Naturwein und Konsorten

29. April 2012

 

Thema:

 

Naturwein und Konsorten

 

Weinrallye vom 27. April 2012

Geführt vom Lisson-Blog

  

Grüezi mitenand

Heute Morgen früh, um vier Uhr war ich hellwach. Ich wollte unbedingt die Beitrage der fünfzigsten Weinrallye lesen: „Naturweine und Konsorten“. Etwas altmodisch, die „Konsorten“, jetzt heisst es ja „und mehr“. An dieses „and more“ habe ich mich im eigenen Beitrag gehalten, verunsichert ob nun Bio oder Natur oder Demeter oder Ecovin oder „vin naturel“ oder… damit gemeint sind. Jetzt, fast drei Stunden später weiss ich es noch immer nicht. Zwar habe ich eine ganze Reihe von guten Definitionen im Kopf (darum brummt er wohl), doch die ultimative Antwort gibt es offenbar nicht. Jedenfalls habe ich sie (noch) nicht gefunden. Eigentlich – wenn ich es mir so recht überlege - ist es mir auch egal. Ich lebe seit über dreissig Jahre in einer nach „biologischen Grundsätzen errichteten Siedlung“ (zwölf Häuser), also in einem „Bio-Dörfli“ der ersten Stunden, weiss aber immer noch nicht, wie sich eigentlich „Baubiologie“ definiert: Verzicht auf Kunststoff, Plastik, Beton, elektrische Störfelder, chemische Farben und …… (weiss der Teufel auf was alles). Genau so geht es mir beim Wein. Ich bin „nur“ Weingeniesser und halte mich nicht an Normen (auch beim Weintrinken nicht), sondern an meinen Geschmack. Und der hat sich – nachweislich – schon sehr oft gewandelt. Deshalb hat mich ein Gedanke in den rund dreissig Beiträge besonders angesprochen. :

Weine, die man mit Ehrfurcht genießt, Weine, die Geschichten erzählen, die immer wieder neu überraschen und die auch nach Tagen noch Spaß bereiten. Aber auch Weine, die bekömmlich sind, weil sie in einer intakten Umgebung entstanden sind, weil deren Weinberge nicht chemisch aufgedopt sind, die im Keller natürlich verarbeitet werden, ohne dass Unmengen an Pülverchen und Fläschchen aus irgendeiner Hexenküche zugegeben werden, deren beste Bestandteile nicht wegfiltriert werden wie beim Sächs´schen Kaffee.“

(Priorat-Hammer). Ab und zu habe ich auf verschiedene Argumente, Themen oder Weine reagiert, ein Feedback hinterlassen, eine Anmerkung angebracht. Jedenfalls habe ich mit grossem Aufwand – inklusiv Podcast intensiv mitgelesen, zugehört, hingeschaut. Jedenfalls bin ich mit Interesse und oft auch mit Vergnügen quer durch die Wein-Blogger-Welt gebummelt und habe einiges mitgenommen an Anregungen, Tipps und Sichtweisen. Auch ein paar der Blogs etwas genauer angesehen, in der Regel mit anerkennendem Nicken, flüchtigen Notizen, verschmitztem Lächeln oder grossen Augen. Ich glaube, dies ist ja der eigentliche Grundgedanke einer Weinrallye, ob sie nun den Naturweinen nachjagt, der „Domina“ huldigt, dem Klimawandel auf die Spur kommt oder gar den raren „Schweizerwein“ sucht, der bekanntlich kaum exportiert, sondern von den Schweizern grad selber getrunken wird (mein eigenes Thema im Juli).

Auf einigen Blogs hat das Thema auch Diskussionen ausgelöst, auf andern ist es ruhig geblieben. Hier – ich bin wohl der einzige, der auf einer Facebook-Seite blogt – ist es vorwiegend ruhig geblieben. Weitere Anmerkungen und Diskussionen auch auf der Facebookseite Wein im Gepäck. Viel von Euch wissen auch, dass meine Heimat noch immer http://www.wein-plus.eu/ auch wenn es da im Augenblick schwierig geworden ist. Trotzdem habe ich zu diesem Weinrallye auch im Forum einen Gedanken, beziehungsweise eine kritische Anmerkung eingebracht. Bisher noch ohne Reaktion.

Die Liste aller teilnehmenden Blogs findet man hier, zusammengestellt sich hier: http://www.scoop.it/t/weinrallye

Die 50. Weinrallye war für mich ein echter Gewinn mit einer grossen Nachhaltigkeit.

Herzlich

Peter