Auktionshaus Spengler&Partner/Wermuth

01. Mai 2017

 

Weinauktion Nachlese:

 

Dr. Spengler & Partner AG
Franz J. Wermuth

 Collection 5

Vorbei sind die Zeiten, als sich Bieter im Saal um die exklusivsten Kisten "balgten" und die Preise hochtrieben gegenseitig (sinnlos) hochtrieben, zur Freude der Einlieferer (Verkäufer) und natürlich auch des Auktionators (der ja prozentual beteiligt ist). Es ist deutlich ruhiger geworden, sachlich, ja sogar freundlicher. Es wird verkauft und eingekauft, von Händlern, Wirten, Sammlern, Schnäppchenjägern. Weiterlesen hier 

29. April 2017

 

 

 

Franz J. Wermuth, Auktionator
Weinauktion 29. April 2017

 

Morgen Samstag um 11.30 Uhr
Degustation: 11.00 Uhr

im Hotel Hilten, Glattbrugg

 

Unter den vier Auktionshäusern in Zürich, ist Wermuth - vor allem auch für private Weinsammler - am spannendsten. Die Auktion ist eine attraktive Mischung aus Information, Spannung, Routine und Sachkenntnis. Seit der Trennungvom Weinhauses Denz (ihre Auktionen nennen sich noch immer noch Wermuth-Auktionen) führt  Franz J. Wermuth bereits die fünfte eigene Versteigerung durch: "Collection 5" mit einem ausgezeichneten Angebot von 558 Lots. Eine kleine Vorschau und Tipps werde ich hier morgen einstellen, nachher eine erzielten Analyse der Preise. Mehr zu erfahren hier  (auch Katalog)

01. Mai 2017

Nach der Vorschau jetzt eine 

 

Kurze Analyse

 

  • Die Preise sind mehr oder weniger stabil, auch bei den "grossen" Weinen, selbst bei den gesuchtesten.
  • Die Auktionen haben sich unter dem Einfluss der Internet-Aktivitäten deutlich verändert. Es fällt weitgehend die "Gier" weg, die Angebote werden "realistischer" beurteilt und entsprechend geboten.
  • Noch immer ist die Saal-Auktion entscheidend. Die Abwicklung - auch der schriftlich eingegangenen Gebote - ist durchaus korrekt. Doch die anwesenden Käufer können im Saal deutlich flexibler reagieren. Entsprechend war die Teilnahme im Saal - verglichen mit den anderen grossen Auktionen - durchaus beachtlich.
  • Es zeigt sich immer wieder - auch an kleinen Details -. dass Auktionen sowohl für die Einlieferer, als auch für die Bieter, eine Frage des Vertrauens ist. Dabei ist die Kompetenz des Auktionators von grosser Bedeutung. 
  • Zu den Angeboten: es kommt deutlich weniger "Ramsch" unter den Hammer, offensichtlich weil sogenannte "Kellerleerungen" für die markant kleiner gewordene "Collection" eher selten geworden sind. Wohl auch deshalb, weil sich Wermuth mit dem neuen Partner neu positioniert hat.  
  • Es wird über viele Lots immer wieder orientiert über das Weingut, die Preise, die Entwicklung etc. Es sind nicht mehr tausend und mehr Lots, die versteigert werden, sondern nur noch etwa die Hälfte (Steinfels raspelt übrigens 2'000 und mehr Lots an eine einzigen Auktion ab - Serienablauf!)
  • Es sind immer wieder die gleichen Beobachtungen: Wenn es einzig um den Wein geht, um die Qualität, dann sind auf Schritt und Tritt gute Käufe zu machen: kellergraue und beschmutzte Etiketten, keine vollen OHK (Original-Holzkisten), weniger bekannte Namen etc. Während die "grossen Namen", fast schon unabhänig vom Jahrgang noch immer ihren meist hohen Preis erzielen.
  • Hypes - im Ausmass wie vor zwei Jahren beim Lafite-Rothschild - gibt es im Augenblick praktisch keine mehr. Die Goldgräberstimmung hat ihre Faszination weitgehend verloren.

15. April 2017

 

Collection 5

 

Dr. Spengler & Partner AG
Franz J. Wermuth
Weinhandel und Auktionen

 

Aus dem Vorwort im Auktionskatalog:
"Das Weinangebot in diesem Katalog ist einmal mehr interessant; aus verschiedenen Privatkellern sind Trouvaillen und Raritäten angeboten, die jedes Weinliebhaber-Herz höherschlagen lassen. Collection 5; das heisst ausgewählte Weine, Originalholzkisten oder Originalkartons, übersichtliche 550 Katalognummern und kein Ramsch."

Der Auktionkatalog kann hier heruntergeladen werden

FJWermuth_Auktion_ 29.04.2017 (1).pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.9 MB

Da bereits zwei Auktionshäuser ihre ersten Frühlingsauktionen durchgeführt haben (Denz-Weine und Steinfels) kann nach dieser dritten Saalauktion in diesem Jahr eine erste Bilanz gezogen werden. Wie sind die Preise, was geht schlecht(er), was ist gesucht. Auch wenn einiges vom Zufall abhängig ist, so können doch einige Schlüsse bezüglich des Weingeschäfts gezogen werden. Nach dieser Auktion (noch vor der vierten Versteigerung (Weinbörse) werde ich dies tun.

Link zum Wein- und Auktionshaus

24. April 2016

 

Weinauktion:

 

Frühlingsauktionen

(Eine erste Analyse)

 

Mit "Collection 2" hat Franz J. Wermuth (früher "Wermuthauktionen") die erste Tranche der vier Wein-Auktionshäuser in Schweiz abgeschlossen. Eine erste Analyse ist fällig.  Was sich schon vor einer Woche bei der "Weinbörse" (Auktion in Bad Ragaz) abzeichnete, hat sich hier bestätigt. Das überhitzte Kauffieber ist vorbei, die Käufer - auch die professionellen Einkäufer - verhalten sich besonnener, bewusster, überlegter. Es wird offensichtlich in der Branche mehr "gerechnet" und kalkuliert, aber noch immer gute Werte (zu anständigen Preisen) gekauft.


24. April 2016

 

Frühlingsauktion 2016

(Erste kurze Analyse)

 

Der "Knatsch" um das führende "Weinauktionshaus" der Schweiz - Wermuthauktionen - hat sich etwas gelegt. Franz J. Wermuth präsentiert die "Collection 2" wie eh und je im Hotel Hilton (Glattbrugg). Es hat sich wenig verändert, der Ablauf und die Rituale sind die selben, Nur das Angebot ist deutlich kleiner, so dass die Auktionen (nicht wie früher über sechs und mehr Stunden) nur noch dreieinhalb Stunden dauern. Damit bleibt das, was die Wermuth-Auktionen schon immer ausgezeichnet hat, erhalten: Informationen zum Angebot, zu Weingütern, zum Jahrgang, zu den verschlungenen Wegen des Weinhandels (unter Wahrung der nötigen Anonymität). Durch die bewusste Straffung (die Qualität des Angebots hat sich kaum verändert) erhält die Auktion jene besondere Note, welche sie vom "blossen Ergattern von Weinen" deutlich abhebt. Nur René Gabriel von der Weinbörse liefert während einer Auktion ähnlich viel Informationen. Vielleicht ist dies für "Professionels" nicht unbedingt nötig, doch diese machen ohnehin mehrheitlich schriftliche Angebote.

Hier die Zusammenfassung einer ersten Analyse:

  1. Noch immer sind und bleiben (für den Preis) die Parker-Punkte entscheidend. Umso höher seine Bewertung, desto höher der Preis.
  2. Es wird deutlich weniger "modeabhängig" gekauft. Gute Namen, gute Jahrgänge und gute Bewertungen sind entscheidend.
  3. Deutlich wurde dieser Mode-Hype zum Beispiel bei diesem Angebot: Je eine Flasche Carruades de Lafite Rothschild und Rioja, Vina Vial 1955 zu 80 CHF (netto). Für einen Zweitwein (Carruades) ist dies sehr alt und trotzdem wäre allein dieser Bordeaux-Wein vor zwei Jahren noch um 200-300 CHF gehandelt worden. 
  4. Das grosse Angebot von Mouton-Rothschild deutet darauf hin, dass diese typischen "Sammlerweine" vermehrt verkauft werden. Es wird offenbar da mit einem "Preisfall" gerechnet oder zumindest mit einem Überangebot von Mouton-Rothschild-Erstweinen. 
  5. Noch immer - auch dies ist nicht neu - beherrsche Bordeaux weitgehend die Auktionsszene. Bestimmte Weingebiete - die Bewertungen mögen noch so gut sein - finden keinen oder nur schwer einen Käufer. Zum Beispiel hervorragende Weine aus dem Languedoc oder sogar (etwas abseits der absoluten Spitze) aus Chateauneuf-du-Pape.
  6. Die grossen Burgunder (zum Beispiel von Romanée Conti) orientieren sich weiterhin an den "Marktpreisen". Da wird schon mal eine Flasche mal für 2'000 CHF und mehr verkauft. 
  7. Hingegen haben die "grossen Toskaner" eher Mühe ihre hohen Preise zu halten. Fast alle (einstigen Moderweine) sind deutlich unter dem unteren Schätzungpreis verkauft worden.
  8. Wer Geduld hat, findet bei den kleinen Weinen (es sind meist Restposten von Kellerauflösungen) immer wieder Schnäppchen. Zum Beispiel war Château d'Escurac (2004), cru bourgeois, der immer wieder hochgelobt wird (Entdeckung) und als Primeur etwa 17 CHF kostete, für 19 CHF (brutto) zu kaufen. Noch deutlicher wird dies bei Weinen, die keinen "Ruf" haben.

Die Ergebnisliste der Auktion ist hier einzusehen

20. April 2016

 

Weinauktion:

 

Dr. Spengler & Partner AG

Franz J. Wermuth

 

Samstag, 23. April 2016, ab 11.30 Uhr im
                                    Hotel Hilton Opfikon-Glattbrugg

 

Es ist die letzte von vier grossen Frühlingsauktionen in Zürich. Für Weinliebhaber ist dies eine gute Gelegenheit, die eine oder andere Flasche zu erwerben und in den Keller zu legen. Der Auktionator Franz J. Wermuth hat wohl auch die grösste Erfahrung in Sachen Weinauktionen und eine internationale Kundschaft. Aus diesem Grund sind seine Auktionen so etwas wie ein Gradmesser für Angebot und Nachfrage, ein "Fiebermesser" der Weinszene. Nach dieser Auktion werde ich hier auch eine Zusammenfassung (mit Analyse) veröffentlichen.

Hier der Auktionskatalog (als PDF-Datei) 

09. November 2015

 

Herbstauktion 2015

 

Die ersten beiden Herbstauktionen finden am gleichen Samstag, am 15. November 2015 in Zürich statt. Die neu aufgestellte (alte) Weinauktion von Franz J. Wermuth - wie bisher - im Hotel Hilton (Airport) unter der Bezeichnung "Collection 1" mit dem neuen Namen Spengler&Partner/Wermuth. Während das seit einem Jahr veränderte Auktionshaus "Wermuth Auktionen" (neue Leitung unter Denz Weine) wie die letzten drei Auktionen im Hotel Park Hyatt durchgeführt wird. Es kommt also zum interssanten "Duell" Wermuth gegen Wermuth in Zürich. 

Mehr Informatonen hier auf Herbstauktionen

Wermuth

gegen

Wermuth

Die Ankündigung und die beiden Kataloge und der identische Tag stürzen wohl alle, die mit der Szene nicht eng verbunden sind, in totaler Verwirrung.  Auch wenn man die beiden Kataloge öffnet, da ist so vieles identisch.


15. November 2015


Erste Bilder und Analysen


Hier die ersten Eindrücke und Bilder der Premiere von der Weinauktion Spengler&Partner/ Wermuth:

  1. Die Hektik im Auktionsgeschäft hat sich wesentlich gelegt. Es ist ruhiger geworden, seit der Zeit, wo der neue Absatzmarkt (vor allem China) nahezu jeden Preis bezahlt hat.
  2. Noch immer sind Weine mit hoher Parker-Punkte sichere Werte, die nicht selten den oberen Schätzungspreis erreichen.
  3. Die höchsten Gebote erzielen nicht (mehr) den Top-Weinen aus dem Bordeaux, vielmehr einzelne Flaschen (kaum ganze Kisten) aus dem Burgund.

    Die Flasche Romanée-Conti 1964

    (rechts) erzielte 8'000 Franken (netto),

    die 69er (links, mit abgeschnittener 

    Kapsel) 4'000 Franken (netto).

4. Besonders gefragt sind ungeöffnete
    Originalholzkisten.  Wer also der
    "Versuchung" widerstanden hat
    eine Kiste zu öffnen oder gar eine
    Flasche davon einzuschenken, der
    erzielt (mit dem gleichen Wein)
    jetzt bedeutend höhere Preise.

5  Es ist auffallend, dass viele
    Top-Crus aus Bordeaux der beiden  

    eher  "schwachen" Jahrgänge 1993
    und 1992 jetzt angeboten werden.
    (auch auf den andern Auktionen)
    und noch immer verhältnismässig
    hohe Preise erzielen. So zum
    Beispiel Mouton Rothschild 1993
    (mit dem Akt von Balthasar

    Kłossowski de Rola, genannt Balthus)

    dem Etikett, das in den USA nicht

    zugelassen wurde).