Adventskalender 11. Dezember

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Die Kirche von Bourdic

 

Seit Jahren schon steht dieses Kirchlein im Mittelpunkt des hinteren Teils der Krippe, hoch über dem Bethlehem-Stall. Es ist eine Homage an einen mir unbekannten „Bastler“, der die Kirche (vereinfacht, aber getreu nach dem Vorbild) gestaltet hat. Es ist auch eine Homage an eine Frau, die Marie heisst und bei der ich die erste „echte“ Santonskrippe gesehen habe, so wie sie traditionell im Süden Frankreichs noch immer errichtet wird. Dort stand das Kirchlein, während Jahren, bis ich in ihre Stube kam, und davon fasziniert war. Eigentlich wollte ich den Kunsthandwerker ausfindig machen, um ein ähnliches Werk zu erwerben. Doch Marie – die anfänglich sagte, dies sei kein Problem – hat mir ihr eigenes Kirchlein aus ihrer Krippe geschenkt.

334 Einwohner zählt das Dorf, ein paar alte Häuser, ein paar neue auch, ein altes Kirchlein und täglich einen „fahrenden Bäcker“ zu Besuch - mit seinen Brötchen und den lokalen Neuigkeiten. Bourdic, ein typisch provenzalisches Dorf, zwar nicht in der Provence, sondern bereits in der Languedoc, im Département Garde, zehn Kilometer von Uzès entfernt. Die Kirche Saint-Etienne d'Escattes aus dem 12. Jahrhundert wurde zwar in den Religionskriegen (16. Jh.) stark beschädigt, ist aber in ihrer romanischen Struktur weitgehend erhalten geblieben. Eine Sehenswürdigkeit am Dorfeingang. Ohne Marie (und ihre Familie) würde vieles nicht funktionieren (oder nicht so gut!), vor allem nicht in jenem Dorfteil, wo die alte Kirche steht. Bei Marie habe ich die erste authentische Santonskrippe in einer privaten Stube gesehen, hergerichtet nach alter Tradition. Ich war begeistert, von der Krippe mit den vielen Lichtern und schönen Santonsfiguren“. Dank Marie steht die Bourdic-Kirche jetzt in Bubikon umkreist von einem Reigen von Gästen eines Brautpaars, das gerade daran ist, in die Kirche einzuziehen.