weiter. Wir warten auf die Startflagge, mit viel gutem Willen und einigen Ideen im Gepäck.  

 

Hier nochmals die Regeln der Weinrallye.

 

Alles klar?