Adventskalender 8. Dezember

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Die Jagd

 

Schon vor 50 Jahren titelte das Magazin „Der Spiegel“: „Es gibt in Frankreich mehr Jagdfreunde als Fußballfans“. Daran hat sich kaum etwasw geändert, vor allem nicht in der Provence.

Die Jagd gehört zur ältesten und tiefverwurzeltesten Tradition. Frankreich hat die längste Jagdsaison in der EU (Mitte Juli - Ende Februar), sowie 1-2 Monate Verlängerung durch Sondergenehmigungen gegen "Schädlinge" wie Wildschweine, Füchse und Marder & Co. In einsamen Bergzügen wird ganzjährig geschossen und nicht selten auf alles was bewegt. Jahr für Jahr werden im Jagdfieber auch 40 bis 60 Menschen angeschossen.Die Vereinigung "Chasse, Peche, Nature, Tradition" glaubt in der Jagd die Errungenschaften der französischen Revolution verteidigen zu können, gegen die einstige Feudalheren-Jjagd. Sie haben die Macht der Gewehrläufe. Dies ist wohl der Grund, weshalb das Jagend in Frankreich bis heute so populär ist.

Nach der Jagd findet vor allem im Süden Frankreichs oft ein Dorffest statt. Die Jäger versammeln sich um die Tiere auszuweiden und das Fleisch in Portionen zu verteilen. Die Keule bekommt der Schütze, der das Tier erlegt hat.  Eigentlich wird auf alles gejagt, was sich als Tier frei bewegt, auf Zugvögel, Wölfe, Rebhüner, Auerhähne, Rotwild… Jagen hat in Frankreich eben eine sehr lange Tradition. Früher war es das Vorrecht der Adligen, die sich hier ihre Jagdgründe hielten. Heute ist das Jagen (liberté, egalité, franternité) ein Volkssport geworden. Die Liberté hat gesiegt, die Egalité und Fraternité mit dem Tier (so sie überhaupt einmal vorhanden war) ist verloren gegangen. Meist zum Entsetzen der Licht und Wärme suchenden Touristen, die besonders im Herbst und Winter, also in Jagdzeiten, in den Süden kommen. Eine Provence-Krippe ohne Jäger lässt sich kaum denken.

Allerdings sind einige der Szenen recht ironisch gedacht und gestaltet. So schaut zum Beispiel der Fuchs amüsiert dem Treiben des Jägers zu und die Wildschweine kümmern sich so gar nicht um die oft sinnlose Knallerei.