Adventskalender 6. Dezember

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Die Drei Könige


Als "Heilige Drei Könige" oder "Weise aus dem Morgenland" sind Suchenden in der Weihnachtsgeschichte von dem Evangelisten Matthäus (Mt 2,1-12). Eigentlich sind es keine Könige, sondern „Sterndeuter“ (im griechischen Ausgangstext Μάγοι, Magoi, wörtlich „Magier“), die durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt wurden.

Soweit der historische Hintergrund der Dreikönigstradition. Seit dem Mittelalter (erste Zeugnisse aus dem Jahr 1311) rankt sich um die Geschichte der drei Weisen ein reges Brauchtum, das  - in leicht variierten Formen - bis heute lebendig geblieben ist. Der 6. Januar – Dreikönigstag – ist inzwischen eher ein weltliches Fest (vor allem für Kinder) und längst nicht mehr Träger der christlichen Heilslehre. Der Dreikönigskuchen – allein in der Schweiz werden mehr als eine Million davon gebacken – ist über alle Konfessionen hinweg (auch nichtchristliche) ein lebendiges Brauchtum. Wer in seinem Kuchen den „König“ (eine eingebackene Figur) findet, darf für einen Tag König sein.

In der diejährigen Krippe sind zum ersten Mal die Drei Könige unterwegs, weit weg von der Krippe, auf einer der hinteren Ebenen. Gewöhnlich werden die Drei Könige in der Nähe der Krippe aufgestellt. Sie bringen dem Neugeborenen ihre Gaben dar und erweisen ihm die Ehre, den neuen König.

Nach dem Evangelium des Matthäus kommen zur Geburt Jesu Sterndeuter aus dem Morgenland: "Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten." Dieses nur knapp erwähnte Ereignis hat im frühen Christentum in verschiedene Legenden geführt. Sie ranken sich um das weitere Leben der drei „Weisen“, die – nach Überlieferung – vom Apostel Thomas zu Bischöfen geweiht wurden. Man sagt, dass „sie große missionarische Erfolge feiern konnten, kurz nacheinander sterben und im gleichen Grab beigesetzt wurden.

Ihre Reliquien wurden durch König Friedrich Barbarossa von Mailand in den Kölner Dom (1165) gebracht. Dort ruhen sie noch heute noch im grössten erhaltenen Reliquienschrein aus dem Mittelalter (Dreikönigsschrein).
Die Erzählung von den Weisen aus dem Morgenland hat in der Heilsgeschichte eine besondere Bedeutung. Es sind Heiden, die zu Beginn zum neugeborenen Christus kommen und ihn verehren, während am Ende der Messias vom eigenen Volk verstossen wird.
Fast in allen Weihnachtstraditionen treten deshalb die drei Könige Kaspar ("Schatzmeister"), Melchior ("König des Lichts") und Balthasar "Gott wird helfen" auf. Im 12. Jahrhundert glaubte man im christlichen Abendland, die Welt bestehe aus den drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurden aus den drei Weisen dann drei Könige. Da man Afrika mit dem von den Griechen als „schwarzes Land bezeichneten Nordostafrika“ identifizierte, wurde der Vertreter Afrikas zum Mohren. Ab dieser Zeit finden sich Darstellungen, auf denen der dritte König, der vorher wie die anderen eine helle Hautfarbe hatte, mit dunkler Hautfarbe dargestellt wird (meist ist es der jüngste König, Caspar).
Martin Luther verwarf die nicht aus der Bibel herzuleitende Vorstellung von drei Königen (statt einer unbekannten Zahl von Magiern/Weisen), weshalb im Protestantismus die Bezeichnung „Weise aus dem Morgenland“ vorherrscht. Die Sternsinger – ein weiteres Brauchtum, das sich an vielen Orten erhalten hat – schreiben über den Haustüren „C+M+B“ – „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ – ein alter christlicher Segensspruch – wird heute meist mit den Initialen der Dreikönige Caspar, Melchior und Baltasar gedeutet.