Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts

18 August 2016

     1842-1912                 1862-1911                1806-1889                    1818-1883

 

Wer kennnt die vier Herren?

 

Gestatten: Schriftsteller, Abenteurer, Phantasten, Bestsellerautoren ... berühmt umstritten, viel gelesen. Ihr Name (von links nach rechts) Karl May, Emilio Salgari, Fredéric Armand, Gustave Aimard. Ihr literarisches Werk: Abenteuerromane.Es droht: Vergessen zu werden. Wirklich?

Fredéric Armand Strubberg (dritter von links) lebte 16 Jahre in den Vereinigten Staaten. Seine Erlebnisse lieferten ihm Stoff für 20 Romane. Diese werden in der "Maarburger Ausgabe" (Tectum Verlag) als wissenschaftliche und bibliophile Ausgaben neu aufgelegt. Bisher erschienen fünf Bände. Weiterlesen hier

19. August 2016

 

Abenteuerromane werden geschrieben, um die Leserinnen und Leser durch spannenden Erlebnisse und Taten eines Helden zu unterhalten. Viele Abenteuerromane spielen  in der Fremde, auf dem Meer, in der Wildnis oder in phantastischen Landschaften. Als Abenteuerromane von Weltrang gelten zum Beispiel H. J. C. von Grimmelshausens „Der abentheuerliche Simplicissimus Teutsch“ (1669) und „Don Quichote“ (1605-1615) von M. de Cervantes?  (Quelle: Bücher Wiki)

 

Von Cooper zu May

"Im 19. Jahrhundert stieg J. F. Cooper zum bewunderten Vorbild für eine ganze Generation von Abenteuer-Schriftstellern auf. In seinen fünf „Lederstrumpf“-Romanen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts beim deutschen Lesepublikum zu Bestsellern avancierten, erzählt er vom gefährlichen Leben der Trapper, Landvermesser und Indianer in der unberührten Wildnis Amerikas. Die sozialkritischen Tendenzen dieser Western wurden von den Zeitgenossen häufig übersehen. Erst die Arbeiterliteratur am Ende des 19. Jahrhunderts knüpfte an die in Coopers? Romanen enthaltenen Gedanken von Freiheit und Gerechtigkeit an.

Bekannte deutschsprachige Verfasser von Abenteuerromanen waren im 19. Jahrhundert: K. May („Winnetou“, 1893) und F. Gerstäcker („Die Flusspiraten des Mississippi“, 1848) sowie der in die USA ausgewanderte C. Sealsfield („Das Cajüttenbuch oder Nationale Charakteristiken“, 1841), deren Romane von der Literaturwissenschaft jedoch häufig als Schundliteratur abgetan wurden. Was den Wert von Abenteuerromanen anlangte, war der Philosoph E. Bloch anderer Meinung als die Philologen: Er stellte die These auf, dass z. B in den Romanen von K. May die Helden als Träger einer starken idealistischen und weltverbessernden Kraft in Erscheinung träten." (Bücher Wiki)

19. August 2016

 

 

Armands Werke

Marburger Ausgabe

 

Herausgegeben von Ulf Debelius

 

Vor fünf Jahren (2011) erschien der erste Band dieser Reihe: "Die geraubten Kinder"

Eine Erzählung aus Texas für die Jugend. Armands Werke. Marburger Ausgabe | Band 18

In der Folge erschienen dann vier weitere Bände. Als letzter "Saat und Ernte", Armands Werke. Marburger Ausgabe | Band 10.
Dann ist es still geworden um das anspruchsvolle Projekt. Die angekündigten nächsten Bände: Ralph Norwood, und In Mexico sollen - laut Verlagsankündigung  2017 erscheinen. 
Die Website des Projekts meldet unter Aktualität:

Der Autor

Portrait ArmandDandy, Lebemann und Frauenheld, Frontierman und passionierter Jäger, Arzt, Kolonialdirektor, Sklavenhalter und im Alter noch »PR-Manager« und »Spin Doctor« für einen hessischen Adeligen — kaum eine andere Vita eines Romanciers des 19. Jahrhunderts ist so farbig und ereignisreich und gleichzeitig so wenig erforscht wie die des Fredéric Armand Strubberg.

Dabei trug der Autor selbst schon zu Lebzeiten einiges zur Schaffung seiner eigenen Legende bei. Angeblich, um sich der Strafverfolgung wegen eines Duells mit einem Nebenbuhler um die Gunst einer reichen Bremer Kaufmannstochter zu entziehen, kam der in Kassel als Sohn eines wohlhabenden Tabakfabrikanten geborene Strubberg im Alter von 20 Jahren 1826 erstmals in die Vereinigten Staaten. Dies war der Beginn eines Auswandererlebens, in dessen Verlauf der findige und wendungsreiche Hesse ein Abenteurerdasein führte, das ihm Stoff für zwanzig Romane lieferte. 1841 als Vertreter europäischer Tabakfirmen nach Nordamerika zurückgekehrt, soll sich das Bremer Ereignis in der mondänen New Yorker Society wiederholt haben — mit dem fatalen Unterschied, dass Strubberg diesmal besser zielte und seinen Duellgegner erschoss. Auf der Flucht vor den Behörden verbrachte er die folgenden vierzehn Jahre als Landarzt im Indianergrenzland von Texas, wurde als »Dr. Schubbert« Kolonialdirektor der neugegründeten Siedlung Friedrichsburg und schließlich Plantagenbesitzer in Arkansas. Bei der Jagd von einem giftigen Insekt ins Auge gestochen, führte ihn der drohende Verlust seiner Sehkraft 1854 zurück nach Deutschland, wo 1858 seine Amerikanischen Jagd- und Reiseabenteuererschienen. Der kommerzielle Erfolg dieses Buches und seines im gleichen Jahr erschienenen ersten Romans Bis in die Wildniß veranlassten ihn, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen und nicht in die Staaten zurückzukehren. In den folgenden zwei Jahrzehnten verfasste er in kurzen Abständen weitere Romane, Reiseberichte und Jugenderzählungen, denen er selbstbwusst das Prädikat von culturhistorischen Werken über Amerika, wirklich die einzigen, welche über dieses Land überhaupt in der deutschen Sprache existiren, anheftete. Sein letzter Roman Vornehm und Bürgerlich, mit dem er, als sein Stern beim Publikum zu sinken begann, dem Abenteuergenre halbherzig den Rücken kehrte und sich erfolglos als Verfasser von Gesellschaftsromanen versuchte, erschien 1878. Danach auch als Dramatiker kaum beachtet, ließ er sich 1885 resigniert im südhessischen Gelnhausen nieder, wo er 1889 starb.