Romanhefte: Moewig Verlag München (1960-62)

06. August 2016

 

Karl-May-Sammlung:

 

Heftromane
Moewig Verlag München
1962 - 1963

 

Format 15 x 22,5 cm.- Umfang: 64 Seiten - 40 Einzelhefte und 8 Sammelbände 

Als Heftroman (auch Groschenroman oder Groschenheft genannt) wird eine Form von Unterhaltungsliteratur bezeichnet; es handelt sich um Romane mit Heftung oder Klebebindung. Letztere werden üblicherweise "Taschenheft" genannt. Die Bezeichnung "Groschenheft" und "Groschenroman" stammt aus einer Zeit, in der sie lediglich einen oder mehrere Groschen kosteten. Dieses Preissegment konnte natürlich nur gehalten werden durch weitestgehenden Verzicht auf teures Papier oder hohe Druckqualität. (Quelle Wikipedia)

 In den 1960er Jahren erschienen die ersten Romanhefte mit Karl-May-Texten. Die umfangreichste Serie brachte der Moewig-Verlag 1961/62 heraus (bearbeitet von Dr. Rudolf Beissel).

Weitere Ausgaben stammen aus dem Verlagshaus Fritz Vogl (Walhalla und Praetoria Verlag), Regensburg, 1964-67 und aus dem Weiden-Verlag, Stuttgart, 1965. 

© Robert Kneschke)
© Robert Kneschke)

Aus der Diskussion um den Wert der sogenannten Romanhefte in Bezug auf das Werk von Karl May:
"Ich halte es für legitim Bücher zu überarbeiten. Jedes große Werk wurde in überarbeiteten Fassungen auf den Buchmarkt geworfen....

Karl May war ein Trivialautor des 19 Jahrhundert. In seiner Rolle durchaus vergleichbar mit den zeitgenössischen Perry-Rhodan-Autoren.... Karl May war ein guter Trivialautor des 19 Jahrhundert, Peter Terrid ein sehr guter des 20 Jahrhunderts. Hochliteratur haben sie beide nicht verbrochen. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.

Das Problem was sich aus den grossen Leserzahlen ergibt: Ein Verlag, Pabel-Moewig ebenso wie der Karl-May-Verlag für ein großes Publikum produzieren müssen. Kein normaler Leser kauft einen Peter Terrid oder einen Karl-May im Urtext. Die Kosten diesen Urtext für 50 oder auch für 2000 engagierte Personen zu produzieren sind einfach zu hoch. Also sind Bearbeitungen legitim, weil das Lesebedürfnis einer breiten Masse befriedigt werden kann. Wer Karl-May im Urtext lesen will hat durchaus viele Möglichkeiten, er kann diese wahrnehmen oder auch nicht. Nur er sollte eins nach Möglichkeit unterlassen, sektierisch versuchen diese Urtexte als allein selligmachend zu verkaufen. " (Auszug aus dem Karl-May-Forum der Karl-May-Gesellschaft)