Kultursplitter

15. November 2016

 

Kultur:

 

Zum reinen Vergnügen

 

Mehr als nur aufgeschnappt - ins Herz geschlossen! Humor und Virtuosität gehören auch Kultur. Und wie! Ein Video von Franceso Taskayali - Komponist und Pianist geteilt.(auf youtube)

18. Juni 2016

 

Diplomausstellung

in der Zürcher Hochschule der Künste

 

 

Arbeiten zum Abschluss des Bachelorstudiums. Sie werden bis zum 19. Juni 2016 in der Zürcher Hochschule der Künste (Toniareal) ausgestellt (von 12.00 bis 20.00 Uhr). 

Unter den erfolgreichen Absolventen ist auch Corina Heinrich, die hier im "Dörfli" aufgewachsen ist. Dazu das "Bild des Tages". Unter dem Motto "Wärst du nicht hier wäre ich nicht sichtbar" befasst sich Corinna mit der sogenannten Objektkunst. Sie zeigt in einem Raum ihre Arbeiten. Herzliche Gratulation. 


Studiengang Bachelor Medien & Kunst - Vertiefung: Daten und weitere Werke von
Corina Heinrich findet man hier.

02. Juni 2016

 

Google Doodle zu Ehren von 

Lotte Reiniger

 

Lotte Reiniger (*geboren am 2. Juni 1899 , gesstorben 1981 in Dettenhausen) war eine deutsche Scherenschneiderin, Silhouetten-Animationsfilmerin und Buchillustratorin. Zu ihren Ehren (Geburtstag) hat Google dieses wunderschöne Doodle kreiert.  

30. Mai 2016

 

Fritz Scholder

Künstler der indigenen Völker Amerikas

1937 - 2005

 

Ab und zu erreichen mich Fotos, Filme und/oder Texte zum weitgefassten Thema Karl May - oder noch grundsätzlicher: Indianer. Hier ein Video zur Kunst und dem Schaffen des  wohl berühmtesten Künstlers der amerikanischen Ureinwohner, Fritz Scholder, in Breckenridge (Minnesota) geboren und vor 16 Jahren gestoben.

Dieses Video (in englischer Sprache) wurde mir von Pia Nakanishi zugesandt. Es wurde 2009  "als die beste Video-Produktion" des Jahres ausgezeichnet und ist eine Einführung in die gleichnamige Ausstellung "Fritz Scholder. Indian/Nicht Indien" die 2008/09 in Washington gezeigt wurde. 

Scholders wichtigstes Anliegen war die künstlerische Darstellung der "echter Indianer". Sie tragen zum Beispiel die amerikanische Flaggen und zieren sich mit Bierdosen und Katzen. Sein Ziel war es nationale Klischees zu brechen und die Mitschuld der dominanten Kultur aufzuzeigen. Scholder reiste 1969 nach Europa und durch Nordafrika. Er kehrte nach Santa Fe zurück und erwarb ein kleines Lehmhaus als Studio auf Canyon Road.

26. März 2016 (Ostern)

 

Aus "Deutscher Hausschatz in Wort und Bild"

5. Jahrgang Oktober 1878-Oktober 1879

Walther von der Vogelweide

(geb. um 1170, .† um 1230)

Bedeutendster Lyriker des Mittelalters

 

""Huetet juwer zungen, 
  das zimt wohl den jungen;
  stôz den Riegel vor die tür,
  lâ kein böse wort dar für.

  Lâ kein böse wort dar für,

  stôz den Riegel vor die tür,

  dass zimt wohl den jungen:
  huetet iuwer zungen." 

 

"Hütet eure Zungen" wurde im "Deutschen Hausschatz" 1889 mit einem kurzen Text zu Walther von der Vogelweide und seinem Sinnspruch veröffentlicht: "Der Junge schiebt den Riegel vor die Thür seines Mundes und lässt sie nicht heraus, des lieblosen Urtheils kleine, giftige Pfeile, welche so schnell die Liebe töten, auch nicht die schleichen Drachen verleumderischer Rede. Dieses sinnbilden jene Pflanzen in ihrem wunderlichen Wachsthum, das "Pfeilkaut" und der "Drachenkopf" und das allbekannte Blümchen "Brennende Liebe".

Im gleichen Hausschatz sind auch zwei Fortsetzung-Geschichten von Karl May abgedruckt, die ich in einer gebundenen Ausgabe der wöchentlichen erscheinenden Zeitschrift aus dem Jahr 1878/79 neu in meine Karl-May-Sammlung aufgenommen habe.

04. April 2015

 

Schweizerfilm:

 

«Usfahrt Oerlike»

 

von Paul Riniker

mit Jörg Schneider und

Matthias Gnädinger

 

er hätte das geahnt? Es war die letzte grosse Rolle von Matthias Gnädinger, der er seinen todkranken und lebensmüden Freund Hans (Jörg Schneider) an den Rand des freiwilligen Todes begleitet.Während der Film läuft, wissen wir - die Zuschauer -. das Hans nicht nur im Spiel, auch im wirklichen Lebe vom Tode gezeichnet ist. Er musste seine Abschiedstournee abbrechen. Arztliche Diagnose: Krebs, Sein Freund aber - im Film Willi - strotzt von Zuversicht, Kraft und Lebensfreude. Im wirklichen Leben ist alles anders gekommen. Hans muss den Tod seinen Filmfreund Willi verkraften. Er, der Kranke. hat den vemeindlich Gesunden überlegt.

Wie sagt doch der franzöische Schriftsteller und Philosoph, Rémy de Goirmet (1858-1915), der heute Geburtstag hätte: "Das Leben ist wie die Grammatik: die Ausnahmen sind häufiger als die Regeln"

Der Spielfilm, der an den Solothurner Filmtagen Furore machte, ist in den Kinos bereits "ausgelaufen". Nun dürfte er nochmals zurückkommen. Gottseidank!

 

Warum der Splitter bei mir eingeschlagen hat

 

Der Regisseur, Paul Riniker, war viele Jahre ein Berufskollege. Anfänglich arbeiteten wir sogar in der gleichen Redktion. Späer hat er seinen Traum "Dokumentarfilmer" konsequent durchgesetzt. Er wurde zum Chronisten aller "Leiden und Leidenden dieser Welt". So jedenfalls sahen wir - seine Kollegen - seine filmische Arbeit und sein journalistisches Engagment. Zu recht oder unrecht, das sei hier dahngestellt. Jedenfalls hatte er - zu recht - Erfolg mit seiner Arbeit. An einen Erfolg mit seinem Traum "Spielfilm" wollten wir nicht so recht glauben. Umso grösser die Ueberraschung. "Usfahrt Oerlike" haeitet mir nicht nur gefallen, er hat mich erreicht berührt und bereichert.

  • Die zurückhaltende schnörkellose Erzählung eines Lebensabschnitts, der so oder so, über kurz oder lang, mit dem Tod endet.
  • Der Umgang mit einem Thema, das erzählerisch nur schwer aufzugreifen und zu diskutieren ist.
  • Das Spiel der beiden "Monstre sacré" der schweizer Theater und Filmszene.
  • Das Weglassen (Umgehen) jeder vordergründigen Sentimentalität
  • Die schlichten, schönen Bilder, die das Weiterdenken und -sinniren ermöglichen und begleiten.
  • Eine grundlegende Ehrlichkeit - ohne gesuchte Spielchen, wie sie zum Vorantreiben einer Geschichte immer wieder eingebaut werden.
  • Lebensnahe (nicht papierene) Dialoge

Regisseur Paul Riniker zu "Usfahrt Oerlike"

Jörg Schneiders bewegende Premiere - Jörg Schneider - Usfahrt Oerlike - Solothurner Filmtag

 

22. Mai 2016

 

Kultursplitter:

 

Radio SRF 1: Persönlich
Gäste:

  • Dani Levy, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur.
  • Dr. Jeanne Fürst, Sendeleiterin und Moderatorin von "gesundheit heute"

Warum der Splitter bei mir eingeschlagen hat

 

Natürlich ist die Tatsache, dass ich die Gäste persönlich kenne, wohl die wichtigste Voraussetzung, dass ich die Sendung eingeschaltet habe. Doch ich kenne beide nicht so gut, als dass ich vorbelastet wäre. Mit Jeanne Fürst und ihrem Team hatte ich vor bald einem Jahr ein Seminar (Sendungskritik) und Dani Levy kenne ich aus meiner Fernsehzeit (und die liegt schon Jahre hinter mir). Es müssen also ganz andere Dinge sein, die mich berührt, gefreut oder begeistert haben:

  • Die spontane Art, die eine ausgezeichnete Mischung von Humor und Information, von Fakten und Smalltalk enthielt
  • Die unmittelbare Anregung - nein Lust - in die Sendung "gesundheit heute" von Jeanne Fürst einzusteigen oder das Stück von Dany Levy im Schauspielhaus zu besuchen. Und zwar ohne aufdringliche Werbung in der Sendung.
  • Hintergründe zu erfahren über Dinge, die man nicht oder sehr ungern spricht, zum Beispiel Krebsangst
  • Ein Stück jüdisches Leben, jüdische Kultur - abseits einer Doktrin oder politischer Sturheit - kennen zu lernen.
  • Menschen mit Tiefgang und Humor zu begegnen

Link zu den Sendungen "gesundheit heute" (mit Archiv)

Spielplan zum Schauspielhaus Zürich mit "Schweizer Schönheit" (Levy)

Informationen zu den beiden Gästen"

"Deutschland 09 - Dani Levy ''Joshua' - Ein Film von Dani Levy'

"Das Leben ist zu lang" - Trailler zum Film (2010)

22. März 2015

 

Rote Laterne

 

Oper von Christian Jost

Im Opernhaus Zürich

 

 

Warum der Splitter bei mir eingeschlagen hat

 

Man kann es drehen und wenden wie man will: Opern sind eine Kunstgattung, der meist etwas Verstaubtes, Gestriges anhaftet, mit viel Tradition, oft mit einem hanebüchene Libretto und viel bekannten Melodien (die man - zugegeben - immer wieder gerne hört). Das Moderne beschränkt sich meist auf die Inszenierung, die vielfach strapazierte Idee, ein Geschehen in die Gegenwart zu verlegen, schöne Stimmen, berühmte Interpreten und phantasievolle Bühnenbilder.

Eine Oper aber, mit zeitgenössischer Musik, die mehr als nur ein Experiment ist, trifft man selten. Eine Uraufführung, die inhaltlich, formal und erzählerisch so viel bietet, ist geradezu eine Sensation. Zwar ist der Stoff einer andern Zeit und einer andern Kultur entlehnt (China), doch ein preisgekrönter Film hat das literarische Werk auch bei uns - im Westen - populär gemacht. ("Rote Laterne" von Zhang Yimou, 1991, Oscar-Nominierung und Silberner Löwe in Venedig)

Was mich begeistert:

  • Die eigenständige Musik - zwar inspiriert von Klangmustern aus China - doch durchaus in westlicher Musiktradition verhaftet.
  • Das Wandeln durch Zeit, Raum, Traum und Realität
  • Die Lust und Freude am Erzählen, mit einer unglaublichen Spannung bis  zum letzten Ton, bis der Vorhand fällt
  • Das grossartige Bühnenbild, welches das Eingeschlossensein nicht nur versinnbildlicht - sondern ins Geschehen einbezieht. 
  • Die Inszenierung, die zwischen Traum und Wirklichkeit fast traumwandlerisch sicher durch das Werk führt
  • Die Symbolik, die in Gesten und Gängen, in Szenen und Attributen unaufdringlich die Musik und das Spiel begleiten.

Grund genug, die Aufführung nicht zu verpassen.

 

Einige nützliche Links:

Besprechung und Bewertung  NZZ

Besprechung im Online-Magazin KULTURpur

Gespräch mit  zwischen dem Dramaturg Claus Spahn und dem Komponisten Christian Jost

Online-Theaterkasse

Foto: Monika Rittershaus
Foto: Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Alain Alain Altinoglu: Inszenierung: Nadja Loschky;

Bühne und Kostüme:Reinhard von der Thannen; Besetzung: Shelley Jackson, Claudia Boyle, Nora Gubisch, Liliana Nikiteanu, Rod Gilfry, Spencer Lang.

Letzte Vorsterllungen: 25 Mär 2015, 19:00 und 27 Mär 2015, 19:00