Winnetou Dreiteiler auf RTL

30. März 2017

 

Jupiter-Award 2017
Preis für RTL-Dreiteiler "Winnetou"

 

Regisseur Philipp Stölzl und Produzent Christian Becker nehmen den Jupiter für den Besten TV-Spielfilm National für Winnetou entgegen. 

Späte aber verdiente Ehrung für eine dreiteilige TV-Spielfilm-Reihe "Winnetou",, die als Filmwerke ausgezeichnet war, aber vom der immer kleiner werdenden Karl-May-Fan-Kreis weitgehend kritisiert und abgelehnt wurde. Damit hat eine Chance verpasst (oder zunichte gemacht), den heute noch populären Teil des Werks von Karl May einem jungen, breiten Publikum - in einer zeitgemässen Medienform - zugänglich zu machen. Anstatt den Trend und die Breitenwirkung (12 Millionen Zuschauer*) zu nutzen, wird gehadert und geschmäht: "Das ist nicht unser Karl May!". Stimmt. Karl May lebte im 19.Jahrhundert und "seine" Welt war die des auslaufenden 19. Jahrhunderts. Sie ist also historisch oder museal geworden, im besten Fall - und dies auch nur in den letzten Jahren - ein Kulturerbe. Genügt dies?

Wotan Wilke Möhring (Old Shatterhand) auf dem Weg zur Preisverleihung in Berlin (Foto: Printscreen)
Wotan Wilke Möhring (Old Shatterhand) auf dem Weg zur Preisverleihung in Berlin (Foto: Printscreen)

Wem die Phantasiewelt von Karl May wirklich etwas bedeutet - mehr bedeutet als Folklore oder wissenschaftlicher Ansatz, - der betrachte die drei Filme einmal mit offenen Augen, dann können die Figuren von Karl May zu neuem Leben erwachen, dem Museum des Gedenkens und der Erinnerung entsteigen und sich durchaus auch einen Platz erobern im Zeitalter von TV, Multi- und Social Media.

Informationen und Blog weiter unten

03. Januar 2017

 

RTL-Winnetou

Nachlese zu dem Dreiteiler bei RTL

 

Hier geht es zum Blog (mit der Diskussion und vielen Links zu Beurteilungen)

 

In der Schweiz hat sich nun auch noch Elmar Elps, der frühere Leiter der "Schweizer Karl-May-Freunde" zu Wort gemeldet.:

 "Auch ich habe den Dreiteiler “Winnetou” gesehen und besonders den letzten Teil erlitten. Für mich ist er ein schlechter Western mit düsterem Gehalt und Bildern. Ich erwartete es nicht mal so schlimm. Aber es gibt einige wenige auch unter uns denen diese Produktion gefiel. Mit diesem Zwiespalt flog ich in die Ferien. Von den Ferien zurück bin ich doch erstaunt über das magere Echo, welches der über lange Zeit stark beworbene Winnetou-Film im RTL auslöste. Ich las zudem auch das Karl May&Co-Magazin mit all den Erwartungen und Befürchtungen und habe dies in einer Collage zusammengestellt."

Mein Kommentar:
Man mag Filme (genau so wie Theater und Bücher) gut oder schlecht finden,


es ist nicht das gute Recht eines Zuschauers (oder Lesers), sondern eine dringd notwendige Voraussetzung für jeden Kulturbetrieb. Doch die Art von Häme, mit der etwas bedacht wird, für das Karl-May-Kreise einzustehen vorgeben, erbittert mich. Karl-May-Freunde wollen eben in ihrer Rückwärtsorientierung nicht gestört werden! Sie unternehmen alles, um einen Autor in der Vergessenheit zu versenken; den Mayster (wie sie ihn nennen), der weit mehr Phantasie, Humor, Offenheit, Experimentierfreude in sein Werk einfliessen liess, als es die Gralshüter der einen und wahren Karl-May-Lehre heute tun. Weiterlesen hier 

18. Januar 2017

 

Eine echte Chance wurde vertan!

 

Einmal mehr haben die "Karl-May-Freunde" tüchtig mitgewirkt, dass man Karl May und seinen Kosmos immer tiefer in den Abgrund des Vergessens stürzt. Es traten immerhin an die fünf Stunden auf Fernsehsender RTL zur besten Sendezeit, Karl May und einige seiner Helden auf und zwar in aufwändigen, gut gemachten spannenden Filmen. Grund genug, über das Werk Karl May, über seine Bücher, seine Gestalten, seinen Kosmos, seine literarischen Ambitionen zu reden, zu diskutieren, vielleicht auch das eigene Karl-May-Bild zurechtzurücken. Statt dessen endete das Event - man kann es schon so sagen - im Fiasko. Wenn die unselige, schrecklich primitive unappetitliche Fernsehshow auf RTL zu weit schlechteter Sendezeit, sechs und mehr Millionen Zuschauer mobilisiert und die drei hervorragend gemachten Abenteuerfilme à la Karl May beim dritten Film noch auf 2 Millionen Zuschauer kamen, dann hat jemand tüchig versagt, nicht die Macher (die haben ihr Handwerk hervorragend gemacht - inklusive hochprofessioneller Werbung), vielmehr die sogenannten Karl-May-Freunde. Sie sind mit ihrer Gralsgesinnung die Totengräber von Karl May im Jahr 2016.

Weiterlesen hier

08. Januar 2017

 

Blog zum Winnetou-Dreiteiler auf RTL

 

Hier mitdiskutieren!

Die Diskussion um die drei Filme wird immer aggressiver und ist munter daran, die ohnehin kleine Karl-May-Fan-Szene zu spalten (anstatt darüber zu reden) und den Weg zu einem "verloren gegangenen" Karl-May-Kosmos neuen Generationen zu ebnen. Hier eine Auswahl von sachlichen, aber und im Ton im Inhalt verfehlten Betrachtungen.
Hier die Auswahl (wird laufend ergänzt)

Eigene Meinungen, Urteile, Gedanken etc.können hier auf dem Blog eingestellt und diskutiert werden.

03. Februar 2017

 

Warum ich die "neue" Winnetou-Adaption 
gut und notwendig finde

 

von Peter Züllig

 

In den blassen Streit um die Adaption des Winnetou-Kosmos, mag ich mich nicht einmischen. Da darf und soll jede und jeder seine eigene Meinung haben. Er/sie darf diese Meinung auch kundtun, ist sie letztlich doch eine der Grundlagen, mit der schliesslich kommerzieller Erfolg oder Misserfolg zustande kommt, heute gemessen in "Marktanteilen". Da aber beginnt das Problem. 
Film - auch Film im Fernsehen - ist ein Massenmedium. Seine Produktion ist - durch die Ansprüche der Konsumenten - so teuer geworden ist, dass er sich nur noch schwer finanzieren lässt, oder eben refinanzieren lässt.

Karl May ist - auch in der Bücherwelt - fast vollständig verschwunden, nicht mehr finanzier oder refinanzierbar. Karl May Bücher sind zur Fachliteratur (eines immer kleineren Kreises) geworden. Ausgerechnet Karl May, der als "Bildungsgut" nicht oder kaum anerkannt wird, weil er eben ein Schriftsteller "für die Massen" war (höchste Auflagen aller deutschen Schriftsteller).

Bei der Finanzierung (oder Refinanzierung) liegt der wahre Grund, dass seit fünfzig Jahren kein (massenwirksamer) Karl-May-Film mehr produziert wurde. Es liegt nicht an fehlenden Drehbüchern, fähigen Regisseuren, brillanten Schauspielern. Kein Medien-unternehmen wagte es (wohl zurecht) heute in Karl-May-Stoffe zu investieren. Also geschieht nichts, gar nichts im sich stark wandelnden Medienbereich. Auch die inzwischen fünfzigjährigen Karl-May-Filme geraten immer mehr in den Bereich "Nostalgie".

Aufbruch
Nun liess ein grosses privates Medienunternehmen für viele Millionen einen Dreiteiler herstellen und zwar so, dass sie überzeugt waren, die Investitionen wenigstens zum Teil refinanzieren zu können. Refinanzieren heisst heute, Marktanteile zu generieren (was am Renommee, Plattform für Werbung, Auswertung in anderen Medien (DVD), Verkauf, Eignung für Wiederholung etc. gemessen wird).  Dies hat nicht - oder wenig - mit der künstlerischen, literarischen, ethischen filmischen Qualität einer Sendung zu tun. So hat das Medienunternehmen (RTL) mit seiner menschenverachtenden, unappetitlichen, dümmliche, einfach nur "grusigen" Show "Das Dschungelcamp" (Holt mich da raus, ich bin ein Star) grossen Erfolg, durchschnittlich mehr als 6 Millionen Zuschauer. 

Winnetou auf RTL brachte es - bei der ersten Folg - immerhin auf mehr als 5 Millionen, bei der dritten Folge noch auf knapp 3 Millionen. Der "Einbruch" der Quoten hat wenig mit der Qualität der Sendung zu tun, als mit Sehgewohnheiten, Erwartungen, einem schwächeren zweiten Teil der Folge und dem medialen Echo der sogenannt Karl-May-Experten. 

Chance nicht genutzt
Anstatt sich zu freuen, dass mehrere Millionen Zuschauer einer Generation von Menschen, die Karl May nicht (oder kaum) mehr kennt, drei moderne, gut gemachte Western vorgesetzt bekommen (wann hat je eine Karl-May-Produktion so viele Menschen erreicht?), welche mit dem Karl-May-Kosmos spielt, zum Teil augenzwinkernd, spannend, modernisiert, mit einer Grundphilosophie, die im 21. Jahrhundert angekommen und einem A-Movie durchaus würdig ist. Anstatt diesen Hype zu nutzen, wird gemeckert und geschmäht, werden Dinge hineinprojiziert und Vergleiche angestellt, wird der eigene Geschmack und das eigene Urteil (es ist nicht das, des RTL-Publikums, bestenfalls der Karl-May-Bücher-Leser) auf das Podest gehoben. Das nenne ich: Karl May beerdigen. Am nächsten Seminar wird wohl die schrumpfende Karl-May-Gemeinde das Grabmal setzten.

 

Meine Meinung

  1. Es waren drei gute, spannende Abenteuerfilme, die mit dem Kosmos des Karl-May-Westen (und seinen Helden) spielten und vieles, was in mehr als hundert Jahren anders geworden ist, oder anders verstanden wird, neu aufgemischt.
  2. Die drei Filme haben durchaus Schwächen - wie wohl jede filmische Produktion - aber auch viele Höhepunkte, spannende, schöne, ergreifende, gut gemachte Szenen, genau so wie lächerliche oder missglückte Momente.
  3. Filmisch ist wenig auszusetzen. Dramaturgisch ist die mittlere Folge wohl die schwächste, die letzte Folge die härteste. Gesamthaft sind die Filme aber weit über dem Niveau (aus inhaltlicher, ethischer und kultureller Sicht) der meisten grossen Showproduktionen von RTL (die ein Quotenmaximum anvisieren).
  4. Anstatt den Dialog zu suchen mit jenen, welche sich die drei Filme als Fernsehpublikum (avisiert wird vor allem ein junges Publikum) angeschaut haben und sich von der dargestellten Welt faszinieren liessen - wird mit ein paar (aufgegriffenen) Schlagworten (siehe Collage von Elmar Elbs) Stimmung gegen Karl May gemacht und genau das Gegenteil von dem erreicht, was man blauäugig (oder nostalgisch) erreichen möchte..
  5. Ohne die negative Stimmung der sogenannten Karl-May-Gemeinde in den Social Media, den heutigen Meinungsmachern (oder Meinungsverstärkern), wären die drei Filme - die immerhin ein Millionen-Publikum erreichten - eine interessante und durchaus diskussionswürdige Episode in der langen Geschichte der Karl-May-Rezeption. Und damit ein Ansatzpunkt, Karl May und sein Werk wieder auf die Agenda zu bringen.

02. Januar 2016

 

Winnetou - Der Mythos lebt

 

Doch der Dreiteiler ist endgültig Film- und Fernsehgeschichte. Was bleibt, das sind wohl Wiederholungen und die DVD, welche inzwischen zu erwerben ist.  Doch die Diskussion um den Versuch, den Mythos Winnetou wieder aufleben zu lassen geht weiter, nicht nur in Kreisen der Karl-May-Fans.

Hier geht es zur aktuellen Diskussion und Berichterstattung

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18. Januar 2017

 

Eine echte Chance wurde vertan!

 

 In einer Zeit extremer Kurzlebigkeit von Ereignissen, aber auch der extrem schnellen Verbreitung von Aktualität (und Pseudoaktualität) durch Social Media (Facebook, Twitter, Google, Isatagram etc.) sind ganz neue Kanäle zum "Öffentlichen Bewusstsein" geschaffen worden. Kanäle, mit denen - wenn sie richtig genutzt werden - rasch einmal Millionen Menschen erreicht werden können. Dass die Karl May Gemeinde dies noch nicht wahrgenommen hat und immer noch davon träumt, eine Welt wie zu Karl Mays Zeiten oder zu Zeiten der "klassischen" Karl-May-Filme vorzufinden, wurde in den letzten Jahren immer wieder bewiesen. Rückzug in die Nostalgie* Wehe, wer versucht, diese wohlige Nostalgie zu durchbrechen, der wird bestenfalls mit Bärentöter, Henrystutzen oder Silberbüchse bekämpft, noch lieber aber totgeschwiegen.

Seit Jahren warten wir auf ein publikumswirksames Film-Event zum Thema Karl May. Nun wird mit einem Millionen-Budget wenigstens das Thema Karl May und sein Kosmos aufgegriffen, neu interpretiert, publikumswirksam arrangiert. Und? 

Jeder, der schon einmal etwas von Karl May gehört hat, kramt seine Interpretation hervor: gesellschaftskritisch, psychologisch, literarisch, entomologisch, filmhandwerklich, jugendschützlerisch, musikalisch.... und vor allem nostalgisch. Karl May, der so lange verfemte, ist zum  Gott des "rechten Glaubens" erhoben worden.  Dort wird er nicht verbrannt, sondern schlicht vergessen. 

18. Dezember 2016

 

Blog zu den neuen Winnetou-Filmen
auf RTL am 25./27./29. Dezember 2016

 

In den sozialen Netzwerken viel Pro und noch viel mehr Kontra zum aufwändigen RTL-Projekt Winnetou. Auch hier können die Filme diskutiert werden. Ich eröffne deshalb den Winnetou-Blog. Darin können Lesermeinungen abgegeben werden. Auch werde ich hier die Presseberichte veröffentlichen.  

08. Januar 2017

 

Aufgeschnappt

in der NZZ vom 04. Januar 2017

"Sie reiten also wieder, die Helden meiner kindlichen Leselust, der edle Apachenhäuptling und sein weisser Blutsbruder. Ein deutscher Privatsender zeigte zur Weihnachtszeit eine mit viel medialem Getöse angekündigte Neuverfilmung von Karl Mays «Winnetou», in der immerhin ein Burgschauspieler einen theaterbesessenen Bösewicht geben darf, der schlechte Schauspieler einfach auf offener Bühne erschiesst. Das hat zwar weder mit Karl May noch mit dessen Romanen etwas zu tun, könnte einen aber angesichts des filmischen Machwerks, das einem geboten wurde, auf den einen oder anderen Gedanken in Hinblick auf Drehbuchautoren und Regisseure bringen, die ihrem Stoff nicht trauen, einige Versatzstücke daraus willkürlich herausreissen und damit haarsträubende eigene Geschichten fabrizieren......"

Die ganze Kolumne lesen

Im Blog zum Film darüber dieskutieren

02. Januar 2017

 

„Winnetou“ bricht zum Finale völlig ein
  und ist chancenlos gegen die
                                   „SOKO Wien“ und „2016 – Das Quiz"

Veröffentlicht am 30. Dezember 2016

 

"Die "Winnetou"-Trilogie war für RTL endgültig keine Erfolgsgeschichte. Nachdem den ersten Teil am 25. Dezember noch mehr als 5 Mio. Leute gesehen hatten, waren es zum Abschluss nun nur noch 2,97 Mio. Der Marktanteil schrumpfte auf unter 10%, gegen die beiden Top-Programme des Donnerstags, die "SOKO Wien" (5,90 Mio.) und "2016 - Das Quiz" (5,62 Mio.) hatte "Winnetou" nicht den Hauch einer Chance.
Den ganzen Bericht von Meedia lesen

02. Dezember 2017

 

Old Shatterhand hat jetzt gar Sex


                                      
RTL poliert die alten Karl-May-Schinken aus den
                                                        1960er-Jahren als TV-Dreiteiler neu auf.

 

Veröffentlicht am 27. Dezember 2016

 

Von Matthias Lerf

"Karl May war bekanntlich nie in Amerika, aber am Weihnachtsabend kam er auf RTL auf Ellis Island an. Ein deutscher Einwanderer unter vielen, präsentiert vom Privatsender in einer «Winnetou»-Neuverfilmung. Der Sachse reiste denn auch folgerichtig weiter Richtung Apachenland, wo er als Landvermesser für die Eisenbahngesellschaft arbeitete und von einem Indianerjungen den Namen verpasst bekam, unter dem er berühmt wurde: Old Shatterhand...."

 

Ganzer Artikel lesen

02. Januar 2017

 

Kolumne

 

Wie Häuptling Winnetou an einer Überdosis Zeitgeist stirbt

 

Karl May-Neuverfilmung bei RTL: Quasseln am Grillfeuer in der Prärie

 

Veröffentlicht am 30. Dezember 2016

 

Von Jürgen Stark

"Winnetou ist tot. Er war Deutschlands erster Popstar. Winnetou, der vom sächsischen Schriftsteller Karl May erfundene edle Wilde aus dem unedlen wilden Westen. Jetzt ermordeten ihn die Drehbuchschreiber und das Regieteam von RTL mit einer Überdosis Zeitgeist. In dem RTL-Weihnachts-Dreiteiler »Winnetou« wird der Zuschauer Zeuge einer exklusiven Hinrichtung von allem, was den Autor und sein lebendiges Werk immer auszeichnete. 

Winnetou und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand führten uns im Nachkriegsdeutschland aus der Dunkelheit ins Licht. Die legendären Verfilmungen mit Pierre Brice als Winnetou und Lex Barker als dessen hartem Bruder mit der Schmetterhand wirkten ohne politischen Zeigefinger zu Zeiten des kalten Krieges enorm."

Ganze Kolumne lesen hier

Kommentar dazu von Peter Züllig (auf Facebook):
"Gut formuliert, droch von oben herab, Gags um der Wirkung willen, aus jener elitären Haltung mit der man den Mythos die Karl- May-Welten seit mehr als hundert Jahren totzuschlagen versucht und es jetzt beinahe schafft. Genau so wurde von einer Kultur-Elite geschrieben, als die heute "verehrten" (und als Beweis herbeigezogenen) Karl-May-Filme der 60er Jahre verspottet wurden. Man kann die Filme zu Recht in vielen Punkten kritisieren, man kann durchaus "eine Überdosis Zeitgeist" feststellen, man kann vieles anders sehen.... Doch wenn Winnetou stirbt (alles ist sterblich!), dann nicht an einer "Überdosis" an Zeitgeist, vielmehr am Mangel an Zeitgeist, wenn man einem Mythos huldigt und am Mut zu Neuinterpretationen, am Mut die Welt anders zu sehen als vor gut hundert Jahren (als der Mythos "erfunden" wurde) oder vor fünfzig Jahren (als der Mythos ins Massenmedium Film kam). Wenn es in Bezug auf Winnetou Totengräber gibt, dann sind es nicht neue Interpretationen, auch nicht neue Kommunikationsformen (sie tragen alle zur Weiterentwicklung und Transformation eines Mythos bei), sondern die negierende Haltung, wie von vermeintlichen Kulturträgern - nicht mehr am Grillfeuer, vielmehr in Blogs und Zeitungen - gequasselt wird. Snobismus anstatt Diskussion - durchaus mit Pro und Kontras in alle Richtungen - welche den Mythos immer wieder im veränderten Zeitgeist erhalten kann. Doch vielleicht - die Vermutung liegt nahe - will man das gar nicht, in einer Schicht, die sich längst in Selbstgerechtigkeit erschöpft.

02. Januar 2017

 

Würdiges Finale der Neuverfilmung

Veröffentlicht am 30. Dezember 2016

 

Von Christian Vock

 

"Es ist vollbracht. Gestern Abend verabschiedete sich "Winnetou" zu seinen Ahnen und RTL die Neuauflage des Film-Klassikers. Dabei schafft das Finale der Neuverfilmung einen gelun-genen Spagat zwischen spannendem Western und Völkerverständigungs-botschaft. Kurzum: ein würdiges Ende."

Den ganzen Artikel lesen

02. Januar 2017

 

Der Winnetou, den wir verdient haben

 

                           Wäre das nötig gewesen? RTL hat "Winnetou" neu verfilmt.
                                         Mit den drei Western wagt sich der Sender an eine
                                         gründliche Neu-Interpretation des Stoffes - die deutlich
                                         düsterer ausfällt als die alten Filme.

 

Veröffentlicht am 19. Dezember 2016

 

Von Carsten Heidböhmer

"...Interessanter als die Abweichungen in der Handlung ist die veränderte Grundhaltung der neuen Filme. Waren die 60er-Jahre-Verfilmungen von dem tiefen Glauben erfüllt, die Ureinwohner und die neuen Einwanderer könnten friedlich zusammenleben, so hat die RTL-Adaption mit dieser Hoffnung gründlich abgeschlossen. Ein friedliches Miteinander zwischen den Bevölkerungsgruppen ist nun nicht mehr möglich. Old Shatterhand muss sich entscheiden: Kehrt er in sein altes Leben zurück oder verwandelt er sich komplett in einen Apachen?

 

Der Film ist nicht nur eine Absage an die multikulturelle Gesellschaft - er verabschiedet sich auch von jeglichem westlichen Fortschrittsdenken. Von dem ist der junge Karl May im ersten Teil noch ganz erfüllt...."

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02. Dezember 2017

 

                                           Du Friedensvertrag 

                                           Da wird die Welt ganz einfach: Wotan Wilke Möhring
                                           und Nik Xhelilaj lassen sich willenlos in den
                                           RTL-Weihnachts-Dreiteiler "Winnetou" fallen.

 

veröffentlicht am 25. Dezember 2017

 

von Dirk Gieselmann

"Ach, was soll man in diesen bedrückenden Tagen auch noch auf eine Neuverfilmung von Winnetoueinschlagen. Wiewohl man könnte. Aber vielleicht ist es genau das, was einem jetzt gut tut und man sich nicht versagen darf: die leichte Unterhaltung. Das gut gemachte Belanglose, der hochauflösende Trash. Begrabt den guten Geschmack an der Biegung des Flusses. 

"Mein Herz will", raunt Old Shatterhand. "Aber mein Kopf sagt, ich werde nie ein Apache sein. Nie." – "Du Friedensvertrag", antwortet Winnetou, "zwischen dein Herz und dein Kopf."

Es sind Sätze wie diese, bei denen sich das Gesicht nach innen stülpt, als hätte man auf eine viel zu süße Praline von Omas Adventsteller gebissen. Der Trick: nicht aufregen. Man muss nur kurz abwarten, und – plopp! – schon stülpt es sich wieder nach außen, und man kann weiterschauen..."

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02. Januar 2017

 

Der Weihnachtsdreiteiler überrascht

 

Veröffentlicht am 30. Dezember 2016

 

"Die Begeisterung der Karl May-Fans hielt sich sichtlich in Grenzen, als RTL eine Winnetou-Verfilmung ankündigte. Die Produktion übernahm u.A. die Rat Pack Filmproduktion in Co-Produktion mit Rialto Film, welche in den 60er Jahren die meisten der Kult-Filme produzierte. Regisseur Philipp Stölzel (der Medicus) bringt uns zusammen mit den Drehbuchautoren Jan Berger und Alexander M. Rümelein drei unterschiedlich starke Western. Bei der Besetzung der Titelhelden bewies man ein gutes Händchen…"

 

Den ganzen Beitrag lesen hier

29. Dezember 2016

 

Heute reiten sie zum letzten Mal:

 

Winnetou und Old Shatterhand

 

 

29. Dezember 20.15 auf RTL

 

Die dritte Folge: "Winnetou - Der letzt Kampf

Inhalt: Da droht Gefahr: Auf Shatterhands Farm - und damit auf dem Land der Apachen - wird ausgerechnet von einem drogenabhängigen Dandy Öl entdeckt. Santer Junior möchte seinem macht- und geldgierigen Vater imponieren und setzt deshalb alles daran, diese Ölquelle sein eigen zu nennen. Doch Shatterhand und Nscho-tschi sind nicht käuflich. Da greift Santer Junior zu anderen Mitteln, um die Indianer aus ihrem Gebiet zu vertreiben........(Quelle:RTL)

Weiterlesen hier

Wer gibt schon freiwillig (und erst noch öffentlich) zu, "Etikettentrinker" oder "Etikettentrinkerin" zu sein. Puhh.!!!. Weil dem so ist habe ich vorgesorgt und eine Etikette aufgemacht. Was ich dabei gedacht und erlebt habe verrate ich erst am Freitag, wenn die Rallye läuft. Bis dann! 

15. Dezember 2016

 

Wiedersehen mit Winnetou in Berlin

 

Philipp Stölzls Adaption von Karl Mays Winnetou feierte Premiere im Delphi Filmpalast in Berlin. Ein neuer Winnetou ist geboren. Die Diskussion ist längst lanciert. Was ist davon zu halten?

Bericht in der Berliner-Morgenpost.
Hier zu lesen.

Es muss einmal gesagt sein: Die Werbung für den RTL-Dreiteiler um "Winnetou" ist hochprofessionell. Man kann ihr nicht entrinnen. Obwohl das Informationsangebot klein ist, finden die PR-Leute, welche die Produktion begleiten, sowohl den richtigen Ton, eine unglaublich gekonnte "Dosierung" und immer wieder neue Wendungen und Möglichkeiten. Da wird nichts dem Zufall überlassen.
Auch auf Facebook wird - seit Bekanntgabe des Projekts - kontinuierlich berichtet und informiert. So führt man ein (in Karl-May-Fankreisen) umstrittenes Projekt zum Erfolg.!

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Der Apache Winnetou (Nik Xhelilaj, l.) und Old Shatterhand (Wotan Wilke Möhring) sind Freunde geworden und der Ingenieur ist fasziniert von den Fähigkeiten der Indianer. (Foto: RTL / Nikola Predovic)
Der Apache Winnetou (Nik Xhelilaj, l.) und Old Shatterhand (Wotan Wilke Möhring) sind Freunde geworden und der Ingenieur ist fasziniert von den Fähigkeiten der Indianer. (Foto: RTL / Nikola Predovic)

16. November2016

 

Weihnachten mit

Winnetou und Old Shatterhand

 

Die neuen Karl-May-Filme auf RTL.

 

"Es ist raus! Die neuen RTL-Winnetoufilme werden am 25., am 27. und am 29. Dezember 2016 jeweils um 20.15 (Primetime!!!) im Fernsehen (RTL) gezeigt. Soeben beim "Press Screening" in Köln veröffentlicht."

Bild: RTL
Bild: RTL

18. Dezember 2016

 

Bericht in Neue Osnabrücker Zeitung
vom 17. Dezember 2016

 

25./27./29. DEZEMBER AUF RTL

Was taugt der neue Winnetou-Dreiteiler?

 

"Osnabrück/Köln. Lagerfeuer-Laune verspricht RTL an diesen Weihnachten und zeigt einen neu aufgelegten Dreiteiler zu den berühmten Abenteuern von Indianerhäuptling Winnetou und seinem Blutsbruder Old Shatterhand. Können die neuen Western-Filme die Erwartungen der Fans erfüllen?

Eigentlich hat RTL alles richtig gemacht: Der Sender hat einen zeitlosen Klassiker ausgegraben, viele Rollen populär besetzt und von Erfolgsgaranten produzieren lassen. Selbst den Segen von Alt-Winnetou Pierre Brice hat sich der Sender eingeholt. Doch Fans der Buch- und Filmreihe sind skeptisch, die Stimmung in den Internetforen ist gespalten. Zu viele Kultfilm-Neuauflagen sind kläglich daran gescheitert, die Geschichte modern nachzuerzählen. Dieser Fallhöhe sei sich der Sender bewusst, sagte Programmchef Frank Hoffmann bei der Filmvorführung in Köln. Dabei deutet für die neue Winnetou-Trilogie erst mal alles auf einen Erfolg hin: ...."
Den ganzen Artikel lesen

18. November 2016

 

Promotion für den
Winnetou-Dreiteiler auf RTL

Man darf es den Machern der neuen drei Winnetou-Filme zugestehen: Von Werbung und Promotion verstehen sie viel. Seit vier Jahren wird die Spannung hochgehalten und - jetzt wo es um den Endspurt geht - immer noch eine draufgelegt. Jetzt mit der eigens für das Ereignis der Ausstrahlung geschaffenen Website. "Es ist soweit: Unsere brandneue Webseite ist da! Hier findet ihr Trailer, Infos, Bilder und vieles mehr...schaut mal rein!"
So auf der Facebook-Seite Winnetou auf der seit dem Projektstart die Produktion begleitet, dokumentiert und diskutiert wird.