Weinrallye #58: Zusammenfassung und Links

28. Dezember 2012

 

Weinrallye #58

 

 

Hier die Zusammenfassung und die Links zu den einzelnen Beiträgen:

 
Wein - Attentionh Chenin Méchant 2011 (Nicolas Réau)

 

http://cucina-casalinga.blogspot.de/2012/12/wein-attention-chenin-mechant-2011.html

 

Ganz schön gefordert...!

Grauburgunder (Auslese) 2010 vom Weingut Clauser, Heidelberg

 

Wein im Gepäck von Sammlerfreak

 

 

 

Weihnachtsweinrallye

Weingut Ankermühle, Gabriel Riesling QbA, 2010,  Rheingau

 

hundertachtziggrad

 


 

 

Chardonnay aus Rheinhessen

Weingut Peth-Wetz: Chardonnay 2011
 

 

German Abendbrot

 

Sag beim Wichteln leise Servus

Domaine Saint Préfert, Châteauneuf Du Pape, 2010, Südfrankreich


Der Schnutentunker

 

 

“Wine Rotation”

Weingut Rheinterrassenhof: Guntersblumer Bornpfad, 2011. Silvaner, trocken

 

weinreich-blog

 

 

       Wir unterbrechen die laufende Stille...

         Abadia Retuerta: Pago Valbellon, Cabernet Sauvignon 2009

         Vino de la Tierra de Castilla y Leon

 

         Arthurs Tochter

 

 

 

3 Flaschen statt einer

Weingut Steffens-Keß: Riesling Reiler Goldlay, Kabinett 2010

                                  Riesling Reiler Goldlay, Auslese 2011

                                  Mosto Cotto

geschmacksreich

 

 

Gute Alternative zum Sauternes oder Monbazillac

Weingut Weingart: Bopparder Hamm Feuerlay, 2011, Riesling Auslaes

 

Bolli's Kitchen

Mir wurde das Glück zutei...

Gasthof Goldene Krone: Iphöfer Kronsberg 2009, Weisser Burgunder Spätlese

 

Wein-Wissen Peer F. Holm

 

 

 

 

Wichteln mit "Ansage"

Weingut La Croce: Il Doccione, 2007, Toscana (Cuvee aus Sangiovese, Merlot und Cabernet Sauvignon)

 

bushcooks kitchen

 

Test im Familienkreis...

Iris Rutz-Rudel; Clos des Cèdres, 2008, Lisson, Languedoc

 

Theresa Arns

Bordeaux

Chateau Haut-Brisson, 2005 und 2006, Saint-Emilion Grand Cru

 

Weingut Jakob & Jonas Kiefer

 

 

Eine echte Wuchtbrumme

Weingut Kiefer:Pinot Gris, 2009, Privat Reserve

 

Foodfrerak

Dankbarkeit

Weingut Günther Steinmetz: Graacher Himmelreich, 2007, Spätburgunder Auslese

 

Institute-of-drinks

 

Es gibt Rotweinfondue

Grenzhof Fiedler: Leitaberg vom Mörbischer Goldberg, 2009, Burgenland

 

Hauptsache Wein

 

 

 

             Danke Lippi

             Conte Spagnoletti Zeuli: Rinzacco Nero di Troja, 2009, Apulien

 

             Würtz-Wein

Post aus Österreich

Weingut Jurtschitsch: Rotspon Reserve, 2009, Kamptal, Österreich

 

Dunkenmonday

 

 

Sag zum Abschied leise Servus

Weingut Arns: Weißer Burgunder 2011, trocken, Mosel

 

Bio-Wein Online

 

 

Hasensprung

Jochen Dreissigacker: Hasensprung, 2009, Riesling, trocken

 

Utecht schreibt

Fröhliche Wei(h)nachte(l)n

Schloss Westerhaus: Chardonnay & Weißer Burgunder, 2011

Weingut Karlo Kappesser: Riesling Engelstädter Römerberg, 2010

Joh. Bapt. Schäfer, Scheurebe, 2011, Nahe

  Bernhard Fiedlers Wei(n)blog

 

Kultwein im Haus

Gantenbein: Chardonnay. 2005, Fläsch, Schweiz

Weingut Steffens-Keß

 

 

 

Ein weisser Burgunder

François Raquillet:  „La Brigadière“, 2010, Mercurey

 

Vinositas

 

Von alten Reben und jungen Gütern

Oberdietbacher Fürstenberg: "Alte Reben", 2011, Riesling Spätlese

 

Allem Anfang

 

Eine Zeitschnecke

Weingut Michael Teschke: Blauer Sylvaner, 2009, Rheinhessen

 

Vinalia

 

Mit Weinnase verkostet

Weingut K.J. Thul: Schieferklang, 2011, Riesling

Weingut Lisson

 

Das Ende des Winzerblogs

Weingut Balthasar Ress: Blanc de Blanc, 2007, Rheingau

Social Wine

 

 

Kein Wichtelglück

Kallfelz: Riesling Merler Adler. 2010, Kabinett feinherb

 

Better Wine

22. Juli 2012

 

 

Weinrallye ≠53
Schweizerwein

 

Alle Beiträge und Blogs auf einen Blick

Thomas Lippert:
War an der Mosel mit dabei
http://25cl.de/

 

Joachim Kaiser:
Weniger „Zapfen“ in der Schweiz
http://vinositas.com/schweizer-weine/

Sanny Krug:
Vom Käse und Schokoladenparadies
http://bottlesinabox.com/weinblog/2012/07/weinrallye-53-schweizer-wein/

Natalie Simons:
Completer, nein Pinot, nein…
http://pastasciuttablog.blogspot.de/2010/01/echt-ein-weinland.html

Jürgen Schmücking:
Wurden die Augen geöffnet
http://www.genuss.cc/?p=1345

Gastbeitrag: Martin Bommer:
Castello Luigi versus Pétrus
www.sammlerfreak.ch/schweizerwein

Robert Sprenger:
Extra ins Wallis gefahren
http://lamiacucina.wordpress.com/

Christian Schiller:
Trinkt nur in der Schweiz Schweizer Wein
http://schiller-wine.blogspot.de/2012/07/the-wines-of-weingut-saxer-in.html

Bernd Eck:
Musste die Segel streichen
http://www.fabiowein.de/weinralle-53-schweizer-weine

Thorsten Goffin:
Dichte Schwaden von scharzer Johannisbeere
http://glasklare-gefuehle.de/2012/07/alte-gewachse-a-k-a-weinrallye-53/

01. August 2012

 

Fünfte Zusammenfassung der 

53. Weinrallye Thema: Schweizerwein

 

Lieber Thomas. Wir wussten ja, was Du zusammen mit Matthias anlässlich der von mir geführten Weinrallye ≠53 zum Thema Schweizerwein im Schilde führtest. Umtost von schäumendem Wasser habt ihr in Schaffhausen angestossen: „Aus einer Vorahnung heraus habe ich ganz bewußt einen einfachen Weisswein gewählt. Ich ahnte dass man da oben inmitten des Wasserfalles eigentlich keinen Wein trinken kann.“. Deine schon fast philosophischen Gedanken und Bilder auf „Wein trinken an schönen Orten“ (http://www.facebook.com/pages/Wein-trinken-an-sch%C3%B6nen-Orten/205878282783849) und auf Deinem Blog (http://25cl.de/) sind Zeugen dafür, dass die Schweiz mitunter auch gute Weine hat. Im Blauburgunderland genau so wie in der Bündner Herrschaft und (ich verrate Dir dies!) noch an vielen andern „schönen Orten“. Natürlich wollen wir wissen, wie der „einfache Wein“ den da oben beurteilt wurde? „Der Wein war leicht, spritzig und süffig, alle für den Schweizer Wein so gängigen Klischees scheinen zu passen: Schraubverschluss, sehr säurearm, verhalten in Aromatik, und mit über 10 Euro (für meine Müller-Thurgau Verhältnisse) sehr teuer. Aber das was in Ordnung, genau das wollten wir ja haben, etwas völlig unkompliziertes eben.“

Dass Thomas auch noch über die Weinverkostung von Weinen aus der Bündner Herrschaft berichtet, ergänzt den Beitrag seines Mitverkoster Harald Steffens (http://www.steffens-kess.de/cms/2012/07/20/weinrallye-53-schweizer-weine/) oder beleuchtet ihn neu.

Etwas neidisch bin ich schon: Wäre gerne dabei gewesen, als Ihr auf dem Felsen im Rheinfall standen (ein Telefon/SMS – genügt und ich bin immer zur Stelle, die Schweizer Bundesbahnen sind zuverlässig!) Ich weiss schon, ihr wolltet es allein geniessen.

 

Der letzte angekündigte Beitrag ist leider nicht eingegenangen, so dass ich die Zusammenfassung damit abschliesse. Auf Wiedersehen Ende August!

21. Juli 2012

 

Vierte Zusammefassung der

53. Weinrallye Thema: Schweizerwein

 

Wow – zumindest der Rallye-Tag ist geschafft. 32% im Schatten – nein, nicht in der Schweiz, am Mittelmeer – abwechselnd zwischen Strand und Computer (die beiden vertragen sich schlecht!) hin und her gependelt, mit einer riesigen Freude im Bauch, was so alles zum Schweizerwein gesagt und an Weinen aufgetischt wurde. Ich nehme an (und hoffe), dass noch ein paar Blogs nachziehen werden. Dann ziehe ich Bilanz, liste nochmals alle beteiligten Blogs auf und verlinke sie. Vorläufig müssen halt die vier „Zusammenfassungen“ genügen. Und dass ich es nicht vergesse: die nächste Rallye – diesmal zum richtigen Zeitpunkt – 54 – wird vom WeinReich-Blog am Freitag, 31. August 2012 durchgeführt. Thema: „Typisch - Region im Glas“. Ich mache mit, Ihr hoffentlich auch!

Herzlich

Peter

 

NB. Sollte ich einen Blog oder einen Beitrag übersehen haben: bitte sofort melden. Es ist halt etwas heiss hier, Urlaub und so, (fast) alles (auch Tippfehler) ist (sind) entschuldbar.

 

Hier geht es weiter mit den Zwischenberichten:

 

Natürlich musste er noch zu Sprache kommen: der Drehverschluss. Joachim Kaiser erinnert sich an seine erste Begegnung mit Schweizer Weinen. Dies war vor gut 30 Jahren. Damals war der es vor allem auch der „Schrauber“, welcher Aufsehen erregte, wohl mehr als die Weine: „Dole, Fendant, was wir eben so zum Essen getrunken haben.“ Sein Fazit: „Trotz Schrauber käme keiner auf die Idee den Schweizern Kulturschande vorzuwerfen oder sie als kulinarische Banausen zu bezeichnen. Heute kann man sagen, dass das nicht nur eine praktische, sondern sogar eine wegweisende Entscheidung war, fast 30 Jahre bevor die hitzige Diskussion um Kork, Glas- und Schraubverschluss so richtig los ging.“ Es kann sein, dass das mit dem „Zapfen“ (Korken) auch in der Schweiz nicht ganz so einfach ist, Doch der missionarische Eifer fehlt den weinliebhabenden Schweiz in Bezug auf „Verschluss“. Man nimmt ihn hin und freut sich über den Wein.

Gefreut hat mich auch das Bekenntnis zum „Eichholz“ von Irene Grünenfelder, (Bündner Herrschaft) – einem Pinot Noir von Jenins, der ruhig mit dem auf andern Blogs mehrfach erwähnten Gantenbein mithalten kann (nicht im Preis!).

 

„Dieses Mal ist es zwar nicht der letzte Freitag im Monat, aber wir haben uns dennoch nicht abhalten lassen uns an der Weinrallye #53 zum Thema "Schweizer Wein" zu beteiligen,“ schreibt Sanny Krug  in ihrem Blog. Als notorischer „Unruhestifter“ und „Falschparkierer“ bin ich froh über den Entscheid, denn mit einem Blog-Ausflug in die Weinschweiz hat sie den „Stier bei den Hörner gepackt“ und “das Käse- und Schokoladen-Paradies Schweiz mal im Hinblick auf seine Weingeschichte, die Anbaugebiete und Besonderheiten” beleuchtet. Es ist nur schade, dass man die so unterschiedlichen Weine der verschiedenen Regionen per Blog nicht trinken kann. So bleibt die Erkenntnis: „Auch wenn die Schweiz nicht in erster Linie als Weinanbauland bekannt ist, so gibt es hier so einiges zu entdecken. Und wozu würde Schweizer Käse wie Appenzeller, Emmentaler oder Hobelkäse besser passen als zum Schweizer Wein?“.

 

Fast übersehen: Matthias Düsi Ein Ausflug von zwei engagierten Weinkennern, Liebhabern, Fachleute, Genissern ….. ins schaffhausische Hallau, bewaffnet mit Fotoapparat und Entdeckerfreuden. Als ehemaliger Fernsehschaffender und langjähriger Dozent in Sachen Bild, gefallen mir natürlich die vielen Bilder. Bildsprache beim Wein, dies ist eine emotionale Sprache: „WtasO heißt Wein trinken an schönen Orten. Das ist ein Lebensgefühl, eine Lebensweise und -weisheit.“ Da reichen Worte nicht, da muss ein Bild her!

20.07.2012

 

Dritte Zusammenfassung der

53. Weinrallye. Thema Schweizerwein

 

„Echt? Ein Weinland?“ Die Fragzeichen, welche Natalie Simons in den Titel gesetzt hat, springen mich an. Die Geschichte beginnt auch vor vielen Jahren, bei einer Feuerzangenbohle in der Schweiz, mit einem Discounter-Wein zu 49 Pfennig. Ich liebe solche Geschichten - ganz einfach weil sie mehr über Wein und das Verhältnis zum Wein aussagen, als noch präzis recherchierte Faktensammlungen. Ohne gute Geschichten gibt es auch keine guten Weine.
Diesmal geht es um den „Completer“, auch wieder so ein Schweizer Exot, eigentlich einst der „Nacht-Trunk“ der Mönche, die zum Gebet, die „Complet“, gebeten werden. Aber nein, es geht doch nicht um den „Completer“, es geht um eine alte Trockenbeerenauslese (1983) aus Malans. Nein, eigentlich geht es um die Feststellung: „Pures Glück im Glas! Vielleicht habe ich beim nächsten Mal das Glück, einen Completer probieren zu dürfen...“ Solche Geschichten kann nur das (Wein)Leben schreiben.

 

„Schweiz: tris du valais“. Natürlich – das Wallis hat es den Weinliebhabern immer wieder angetan! Auch Jürgen Schmücking fährt auf seinem Blog in den Bergkanton: „Diese Weine haben mir die Augen geöffnet. Jeder auf seine Art. Ihre Gemeinsamkeit? Walliser Weine. Kostbares Kleinod aus der Schweiz”. Es ist schon so, dass man immer wieder bei ähnlichen oder gar den gleichen Weinen anhält, sie verkostet, sie zu verstehen sucht und staunt, wenn selbst ein oft geschmähter Riesling x Silvaner sich „in dunklem, satten Strohgelb präsentiert“; mit einem „im ersten Moment überraschend rustikalen, bodenständigen Ton. Der aber hat was und zieht magisch an; geschmeidig, ganz spezielle kräutrige Noten und etwas warme Würze, Karamell dazu. Irgendwie mag man von dem Wein nicht losreißen. Ein Wein, der Zeit und Aufmerksamkeit fordert, aber fasziniert. Ein schillerndes Universum an Aromen, das fesselt und nicht los lässt.“ Ich hoffe für uns alle, er hat Dich trotzdem wieder losgelassen, Schon allein, damit wir bald wieder ähnlich schöne Rallye Berichte von Dir lesen können.

 

Die Schwierigkeit, welche Bernd Eck hat, ist vielen Weinfreunden bekannt: „Leider war meine Suche nach einem Wein aus der Schweiz in einer Weinhandlung und einem Supermarkt mit gutem Weinsortiment nicht erfolgreich. Weine aus Österreich waren ohne Probleme zu bekommen, aber bei Schweizer Weine: Fehlanzeige.“ Und so musste Bernd eben die Segel (fast) streichen, nicht ohne Vorsatz: „Bei meinem nächsten Besuch in dem Alpenländle werde ich bestimmt die Augen nach einem Lokalwein offen halten…“

 

Ein Konstanzer ist fast schon ein Schweizer, aber eben noch nicht ganz. Dass Stefan Schwytz die Ostschweiz am Herzen liegt, ist nicht weiter verwunderlich, liegt sie doch (fast) vor seiner Haustür. Nun – bis zur Bündner Herrschaft ist es doch noch eine ordentliche Strecke, für Schweizerverhältnisse sogar weit. Deshalb scheint mir der Tipp: „Martin Wolfer vom Weingut Wolferwein einer jener seltenen „Geheimtipps“ zu sein, die nicht hinter vorgehaltener Hand weitergegeben werden (obwohl sie schon jeder kennt), sondern offen und laut ausgesprochen werden dürfem, weil ohnehin niemand zuhört. Wenn man aber Notiz davon nimmt, wie viel Wein in der Schweiz getrunken wird, dann darf man ruhig auf „Geheimtipps“ achten. Entdeckungen liegen nicht auf vielbefahrenen Strassen, dies gilt auch für den Wein.

 

Gastbeiträge sind nicht allzu häufig bei der Rallye-Fahrt. Und doch sind sie echte Gewinn-Nummern im doch schon etwas standardisierten Betrieb. Markus Bommer hat in meinem Facebook-Blog „Wein im Gepäck“ seine Sicht der Weinschweiz mit einem Interview oder besser gesagt in einer Plauerei dargelegt. Videos sind selten auf Rally-Fahrten, um so interessanter ist der Vergleich eines Schweizer Weins mit dem weltberühmten Pétrus. Wer gesiegt hat, verrate ich nicht.

20.07.2012 (um ca. 10 Uhr)

 

Zweite Zusammenfassung der

53. WeinrallyeThema: Schweizerwein

 

Ein hochkarätiges Probeteam hat sich bei Harald Steffensan der Mosel getroffen und offensichtlich riesigen Spass gehabt. Jedenfalls so viel Spass, dass dieser bis zu mir – im Augenblick bin ich nicht in der Schweiz sondern in Südfrankreich – übergeschwappt ist. Das Probeteam: Thomas Lippert, Theo Huesmann und Karl-Josef Thul mit durchaus stimmberechtigtem (so nehm ich an) „Anhang“ haben sich der drei Schweizer Weine angenommen, die zur Probe anstanden. Natürlich ging es nicht (ganz) ohne Riesling und ein Ausflug ins Südtirol lag auch noch drin. Zwei „Kultweine“ mussten daran glauben, ein Chardonnay von Daniel Gantenbein und ein Pinot Noir von Thomas Studach - aus der Bündner Herrschaft also. Eine treffsichere Wahl, obwohl natürlich die beiden Makel: der Preis und der Einsatz von Holz nicht unerwähnt blieben. Es wird interessant sein, wie die Mitstreiter vom Harald Steffens die Gewichte legen.

 

Einer meiner Lieblingsblogger, Robert Sprenger, hat trotz Ferien-Stress eine Fahrt ins Wallis unternommen, zum Amigne de Vétroz, die Autobahn gottlob vermieden und nicht nur eine gute Weinbeschreibung verfasst, sondern auch wunderschöne Bilder dazu geliefert. Besonders der Käse von L’Etivaz hat es mir angetan. Wow… Aber auch die romanische Kirche von Vétroz und die zwei ahnungslosen Kühe haben etwas vom Wallis vermittelt, das mehr ist (und sein kann) als nur ein „verpasster“ Lehrpfad. Lieber Lamiacucina, setz Dich bald wieder einmal ins Auto für solche Bilder und Weine. Die Schweiz hat noch ein paar Täler. Du kennst sie ja!

 

Eine Gemeinde, die wohl nur eine Minderheit der Schweizer überhaupt kennen: Truttikon, die „goldene Traube im Weinland“. In einem Gastbeitrag von Marc Herold bei Ralf Kaiser bekennt der Autor: „Hier wird das schweizerische schmeckbar und ein Besuch in Truttikon bei den Zahners ist schon geplant“. Das ungreifbare Phänomen Schweizer Wein ist offensichtlich greifbar geworden. Es gibt also nicht nur die Bündner Herrschaft, das Wallis oder den Genfersee, wenn es um guten Wein geht, es gibt auch Truttikon, das „Weindorf“ mit nur 6,5 ha Reben und knapp 500 Einwohnern. Dass hier ein Pinot gemacht wird, „den ich spontan ins Burgund und dort nach Ladoix gesteckt hätte“ wirft doch einen erstaunlichen Blick auf die kleine „Weinschweiz“.

 

„Suchen, finden, freuen!“ ist das Motto von Nico Medenbach auf drunkenmonday.wordpress.com. Eine Bemerkung sei mir erlaubt: ich liebe diesen Blog nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch auf Grund seines Titels. Diesmal geht es um einen „Großen Chenin Blanc aus Schweiz!“ und der Autor meint es nicht einmal ironisch. Ein „Chenin Blanc“ – „Salx“ – von Louis Bovard ist auch nichts Alltäglich, schon eher ein Festgetränk. Man muss nicht einmal nach Südafrika, Australien oder Neuseeland fahren, um einen „grossen“ Chenin Blanc geniessen zu können. Im Lavaux hoch über dem Genfersee – wo der besprochene Wein angebaut wird – ist es zumindest so schön, wie Orten „auf der andern Seite der Welt“. Und Louis Bovard, der Grandseigneur des waadtländischen Lavaux, scheut sich nicht „im heiligen Chasselas-Paradies“ mit gebietsfremden Sorten wie Chenin Blanc, Sauvignon Blanc, Merlot oder Syrah Weine zu machen. Grosse Weine.

 

20. Juli 2012 (ca. 07.00 Uhr)

 

Erste Zusammenfassung der

53. Weinrallye Thema: Schweizerwein

 

Die 53. Weinrallye – angeregt und eingeführt von Thomas Lippert - ist heute Nacht gestartet. Der erste Beitrag kommt vom internationalen Weinblog Schiller-Wine und befasst sich - in englischer Sprache – schwerpuntmässig mit einem Weingut im Kanton Thurgau, Alfred und Verena Saxer in Nussbaumen. Das Weingut ist inzwischen – wie so viele alteingesessene Weingüter – in die Hände der nächsten Generation, Fredi und Madeleine Saxer, übergegangen. „I only drink Swiss wine, when I am in Switzerland“, bekennt Christian G.E. Schiller in seinem Beitrag. Er muss sehr oft in der Schweiz sein, denn seine Kenntnisse des Schweizer-Weins sind überraschend gross. Dies ist gar nicht so einfach, leben doch in der kleinen Schweiz vier Sprachkulturen und 25 Kantone – mehr oder weniger in Eintracht – beieinander. Gerade wenn es um Wein geht, ist dies gar nicht immer so einfach. Besonders erfreulich ist, dass hier ein Weingut vorgestellt wird, das immer wieder durch Qualität und Inovation auffällt. Im vergangenen Jahr war es das Experiment „Erdwein“ bei dem drei Bariques mit Pinot Noir zwei Meter in der Erde vergraben wurden, um festzustellen, ob ein Unterschied zum klassischen „Kellerwein“ erkennbar ist.

 

Wenn es um Wein geht, gibt es nicht nur Fakten, sondern – vor allem – auch Geschichten. Thorsten Goffin – seit vielen Jahren ein guter Weinfreund – hat nicht nur glasklare Gefühle“, wenn es um Wein geht, er ist auch ein exzellenter Erzähler. „Im Verlgeich zu dem, was in Zürich eine Bratwurst kostet, ist dieser Wein geradezu günstig.“ So brillant auf den Punkt gebracht, hat die schweizerische Hochpreispolitik wohl noch niemand. Dabei geht es im Beitrag um „Alte Gewächse…“, die im Wallis, dem grössten schweizerischen Weinkanton eine wichtige Rolle spielen. „…der Wein, den ich jetzt vor mir im Glas habe … ist ein Eidgenosse. Schweizerwein ist selten in der Bundesrepublik und ich gebe offen und ehrlich zu, ich würde ihn jetzt vermutlich nicht trinken, wenn nicht das von meinem Weinfreund Peter Züllig gewählten Thema “Schweizerwein” begönne. So aber habe ich mir eine Flasche … besorgt und schwelge nun – durchaus angenehm überrascht – in der sich mir bietenden Aromen-Synphonie.“ Eine Synphonie, die ich gut nachvollziehen kann. Der „Humagne Rouge“ – um den geht es im Beitrag – ist eine jener autochthonen Rebsorte, die trotz kleinstem Anbau – den speziellen Ruf des Schweizer Weins in den letzten Jahren wesentlich geprägt haben.

 

29. Juni 2012

 

Weinrallye #52

  

 

Zusammenfassung des Gastgebers Torsten Goffin:

 

Glasklare Gefühle

 

Das war sie also, die 52. Ausgabe der Weinrallye. Ein paar Nachzügler stehen noch aus aber schon jetzt kann man sagen, das das Thema ganz offensichtlich viele zu höchst interessanten Betrachtungen motiviert hat. Einschließlich meines eigenen sind es bis jetzt 20 Beiträge geworden. Ich habe selten bei einer Weinrallye soviele interessante und fundierte Postings auf so hohem Niveau auf einmal gesehen.

Torsten Goffin

 

Und auch hier die Links zu den Beiträgen: