Auktionshaus Steinfels Zürich

07. Juni 2017

 
Auktionshaus Steinfels:
Saal-Auktion am 10. Juni 2017

 

Am kommenden Samstag findet die letzte Weinauktion vor den Sommerferien statt. Damit ist die "Auktionsperiode" Frühjahr 2017 abgeschlossen. Eine Analyse folgt.

Hier die Angaben zur Auktion in Zürich (und der Katalog zum herunterladen)
Frühere Auktionen und Analysen vom Auktionshaus Steinfels

Auktionskatalog 384 vom Weinhaus Steinfels
Auktionskatalog 384 vom Weinhaus Steinfels

Das umtriebigste Wein-Auktionshaus der Schweiz beendet die Frühlingsauktionen am 10. Juni (noch knapp vor dem Sommer!) und startet bereits wieder am 2. September. Zudem führt Steinfels monatlich eine Internet-Auktion durch, immer am letzten Tag im Monat. Nach dieser Auktion geht es also erst im Herbst weiter. Die beiden "Auktionsfester" im Frühling und im Herbst sind immer auch Gradmesser für die Wein-Preise. Im Frühling im Blick auf die Subskriptionen (Bordeaux) und das generelle Preisniveau für die Neuweine, die im Frühling auf den Markt kommen. Die Herbstauktionen sind wichtig (ja entscheidend) für das Weihnachtsgeschäft. Warum? Weil im Auktionsgeschäft Angebot und Nachfrage direkt zum Tragen kommen. Diesem labilen Marktspiel haben schon einige Auktionshäuser Tribut gezollt. Zuletzt das Internet-Live-Auktionshaus auctionata, das in in Konkurs gegangen ist.

Nun teilt der Nachlassverwalter von auctionata mit, dass "die Web- und Namensrechte des Auktionshauses Auctionata Paddle8 AG an das Berliner Auktionshaus Historia übertragen wurden."
Ob auch der Bereich "Wein" von Historia weiter geführt wird, ist noch nicht bekannt. Bisher war dies nicht die Domäne des Berliner Auktionshauses Historia. Den Karl-May-Freunden dürft das Auktionshaus bekannt sein, durch die Versteigerung des Nachlasses von Pierre Brice.

12. Juni 2017

 

Analyse Auktionen:

Frühjahr 2017

 

Unter den vier oder fünf Auktionshäuser der Schweiz -  jeder Auktionator hat seine eigene Ausrichtung (und Klientel). Das Weinhaus Steinfels zeichnet sich durch die Breite des Angebots aus. Hier findet man - im Gegensatz zu den anderen Auktioen - nicht nur die Top-Auktionswerte (Bordeaux, Burgund, Supertoskaner etc) sondern durchaus auch kleinere, oder im Auktionsbetrieb weniger hektisch gehandelte Weine. 

Die Aktions-Hierarchie der Weingebiete hat wenig mit Qualität, als vielmehr mit dem Handel zu tun. Es gibt gesuchte Weine, und Weine, die wenig nachgefragt werden. Steinfels deckt - in dieser Konsequenz als einziges Auktionshaus - die ganze Palette ab, bis hin zu den Spirituosen. Was sich trotzdem nicht lohnt in einer Saal-Auktion angeboten zu werden, geht in die monatlich stattfindende Internet-Auktion  

Bei diese Analyse - die in den Grundzügen immer ähnlich ist - habe ich auch die anderen Auktionshäuser (mit den Ergebnissen) miteinbezogen. Folgende Situation ist augenfällig.

  • Die aktuelle Preisentwicklung der Subskription von Bordeaux 2016 überträgt sich sehr rasch auch auf den Auktionsmarkt. "Luxusweinen" reagieren besonders rasch. Ein Beispiel: Pétrus 1992, ein ausgesprochen schwacher Jahrgang (86-88/100 Punkten), zwar sehr selten auf Auktionen (eben weil er schwach ist!), hat auch in den hektischsten Jahren die 1000 Franken Grenze kaum erreicht (wie übrigens auch der 1997er) Jetzt aber ging er für 1'300 CHF (netto!), was den Bruttopreis von ca. 1'500 CHF bedeutet. Gleiches oder ähnliches lässt sich von vielen anderen hochpreislichen Weinen sagen.
  • Die Palette von Hochpreisweinen ist breiter geworden. Waren es früher nur die Premier Crus (und die entsprechenden Pomerol-Weine) welche regelmässig einen Preis-Hype erlebten, so sind es heute auch sogenannte "Kultweine", welche rasch auf den Markt (Angebot und Nachfrage) reagieren. Tetre-Rôtebeuf (Saint Emilion) zum Beispiel - noch vor kurzer Zeit nur den "Freaks" ein Begriff - erreicht in der aktuellen Subskription die 200-Franken-Marke und ist in Auktionen entsprechen rar und teuer.
  • Die meisten Auktionshäuser setzten die zu jedem Wein publizierten Richtpreise sehr realistisch ein, zumindest beim "unteren Richtpreis", so dass die Weine zum grössten Teil zu diesem Preis weggehen. Bestimmte - meist kurzfristige "Moden" schlagen sich schon beim Ausrufpreis nieder (weil das schriftlichen Bieten beim Ausrufen bereits berücksichtigt ist). Der Auktionator formuliert dies meist so: "Ich muss beginnen bei.....". Dadurch wird im Saal nur selten um ein Lot gekämpft, die einmal ausgerufenen Preise (mit wenigen Ausnahmen) bewegen sich nur noch minimal. 
  • Das alles dominierende Angebot betrifft (bei allen Auktionen) Bordeaux. Je nach der Philosophie des Auktionshauses macht Bordeaux 50 bis 80 Prozent des Auktionsvolumens aus. Durch die heutigen Vergleichsmöglichkeiten (aller Jahrgänge) im Internet, sind sogenannte Schnäppchen nur noch selten. Verkäufer und Käufer kennen die Preise und reagieren entsprechend. 
  • Da auf der Auktion erstandenen Weine - vor allem Bordeaux - Weine - in der Regel wieder in den Handel gehen, vor allem in den internationalen Handel, sind die Preise (auch auf Auktionen) über eine gewisse Zeit recht stabil. Es ist entwickelt sich ein Markt - und längst kein Liebhaberwert mehr.
  • Auktionen waren lange Zeit auch Treffpunkt der Weinliebhaber. Hier war man so quasi an der Pulsader des Weinhandels. Man erlebte, was gesucht ist und was nicht, was gefragt ist und was nicht. Auch erhielt man oft nützliche Informationen und nicht selten Einschätzungen (vor allem, wenn Weine unverständlicherweise "liegen" blieb oder *zurückgingen". In der Pause (und beim offerierten Lunch) gab es Gedankenaustausch, Gespräche und nicht selten auch "Kleingeschäfte". Weinfreunde (und auch Händler) unter sich. Dies ist - zumindest bei Steinfels und bei Denz-Weine vorbei. Steinfels paukt in etwa sechs Stunden mehr als 2'000 lots durch (nur noch Lotnummern und Preise) werden kommuniziert (keine Namen, schon gar keine Wertungen). Bei Denz-Weinen tauchen wenigstens noch die Nemen auf (es sind auch nur gut 1'000 Lots), mehr aber auch nicht. Auktionen sind - zumindest partiell - zum nüchternen Handelsgeschäft geworden. Liebhaber und Amateure haben da nicht mehr viel zu bestellen!
  • Es gibt weiterhin Weinregionen, die zwar ein internationales Ansehen haben, aber kaum an Auktionen auftreten. Dies gilt selbst für das breit aufgestellte Auktionshaus Steinfels. Weine aus Österreich, Deutschland, selbst "übriges Frankreich" gehen reihenweise zurück, das heisst in die "Nachauktion". Diese "Nachauktionen" (über Internet, zu festen Preisen) werden deshalb immer interessanter und lohnenswerter für Weinliebhaber und Amateure. Zumal die Weine vom entsprechenden Weinhaus beurteilt, beschrieben und eingeschätzt wurden (im Gegensatz zum "Wildwuchs" bei Internet-Auktions-Plattformen wie eBay oder Ricardo.

28. Februar 2017

 

Internet-Weinauktion


Jeden Monat findet einmal eine Online-Weinauktion vom Auktionshaus Steinfels (Zürich) statt. Diese Auktionen sind deshalb interessant, weil man - nach Anmeldung - direkt im Internet an der Versteigerung teilnehmen und mitbieten kann. Die Auktion findet am 
28. Februar 2017 ab 18.00
 statt.


Der Katalog ist hier abzurufen

Hier geht es zur Online-Auktion


Am nächsten Samstag, 4. März 2017 findet dann die grosse Saal-Auktion (Präsenzauktion) im Wein- und Auktionshaus Steinfels in Zürich statt. Es werden auch diesmal weit über 2'000 Lots ausgerufen. Der Katalog ist online hier erhältlich. Ich werde noch vor der Auktion - es ist die erste Saalauktion in diesem Jahr - die Entwicklung Nachfrage-Preis analysieren und kommentieren.

02. März 2017

 

Saison-Eröffnung 2017

 

Das aktivste Auktionshaus der Schweiz eröffnet auch dieses Jahr die Saison.

Es gelangen 2209 Lots unter den Hammer, davon 794 Bordeaux (rot).und 305 Burgunder (rot). Besonder angepriesen wird ein " „Ponsot Assortiment“ (berühmte Domaine im Burgund) mit allen 12 Grand Crus des Jahrgangs 2013 - Schätzungspreis für die 12 Flaschen 4' 500 bis 6'500 CHF. 

Das Auktionshaus führt mit Abstand am meisten Auktionen durch und hat das breiteste Angebot, was vor allem für die privaten Weinliebhaber und -sammler attraktiv ist. Kleinere Weine und Lots gelangen in die monatliche Live-Internet-


Auktion (immer am Ende des Monats, zuletzt in dieser Woche, am 28. Februar 2017). 
Die Saalauktion dauert ab jeweils 09.00 Uhr sechs und mehr Stunden, ist aber sehr gut gegliedert und wird optisch mit einer Bild/Schrift Projektion unterstützt. Durch die vielen Lots und die dadurch bedingte Dauer ist es die "langweiligste" Auktion. Im Gegensatz zu den anderen Auktionen (vor allem Wermuth und WeinBörse) erfährt man kaum etwas über die Weine und/oder die Marktsituation. Reines Business. Es folgt in Kürze eine kleine "Vorschau" mit ein paar Tipps.

Eine Besonderheit bei Steinfels sind die vielen Mixed-Lot, besonders bei den Bordeaux. Es sind keine grossen Namen und ab und zu mit recht fragwürdigem Füllstand. Doch die meisten Lots werden um 250 CHF ausgerufen und umfassen 5 bis ca. 12 Weine. Die Lots sind nach Perioden zusammengestellt (also z.B. 1996-2002) und alle Flaschen sind abgebildet, so dass der Füllstand erkennbar ist.
Für Bordeaux-Erkunder ein ausgezeichneter Einstieg.

Bordeaux-Aufsteiger der letzten Jahre, wie Château Angélus, werden zwar angeboten (nicht massenhaft), haben aber ihren Preis. Gerade wenn es ganze Kisten sind (meist als Originalholzkiste) sind sie kaum günstiger als im Handel (wenn man den Brutto-Preis rechnet und einkalkuliert, dass sie kaum zum Ausrufpreis, sondern deutlich höher weggehen).

Gerade im Bordeaux- und Burgunder-Bereich fallen für "Schnäppchenjäger" kaum attraktive Lots ab. Interessant ist, dass auch Jahrgänge vor der Preissteigerung deutlich zulegen.

Interessant sind einzelne Lots, die sehr selten auftauchen. Zum Beispiel von Châteaux die verkauft wurden, die Produktion umgestellt haben oder nicht mehr wie bisher auf den Markt kommen. Zum Beispiel Arrosée (Schloss verkauft) 2005 zum Startpreis von 50 CHF (netto, pro Flasche). Andererseits gibt es immer wieder Flaschen bekannter Châteaux mit schlechtem Füllstand (Ausrufpreis um 100 CHF (netto). Diese Lots sind interessant aber ein Risiko. Das gleich gilt generell für alte Jahrgänge.

Spezielle Formate (Grossformate) von Weinen der mittleren Klasse sind hingegen für Feste interessant und auch gesucht. Zum Beispiel Cantenac Brown 1975 (Impérial - 6 Liter) für Startpeis 250 CHF. 3/8 Flaschen, ebenfalls in grosser Zahl angeboten, sind vor allem für Wirte interessant. 24 Flaschen des zwar wenig bekannten Chateau Cerfs (Lalande de Pomerol) zu 120 CHF (Startpreis). 

Allein rund 800 Bordeaux (ohne Süssweine und weisse Bordeaux) werden angeboten (knapp ein Drittel aller Lots. Darin zeigt sich wenig Bewuegung in den Preisen. Kleine Weine sind meist günstig, "grosse" Weine in der Regel auch bei "kleineren" Jahrgängen weit überteuert.

Bei den Premier-Cru hat sich preislich und im Angebot wenig verändert. Am häufigsten gelangt noch immer Mouton Rothschild in die Auktion (diesmal rund 130 Lots mit sozusagen allen Jahrgängen). Aber auch die anderen berühmten Namen (alle 1er Cru und entsprechende Châteaux auf der rechten Seite der Garonne (Pomerol, St.Estèphe) sind sehr gut vertreten, haben aber durchwegs ihren "Kultpreis". Da wird auch von schlechten Füllständen und "schlechten Jahrgängen" nicht zurückgeschreckt.

Wird fortgesetzt!

01. Oktober 2016

 

Bereits wieder Weinauktion
im Internet

 

Das Auktionshaus "Steinfels" führt monatlich eine Internet-Auktion durch., bei der man sowohl vorausbieten oder direkt an der Auktion (heute ab 18 Uhr) teilnehmen kann. Es stehen 121 Lots auf dem Programm, einige sind schon mit Vorangeboten belegt. Im allgemeinen ist der Startpreis sehr tief - es lohnt sich bei vielen Weinen mitzubieten. Zum Beispiel bei Lot 98: 12 Flaschen Château de la Menagerie 2006, Languedoc (Schätzungspreis 120) Franken, Ausrufpreis 12 CHF. Ein Franken pro Flasche, ich habe gleich einmal geboten, denn ich kenne den Wein.  

Hier geht es zur Auktion

04. September 2016

 

Auftakt zu den Herbst-Wein-Auktionen:

 

Weinhaus Steinfels, Zürich

Samstag, 03. September 2016
Auktion 381

 

Den Reigen der grossen Herbstauktionen eröffnete das älteste Auktionshaus der Schweiz, Steinfels traditionell mit dem grössten Auktionsangebot (ca. 1700 Lots). Speziell an den Steinfels-Auktionen sind die vielen "kleinen" Weine (auch aus weniger bekannten Weingebieten), die hier auch angeboten werden, oft zu einem Ausrufpreis zwischen 30 und 50 CHF, (Natürlich nebst den Blockbuster aus Bordeaux, Burgund und Italien - zum Beispiel 1 Flasche Château Pétrus 1961, die zu 6'300 CHF wegging.) Die "kleinen" Weine sind ein Tummelfeld für Schnäppchenjäger. Allerdings müssen weniger geübte Saalbieter dauernd im Hinterkopf haben, dass der Aufpreis (10% Komission, 8% Mehrwertsteuer und 10 CHF Lotgebühr) dazu kommt, was bei kleinen Beträgen rasch einmal das doppelte des Zuschlags ausmachen kann. "Kleine" Weine gehen deshalb in der Regel in die Internetauktionen, wo vor allem die Lotgebühren wegfallen. Dies soll auch bei Steinfels in Zukunft vermehrt so sein.

Eine erste Beurteilung der Nachfrage und der Preise folgt in Kürze hier

24. August 2016

 

Weinauktionen:

 

eAuktion bei Steinfels

am 31. August 2016 um 18.00 Uhr

 

Das Gerangel bei Weinauktionen in der Schweiz wird immer grösser. Nicht nur, dass wir hier vier grosse Auktionshäuser haben, auch die deutschen Anbieter drängen hier in den Markt (noch sind die Zoll- und Gebührenschranken für die privaten Käufer zu hoch).

 Der Auktionskatalog für die nächste WEB-Auktion von Steinfels ist hier online. Es werden 159 Lots angeboten, darunter viele Einzelflaschen, ältere Jahrgänge (Risiko) und weniger bekannte Weine. Vorabangebote sind bereits jetzt schon möglich. Die Auktion selber wird dann am 31. August (um 18 Uhr) stattfinden.  

Doch die Szene reagiert auf die aktuelle Situation. Die Saalpräsenz bei grossen Auktionen wird immer kleiner (oft haben 80 und mehr Prozent der Lots Vorangebote) und man weicht vermehrt auf das Internet (eAuktionen) aus.

Das Auktionshaus Steinfels hat nun angekündigt, monatlich eine eAuktion (immer am letzten Kalendertag) durchzuführen. Diesmal nur drei Tage vor der eigenen grossen Saalauktion (mit rund 1'700 Lots). Auch die Weinbörse kündigt eine WEB-Auktion vom 03. - 10. September 2016 an (Auktionskatalog noch nicht online). Damit ensteht dem Weinangebot bei Ricardo und eBay (wegen den kleinen Gebühren traditionell Tummelfeld der Schnäppchenjäger) echte Konkurrenz Es ist spannend!

 

Ich werde im Vorfeld einer Auktion hier auch regelmässig Tipps und Hinweise - nach der Auktion dann Analysen einstellen, so dass der Weinliebhaber - der sich in einzelnen Weingebieten, Rebsorten und Jahrgängen nicht sehr gut auskennt - durchaus die Chance hat, etwas besonderes zu finden. 

Hier geht es zum Auktionskatalog

Wird weitergeführt sobald auch der Katalog von Weinbörse online ist.

09. Juni 2016

 

Weinauktion:

 

Auktionshaus Steinfels:
                                  
Samstag, 03. September 2016

                                          um 10.00 Uhr - Pfingstweidstrasse 6, CH-8005 Zürich

Der Sommer hat sich noch nicht verabschiedet, der Herbst ist noch nicht eingezogen, da startet das Auktionshaus Steinfels (Zürich) bereits die erste Herbst-Auktion. Es kommen (heutiger Stand) nicht weniger als 1739 Lots unter den Hammer, darunter 715 Bordeaux (rot) und 175 Burgunder. Das Auktionshaus ist bekannt für sein (sehr) breites Angebot in ihren Auktionen. (Auch Hochprozentiges) und ein mit den vielen Mixed-Lots ein Tummelfeld für Schnäppchenjäger.

Hier der Oneline-Katalog

Nach der Auktion - wie immer - eine Analyse und persönliche Einschätzung

Der Auktionskatalog ist nicht nur umfangreiche (wie in keiner anderen Saalauktion, er ist auch übersichtlich gestaltet und jedes Lot mit einem Bild dokumentiert (vorbildlich). Das Programm gliedert sich nach Weingebieten. Die Spirituosen sind dann ab 15.30 Uhr an der Reihe.

Hier das Programm:

09.30   Degustation

10.00   Start Auktion

           Bordeaux rot Lot Nr. 1 – 717

           Bordeaux weiss / Dessertweine Lot Nr. 718 – 749

           Burgund Lot Nr. 750 – 1014 ca.

13.00   Pause mit kleinem Imbiss

13.30   Champagner, Rhône und div. Frankreich Lot Nr. 1015 – 1174

           Italien Lot Nr. 1175 – 1361

           Spanien / Portugal Lot Nr. 1362 – 1437

           Schweiz / Deutschland / Österreich Lot Nr. 1438 – 1596

           Neue Welt und Diverse Lot Nr. 1597 – 1681 ca.

15.30   Spirituosen Lot Nr. 1682 – 1739 

Wie immer kann auch schriftlich geboten werden, einzureichen bis Donnerstag vor der Auktion per Post, Fax oder e-Mail. Gebotsformular (PDF)

 

Hier folgt in Kürze eine erste Einschätzung des Angebots:

 

Später nach der Auktion hier eine Analyse.

25. Juli 2016

 

Weinauktionen:

 

E-Auktion 2 (online) vom
Auktionshaus Steinfels
                                  
am 31. Juli 2016  18.00 Uhr

 

Mitten in den Sommerferien - wenn die grossen Saalauktionen in der Regel ausfallen - führt das Auktionshaus Steinfels jetzt zum zweiten Mal eine Online-Auktion durch: "Unsere erste Online-Auktion Ende Juni war erfolgreich. Wir haben uns daher entschlossen, regelmässig Online-Auktionen durchzuführen. Die nächste eAuktion wird am 31. Juli stattfinden. Es ist eine virtuelle live Auktion, die an diesem Abend um 18.00 Uhr durchgeführt wird.

Melden Sie sich einfach an und verfolgen Sie unsere Auktion live bzw. bieten Sie per Maus-click mit."

Der Auktionskatalog ist hier - nach Anmeldung - einzusehen. Auch können bereits wie bei allen Auktionen üblich, Vorangebote abgegeben werden. Es sind vor allem "kleine" Weine, sehr oft auch alte Jahrgänge, zu einem meist tiefen Startpreis. Interessant ist diese Auktion vor allem für "Schnäppchenjäger" und Weinliebhaber, die experimentieren,  etwas wagen und neue Erfahrungen machen möchten. Hier drei Beispiele:

Los 94:  Château Cantenac Grand Vin Saint-Emilion 1978 6 Flaschen
Los 94: Château Cantenac Grand Vin Saint-Emilion 1978 6 Flaschen
Los 101: POGGIO DI COSMIANO Mirasco 2005 6 Flaschen
Los 101: POGGIO DI COSMIANO Mirasco 2005 6 Flaschen
Los 104:  CHÂTEAU d'HUGUES Côtes du Rhône Grande Réserve  11 Flaschen 2x 1996, 9x 1999
Los 104: CHÂTEAU d'HUGUES Côtes du Rhône Grande Réserve 11 Flaschen 2x 1996, 9x 1999

Diese Auktion ist ein "Tummelfeld" für Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber, die nebst den eigenen "Hausweinen" durchaus einmal etwas anderes kennen lernen möchten. Alte Weine, unbekannte Namen, zweifelhafter Füllstand, selten Apppellationen etc. Die Flaschen sind gut beschrieben und im Bild festgehalten, so dass sowohl Füllstand wie Zustand der Etiketten präzis dokumentiert sind. Zur Orientierung für ungewohnte Auktionsteilnehmer: Zum erzielten Preis kommen noch 20% Kommissionsgebühr und 8 Prozent Mehrwertsteuer  dazu (keine Lotgebühr, aber Spesen für das Versenden - wenn die Flaschen nicht abgeholt werden). Man muss also zum erzielen Preis noch rund einen Drittel dazu rechnen, so dass manche der Flaschen (besonders wenn sie begeht sind) unter Umständen doch teuer zu stehen kommen. Ich werde nach der Auktion hier eine kleine Analyse publizieren

12. Juni 2016

 

Wein in den Keller legen:

 

Nachauktion bei Steinfels

 

Am Samstag, 11. Juni fand die Auktion 380 des Weinhauses Steinfels statt. Der Auktionskatalog führte rund 2'071 Lots auf. Davon wurden rund 1700 Lots verkauft, was etwa 84 % entspricht. Es blieben 347 Lots übrig (die jetzt in der sogenannten "Nachauktion" verkauft werden).

Die "Nachauktionen" sind die beste Möglichkeit um zu günstigen Preisen (ohne "Auktionsgerangel") Weine in den Keller zu legen. Man kann zurück-geblieben Lots zum fixen Kaufpreis , (Ausrufpreis plus Lotgebühr, Kommission und Mehrwertsteuer gemäss Auktions-bedingungen) kaufen. Der Kaufpreis ist in der Nachauktions-Liste angegeben.

Hier die Liste nichtverkaufter Lots

Bild Auktionshaus Steinfels
Bild Auktionshaus Steinfels

09. Juni 2016

 

Weinauktion:

Auktionshaus Steinfels:

Samstag, 11. Juni 2016

 

um 10.00 Uhr - Pfingstweidstrasse 6, CH-8005 Zürich

 

Zum Beispiel diese vier Flaschen SEBASTIANI
Cabernet Sauvignon Proprietor's Reserve 1974 - Schätzpreis 20 Franken - wurde für 155 Franken zugeschlagen. Es scheint, dass diese zusätzliche, spezialle Internetauktion vor allem für private Weinliebhaber und -Interessierte interessant ist: Fast schon exotische Namen, viele kleine Lots, Einzelflaschen und alte Jahrgänge. Die Lotgebühren (sonst 10 Franken pro Lot) fallen weg, hingegen wird eine Kommission von 20% (plus Mehrwertsteuer 8%) verlangt. Hier die Auktionsbedingungen.

Auch das älteste Auktionshaus der Schweiz - die letzte Präsenzauktion umfasste ca.2'000 Lots - hat nun zusätzlich eine Internetaution eingeführt. Zum ersten Mal fand sie am 30. Juni um 18.00 Uhr auf der Website von Steinfels statt. Es wurden 92 Lots ausgerufen, alles Positionen im unteren Schätzungsbereich (bis zu 30 Franken). Allerdings gingen einige Lots zu deutlich höheren Preisen weg.

Damit werden die grossen Weinauktionen vor der Sommerpause abgeschlossen. Wiederaufnahme im September/Oktober durch die verschiedenen Weinhäuser.

Programm:

09h30    Degustation

10h00    Start Auktion Bordeaux rot Teil 1
             Lot Nr. 1 – 404
             Burgund Lot Nr. 405 – 665
             Champagner, Rhône und div.
             Frankreich Lot Nr. 666 – 852
             Italien Lot Nr. 853 – 1142 ca. 13h30    Pause mit kleinem Imbiss
14h00    Spanien / Portuga
             Lot Nr. 1143 – 1275
             Schweiz / Deutschland /
             Österreich Lot Nr. 1276 – 1514
             Neue Welt und Diverse
             Lot Nr. 1515 – 1587
             Bordeaux weiss / Dessertweine
             Lot Nr. 1588 – 1625
             Bordeaux rot Teil 2
             Lot Nr. 1626 – 1931 ca.
16h30    Spirituose Lot Nr. 1932 – 2071

Dies ist eine "Mamut"-Auktion mit 2017 Lots, das sind etwa doppelt so viele Lots wie bei anderen Weinauktionen. 

 

Hier der Karalog als PDF

Hier die Excel-Liste

Die Lots werden jeweils ein Steigerungsschritt über dem zweithöchsten schriftlichen Gebot ausgerufen. Wenn keine Gebote vorhanden sind, ist der Ausruf üblicherweise ca. 10-20% unter dem tieferen Schätzpreis.


15. November 2015

 

Wein:

Herbstauktionen

am Samstag, 21. November 2015


Auktionshaus Steinfels

von 10.00 bis ca. 19.00 Uhr              Pfingstweidstrasse 6, Zürich


Mit mehr als zweitausend Lots ist dies die grösste der Herbstauktionen, auch die grösste, die Steinfels je durchgeführt hat. Die Auktionen finden live in den Räumen des Auktionshauses an der der Pfingstweidstrasse 6 in 8005 Zürich statt Interessenten können live vor Ort mitbieten oder ihre schriftlichen Maximalgebote bis Donnerstag vor der Auktion 24.00 Uhr an das Wein und Auktionshaus Steinfels senden.

Mehr lesen hier

Auktionskatalog Steinfels-Auktion vom 21. November 2015
PDF zum Herunterladen
Katalog_378_2_252.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

11. März 2015

 

Analyse nach der ersten Auktion von Seinfels

 

Ob eine Auktion erfolgreich ist, zeigt an den verkauften Lots. In der ersten Steinfels-Auktion vom vergangenen Samstag wurden 1‘949 Lots angeboten, davon gingen 219 zurück (resp. in den Nachverkauf). Es wurde also 88,7 Prozent des Angebots verkauft, was ein ausgezeichneter Wert ist. Der Absatz allein zeigt vielleicht eine Tendenz (Kauflaune), aber ist noch keine verbindliche Aussage zum Trend. Entscheidend ist der untere Schätzungspreis, respektive der Ausrufpreis. Da gibt es von Auktionshaus zu Auktionshaus doch erhebliche Unterschiede. Gerade in unsicheren Zeiten wird oft ein zu hoher oder zu niedriger Ausrufpreis (unterstes Angebot) eingesetzt, was einen erheblichen Einfluss auf die Kaufentwicklung hat.

Ein pauschale Analyse der Lots zeigt, dass Steinfels eher vorsichtig (sprich tief) ausgerufen hat, so dass auch die grosse Mehrheit der Lots einen Käufer gefunden haben. Viel interessanter ist deshalb das Steigerungspotential, das heisst, wie viel über dem unteren Schätzungspreis, resp. Ausrufpreis geboten wurde. Das zeigt sich, dass der Verkauf in der Regel nahe dem unteren Schätzungspreis gelegen hat. Der obere Preis wurde nur ganz selten erreicht oder gar überboten, eigentlich nur bei sehr guten Jahrgängen oder ganz raren Flaschen (vor allem mit gutem Füllstand und gut erhaltenen Etiketten. Ein Hinweis darauf, dass vor allem auch Händler wieder investierten.

 

Weinliebhaber sind eher auf „Schnäppchen“ aus – und die waren rar an dieser Auktion. Die in der Auktionsrunde nicht verkauften Lots zeigten, dass es vor allem schwächere Jahrgänge oder schlechter Füllstand waren, die zurück gingen. Diese Weine wollen auch Weinliebhaber nicht.

 

Ein etwas genauerer Hinweis bieten in der Regel die Verkäufe von Bordeaux (und Bugunder) Weinen, die hier etwa die Hälfte des Angebots ausmachten. (Bordeaux 647, Burgund 370). Da zeigte sich, dass fast alle Bordeaux weggingen (ca. 97%), bei den Burgundern etwas weniger (ca. 95%). Es sind also deutlich mehr Weine, aus anderen Weingebieten, die – was üblich ist – auf der Auktion weniger gefragt sind (sogenannt bescheidenere Auktionswerte, das heisst, man kauft den Wein eher beim Händler oder im Laden, meist auch jüngere Jahrgänge).

 

Im Verhalten gegenüber den kleineren Auktionswerten zeigt sich aber die Tendenz in den Weinpreisen besonders deutlich. Hier werden nämlich weniger Jahrgänge und Raritäten, als vielmehr Schnäppchen gesucht. Oft werden diese Weine auch unter dem Schätzungspreis angeboten, wenn niemand zuschlagen will. Es ist deshalb besonders interessant, wie sich die Käuferschaft in diesem Bereich verhält. Da herrschte – vorsichtig gesagt – Zurückhaltung. Viele ausgezeichnete Lots gingen in die sogenannte „Nachauktion“, das heisst der Wein ist zum ausgeschriebenen fixen Preis zu kaufen.

 

Interessant wird nun sein, ob sich diese ersten Beobachtungen und Analysen bei den nächsten Auktionen der andern Häuser bestätigt. Eines scheint jetzt schon klar zu sein: Weinauktionen, das heisst Kauf und Verkauf von Weinen, beschränkt sich weitgehend auf jene Bereiche der Weine, die ein hohes Renommee haben („Weintourismus“) und Liebhaberwerte („Sammler“) sind.

Generelle Analysen und Beobachtungen hier