Adventskalender 4. Tag

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Farandole 

 

Die Farandole, ist ein historischer provenzalischer Volkstanz bei dem ein offener Reigen, von einem Tänzer angeführt, verschiedene Figuren tanzt. Die musikalische Begleitung besorgt ein Spieler mit Flöte und Tamburin. Es ist ein „Schlängelreigen“, bei dem man meist im offenen Reigen durch Gassen, über Plätze, durch Wiesen und den Wald tanzt. So zieht man - vor allem an Volksfesten – auch durch die Strassen der Dörfer, als eine Kette von Paaren, die sich an den Händen halten.
Volkstänze wie die Farandole sind immer auch von der Natur beeinflusst,  vom Mistral - dem Meereswind - , von der Landschaft und den Arbeiten auf dem Feld. Der Tanz dient nicht nur der Geselligkeit, er ist auch Ausdruck und Identitätsfindung von sozialen Gruppen. Deshalb wird fast immer in der entsprechenden Tracht getanzt.
Es gibt eine ganze Reihe von Volkstänzen, die seit dem Mittelalter bis heute lebendige Tradition sind.

Zum Beispiel „La Ronde“, einer der ältesten überlieferten Tänze, entstanden aus der Carole (gesungenes Lied). Es ist ein einfacher Tanz der bäuerlichen Bevölkerung. Oder der „Marketenderinnentanz“ (Kreistanz), bei dem man sich wie bei der Farandole im Kreise aufstellt und mit Hüpf- und Drehbewegungen seine Freude ausdrücken kann. Der „Prozessionstanz“, der eher in die vornehmere Gesellschaft passt und die Würde und den Rang der Tanzpaare hervorhebt.  Der „Stampftanz“, ein bretonischer Reihentanz, der von den einfachsten Bevölkerungsschichten getanzt wurde und noch heute in der Bretagne auf Volksfesten zu sehen ist. Die „Branles“ als Verbindung von Volkstanz und höfischer Eleganz, wohl der populärste Gesellschaftstanz aller Zeiten, bei der Hofgesellschaft wie beim Volk gleichermassen beliebt. Noch heute werden „Branles“ in den französischen Regionen getanzt und dabei einfache Dinge des alltäglichen Lebens imitiert.