Weinrallye #109: Meine kulinarische Ostergeschichte

28. April 2017

 

Am vergangenen Freitag war

 

Weinrallye  #109

Was kam an Ostern auf den Tisch?

Die heutige Weinrallye schaut zurück auf Ostern

Wie hat der (traditionelle) Ostertisch ausgesehen?

Lamm, Fisch, Hase .... ?

Hoffentlich mit vielen Bildern. 
Den Wein nicht vergessen, oder einfach die Osternischrdekoration zeigen.

Ausgerichtet wird diese spannende Rallye von Dorit Schmitt auf ihrem Blog: Aromenspiele

Mein eigener Beitrag und die Links zu allen anderen Beiträgen sind hier eingestellt:

 

Kulinarische Osterngeschichte:

Ostern nach Osternn

Foto:  Beat Schweizer in "Schweizer Familie"
Foto: Beat Schweizer in "Schweizer Familie"

Hier mein eigener Beitrag und alle Links zu allen anderen Beiträgen der beteiligten Blogs..
Der gleiche Beitrag ist auch auf der frei zugänglichen (ohne Anmeldung) Website
Wein im Gepäcke von Facebook veröffentlicht. Dort ist der Artikel auch zu diskutieren und zu bewerten. 

28. April 2017

 

Aufgerufen zur heutigen Weinrallye #109  hat 
Dorit Schmitt vom Blog Aromenspiele und zwar mit einer grossartigen Idee: Das Ostermenü 2017 in Bild oder/und Text zu dokumentieren.

 

Dies aber ist/war vielen Wein- und Rallye-.Freunden offensichtlich zu mühsam. Eine flapsige Bemerkung à la "geiler Wein" im Internet zu deponieren ist halt weit bequemer, imposanter (ohh, ahh..) und einfacher als ein paar Bilder zu machen und ein paar Gedanken zu formulieren.

 

Ostern nach Ostern

von Peter Züllig

 

Mein Ostermahl fand in der Woche nach Ostern statt. Doch es schien mir, es war ein Ostern-, Pfingsten-, Geburtstags- und Weihnachtsessen in einem. Es fand in einem Garten mit blühenden Aprikosenbäumen statt, im fernen Armenien, in einem Land,
von dem ich bisher kaum wusste, wo es genau liegt. Armenien, der kleine
 Binnenstaat im Kaukasus, eingeklemmt zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei.

Ausgangspunkt für die Reise nach Armenien war ein Wein, den ich 9. Dezember 2015 erstmals im Glas und in meiner Rubrik "Getrunken" auch vorgestellt hatte. Hier die damalige Notiz .

Der Wein aus Armenien liess mir keine Ruhe und die 

Geschichte dieses Weins noch weit weniger. Also wurde die längst geplante Bildungsreise nach Georgien um ein Kapitel erweitert: Armenien - Land der biblischen Arche Noah. Und so kam es, dass ich Ostern und die ersten beiden Wochen nach Ostern zwischen dem Grossen und Kleinen Kaukasus verbrachte. Da fand mein "Osteressen" statt, Inmitten der blühenden Bäume, mit 

armenischen Weinen, die keinen Namen haben: Hausweine eben, vom Hausherr selber gekeltert. 


Der Hausherr - ein einstiger Lehrer, der heute auch Touristenbetreuer und Wanderführer ist - empfängt auf dem elterlichen Hof Gäste aus der ganzen Welt, die er mit  kulinarischen Genüssen Armeniens beglückt: Essen und Wein. Er präsentiert voll stolz seinen Hauswein (Rebsorte "Areni"), zusammen mit all den Früchten, Gewürzen, Gemüsen und den typisch mazedonisch hergerichteten Speisen.

Es ist nicht nur ein kulinarischer Hochgenuss - auf dem Hof gepflanzt, geerntet und zubereitet  - es ist ein einmaliges Ostererlebnis, das jede hochpolierte Speisekarte und jeden hochbewerteten Wein weit übertrifft  Erlebniskulinarik.

Erst gestern bin ich aus dem Kaukasus zurückgekehrt, in eine schneebedeckte Schweiz. Es ist schwierig, die Eindrücke - auch die kulinarischen -  schon jetzt sachlich zu beschreiben. Zu gering ist die Distanz, zu wach die Erinnerung, zu lebendig die Erlebnisse. Eines habe ich gelernt: Nicht Raffinesse oder artifizielle Präsentation sind entscheidend für kulinarische Osterfreuden, vielmehr die Verschmelzung von Aromen und Gerüchen der natürlich zubereiteten Speisen: Brot - vor allem Brot - Blattgemüse, Fische, Milchprodukte, Fleisch, Bohnengerichte, Salate... Sie präsentieren sich so vielfältig, geheimnisvoll und abwechslungsreich, dass selbst bei mir der Wein für einmal in den Hintergrund gerückt ist.

Ja, der Wein! Er passt sich - wie kaum in einem anderen Land - ganz der Küche an. In der Vielfalt der Rebsorten - es gibt etwa 500 autochthone  Sorten - haben sich vor etwa fünf Sorten durchgesetzt. Vor allem Rkaziteli (weiss), Areni (rot), Saperawi (rot), Kangun (weiss). Wichtiger noch als die Rebsorte, das sind die Lagen der Rebfelder. Die höchsten Reben wachsen auf über 1700 Metern, gut 500 Meter höher als der Walliser Heida-Wein, der im höchstgelegenes Terroir von Europa wächst.

Essen und Trinken in Armenien haben so ursprünglichen Charakter und Tradition, dass er uns den Osterglauben an die Auferstehung zurückbringen könnte. Natürlich weniger in religöser Sicht, als viel mehr im Vertrauen auf das, was nicht nur mit hochentwickelter Technik und Forschung hervorgebracht werden kann, sondern einzig durch die Natur. Von Menschen, die sich noch heute so ernähren, wie seit man sich seit Jahrhunderten ernährt haben, mit mit der Vielfalt und Natürlichkeit, die uns die Natur noch heute anbietet, weit ist mehr als Bio-Produkte  und Orange-Weine dies tun können.  Es ist aber kein Geheimnis, das auch Armenien - wie alle Völker - davon träumen, im Essen und Trinken das zu übernehmen, was auch ihnen die Werbung pausenlos präsentiert: Designe-Food, Designe-Getränke, von Coca-Cola über Bordeaux-Blends bis Convenience-Food.

Die Weinrallye ist ein Blogevent, das jeden Monat einmal stattfindet (in der Regel am letzten Freitag im Monat). Einer der teilnehmenden Blogs übernimmt die Führung, bestimmt das Thema, lädt ein, verlinkt die Beiträge und erstellt eine Zusammenfassung. Sinn und Zweck einer Weinrallye ist einzig und alleine der Spass und die Motivation, schöne Themen aufzuarbeiten. Bei der Weinrallye darf jeder mitmachen, egal ob Weinblogger oder nicht. Auch Nichtbloggern bieten die Gastgeber immer die Möglichkeit ihre Beiträge auf ihrem Blog zu veröffentlichen. Allgemeine Informationen findet man auf den entsprechenden Seiten von Thomas Lippert (dem Gründer des Events) auf seinem Winzerblog. Wer gerne einmal selbst als Autor/Themengeber mitmachen möchte, findet alle Infos und die kommenden Themen auf der Weinrallye Seite auf Facebook Weinrallye. Gastgeber der Weinrallye #109 ist Dorit Schmitt auf dem Blog Aromenspiele

Alle Beiträge zur Weinrallye "Ostergeschichten"


10. April 2017

 

Weinrallye  #109

 

VORANKÜNDIGUNG

    Wann: 28.04.2017

    Ausrichter: Dorit Schmitt | Aromenspiele

   Was gab's an Ostern?

Was hat es Ostern bei Euch zu essen gegeben - und welches Getränk habt ihr dazu gewählt? Man muss nicht nur Weine beschreiben, -  es ist auch mal ok

einfach zu zeigen, was denn so an Ostern auf den Tisch gekommen ist. Wie man die Tage genossen hat.

Das ist doch ein Thema, dem sich jeder widmen kann - Handykamera zücken und ein Foto vom Essen und dem Getränk machen!  Das geht überall - zu Hause - im Restaurant oder im Urlaub. Und Geschichten gibt es auch genügend zu erzählen. Wird Ostern noch traditionell gefeiert? Oder gar nicht? Kommt auf den Tisch, was es immer schon gab - Lamm zum Beispiel? Oder im Urlaub: Zicklein in Griechenland - oder Fisch am Meer. Macht uns mit euren Geschichten Lust auf die Osterzeit. Also - wer Ende April von seinen Ostertagen berichten will, was es Leckeres gab an Wein und Speisen, der ist herzlich willkommen, Nur nicht vergessen, über Ostern auch zu fotografieren!