Adventskalender 21. Dezember

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Fanny

 

Marcel Pagnol, französischer Schriftsteller, Dramaturg und Regisseur (1895-1974) hat seine Heimat, die Provence, in seinen Büchern, Theaterstücken und Filmen zum dominierenden Thema gemacht. In seinen Erinnerungen, „Kindheit in der Provence“, beschrieb er die kleine, wilde und einzigartige Welt der Garlaban Hügel über der Stadt Aubagne, heute besser bekannt unter der Bezeichnung „Collines de Pagnol». . Einige Szenen aus dem Buch waren für mich Anregung zur Gestaltung dieser Santons-Krippe. Viele seiner Figuren – echte Provençalen – tauchen als Santons auf. Unter ihnen Fanny, die junge Muschelverkäuferin, die von Marius mit einem Kind zurückgelassen wird, weil in ihm die Sehnsucht nach dem weiten Meer und nach fernen Inseln stärker war.

Viele seiner Figuren – echte Provençalen – tauchen als Santons auf. Unter ihnen Fanny, die junge Muschelverkäuferin, die von Marius mit einem Kind zurückgelassen wird, weil in ihm die Sehnsucht nach dem weiten Meer und nach fernen Inseln stärker war. „Fanny“ ist die „Heldin“ des zweiten Buchs der Trilogie „Marius“ von Marcel Pagnol. Ein Werk, das lange Zeit (bis heute!) zur Pflichtlektüre in Schulen gehörte, unglaublich populär ist und auch einige Male verfilmt wurde (zum letzten Mal im Jahr 2000). Fanny hat ihren Muschelstand nahe bei der „Bar de la Marine“ von Cesars, dem Vater von Marius in den sie sich verliebt. Der Film spielt allerdings im alten Hafen von Marseille, wo es die berühmte Bar de la Marine wirklich gegeben hat. Fanny ist verzweifelt und glücklich zugleich, denn sie weiss, die Liebe ihres Lebens erfüllt sich im Lebenstraum von Marius. Der alte verwitwete Panisse kümmert sich rührend um Fanny, und schliesslich finden die beiden gar so etwas wie Familienglück, bis Marius zurück kommt…
Im Geburtshaus von Marcel Pagnol in Aubagne befindet sich heute ein kleines Museum, das auf authentische Weise die Atmosphäre der elterlichen Wohnung, mit ihrer traditionellen Wohnküche und dem Esszimmer, in dem Marcel seine Schulaufgaben machte, zeigt; es ist eine Reise durch das Land der Erinnerungen. „Die Liebe zu den Menschen zeichnet den populären französischen Schriftsteller Marcel Pagnol sowohl in seinem Leben als auch in seinem Werk aus. Und wie kaum ein anderer versteht er es, in den Schilderungen einer kleinen engen Umwelt stets eine ganze Welt zu spiegeln.“ Was auch die Santonskrippe in bescheidenem Mass nach nachvollziehen möchte