Adventskalender 23. Dezember

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Die Oliven

 

Eine von vielen Meldungen aus dem Süden Frankreichs (aber auch aus Italien): "Leider muss ich die Olivenernte 2014 in der Provence absagen. Uns hat als BIO-Olivenbauern die Olivenfliege heimgesucht.  Die diesjährige Ernte fällt daher leider aus."  Dies ist eine Katastrophe für die meisten Olivenbauern. Die Olivenfliege bedroht die Ernte. Die winzigen Tiere legen ihre Eier direkt in das Fleisch der Pflanze. Der Wurm der Fliege frisst die Frucht kurz darauf von innen auf. Meist kämpfen die Bauern mit chemikalischen Mitteln gegen die Fliegenplage

Der Olivenbaum ist eng verbunden mit der Geschichte und der Landschaft der Provence. Dies bezeugen Ausgrabungen, die im keltisch-ligurischen Oppidum von Entremont zu sehen sind (Reste von Ölpressen etc.). Die Griechen haben nach ihrer Ankunft im 6. Jahrhundert vor Christus die bisher wild wachsenden Bäume kultiviert um Öl zu gewinnen. Nach schweren Frostzeiten (vor allem 1956) und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist die Ölkultur in der Provence fast verschwunden. Dank der Heimatverbundenheit der Provenzalen wurden die Ölgärten wieder instandgesetzt, neu bepflanzt und unterhalten. Die Mühe hat sich gelohnt: die Region Provence-AlpesCôte-d’Azur nimmt heute ersten Platz der französischen Olivenölherstellung ein.

Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ist der wichtigste Produzent für Olivenöl. Dort findet jetzt, vom November bis Februar die Olivenernte statt. In den letzten Jahren wurden die Kernöle (u.a. das Sonnenblumenöl) eine harte Konkurrenz für die Oliven. Es sind vor allem gesundheitliche und sensorische Eigenschaften, welche das Olivenöl wieder vermehrt in den Vordergrund rücken. Die Herstellungstechniken sind im Prinzip seit Jahrhunderten gleich: Die Oliven werden zerstossen und gepresst, dann wird das Öl in einer Zentrifuge vom Wasser getrennt und ist dann bereit zur Verkostung. Die grünen und schwarzen Oliven unterscheiden sich durch die Reife der Frucht, die mit der Zeit schwarz wird.