09. Januar 2016

 

In eigener Sache:

 

Gefährliche Bäume

 

Irgendwann – es war schon in der Primarschule – hat man mir beigebracht: Bäume seien die Lungen der Natur. Und die Förster, welche diese Lungen hegen und pflegen, seien ihre „Krankenmänner“ (Schwestern gab es in diesem Bereich damals noch kaum!) Das glaubte ich, bis eines Tages die wunderschönen alten Bäume vor dem Bahnhof unserer Kleinstadt – ratzebutz – gefällt wurden (mitsamt einer grünen Pergola, ein paar Schritte weit entfernt, am See). Sie mussten dem Verkehr und dem neuen Betondenken weichen. Ich habe mich damals schrecklich aufgeregt – zum ersten Mal in dieser Sache. Am meisten aber brachte mich die Begründung der Politiker und des Försters in Rage: „Gefährdung der Menschen, des Verkehrs, nicht Standort gerecht, krankheitgsanfällig… „ Man hat – um die Bevölkerung zu beruhigen – kleiner Bäumchen hingesetzt und die sind längst verschwunden. Heute, fast fünfzig Jahre später, sind andere Politiker, andere Waldbesitzer, Förster am Werk, mit einer weit grösseren Radikalität aber den gleichen Begründungen. Nicht nur einzelne Bäume müssen verschwinden, ganze Waldstück, grüne Lungen, vor allem in der Nähe wo Menschen leben. Zwar wird irgendwo wieder aufgeforstet – auf Grund des Gesetzes – aber dort, wo sie möglichst nicht stören, weder den Verkehr, die Aussicht, noch die Waldbesitzer (in ihrer Angst vor Pflegekosten). Bäume, Wald als unwertes Leben? Nicht mehr Holzfäller treten auf den Plan. Ein Maschinenpark erledigt die Arbeit, laut, gründlich und radikal. Förster, Politiker und Waldbesitzer machen Sicherheitsaspekte Gründe geltend: “Es gab Kronenbrüche“, man wollte verhindern, „dass Fussgänger oder Reiter von runterfallenden Ästen getroffen werden.“  Wenn es nicht der Verkehr ist, dann sind es eben die Horden von Waldspaziergängern und Reitern, die gefährdet sein könnten. 

07. Februar 2016

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben...

 

Zu meiner Kolumne vom 09. Januar 2016:

"Gefährliche Bäume" schreibt Walter S.: "............................bevor die Indianer einen Baum fällten, haben sie sich vor ihm verneigt und entschuldigt.

´Wir brauchen dich für Feuer, zum Bauen´.